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Rezept zum Erfolg und Praxistips für kleinzellige, behandlungsfreie Bienenhaltung

#2726

von bee » Mo Aug 03, 2020 8:09 pm

Um Erfolg zu haben, benötigen wir ein gutes Konzept. Unser Glück ist, dass wir uns auf die Erfahrung von vielen Imkern stützen können, die uns damit den Weg schon erheblich geebnet haben.
Erfreulicherweise ist es uns gelungen, durch die Mitwirkung von erfahrenen Kleinzellimkern,
ein neues Konzept
zu erstellen, wie man mit dem System von Dee Lusby, auch an Ständen mit naheliegenden fremden Stöcken, mit kleinzelligen Bienen erfolgreich beginnen kann. Die Problematik liegt in der Migration und Wiederinfizierung durch Varroamilben.
—> neues Konzept

Erik kam in den 90er Jahren auf eine geniale Idee. Damals gab es weltweit schon einige Imker, die es geschafft hatten, resistente Bienen zu züchten. Er schrieb nun diesen Kollegen seine Erfahrung, mit der Bitte ihm auch ihre Erfahrungen zu schildern. Die zugrunde liegende Idee war folgende: Wenn die alle es geschafft hatten, oder teilweise geschafft hatten, Bienen zu züchten, die sich von selbst gegen die Krankheiten wehrten, so muß in allen diesen Formen der Haltung etwas Wahres sein. Und damals war des Internet noch nicht so verbreitet wie heute und diese Imker hatten kaum Kontakt zueinander – folglich hatte das ein Jeder auf seine Art erreicht. Erik sagte sich also – wenn wir aus all den verschiedenen Erfahrungen eine Zusammenfassung machen, müßten wir sehr nützliche Richtlinien zusammenstellen können, wie ein Jeder kranheitsresistente Bienen erhalten kann. Und diese Zusammenfassung gibt es seit dem Jahr 2004.
So können wir zum einen auf die 25 jährige Erfahrung von Dee Lusby mit krankheitsresistenten, kleinzelligen Bienen ohne irgendwelche Behandlung zurückgreifen und zusätzlich auf Eriks Studie. Damit ist der Erfolg sehr wahrscheinlich.
Ich versuche nun mal aus diesen Quellen ein Konzept zu erstellen, das die wichtigsten Punkte beinhaltet, mit denen wir uns eine ganz gute Ausgangssituation erarbeiten können.

Als erstes sollten wir unsere Bienen an die kleinen Zellen gewöhnen – Wabenabstand bzw Rähmchendicke auf 32 mm verringern

Dann sollten wir die natürlich Anordnung der Waben unbedingt berücksichtigen.
Zu Beginn sollten wir ausschließlich mit Ablegern arbeiten, bis 80% aus eigener Kraft überleben können. Das bedeutet, dass wir warten bis ein Volk eine Zarge gut füllt und dann anstatt eine 2. Zarge aufzusetzen, einen Ableger mit der Königin machen. Wir nehmen dazu 3 oder 4 Waben verdeckelte Brut, die Königin, Honig und Pollen, geben das alles in eine andere Zarge oder Ablegerkasten und stellen sie am selben Stand auf, nur mit dem Flugloch in eine andere Richtung orientiert. Dh dass sich bei dem Muttervolk eine Brutpause einstellt, weil sie sich eine neue Königin ziehen müssen und beim Ableger ebenso, da ja alle Flugbienen zum Muttervolk zurückkehren. Damit haben wir bei beiden einen Vorteil in Bezug auf die Varroavermehrung geschaffen. Wenn das alles sehr stark, mit viel Bienen, viel verdeckelter Brut und viel Futter gemacht wird, können wir denselben Vorgang in Kürze wiederholen. So sind wir in der Lage, schnell einen schönen Bestand an kleinzelligen Völkern aufzubauen.
alle Völker im Stand mit der gleichen Methode (keine großen und kleinen mischen)
die Völker am Stand soweit wie möglich entfernt von einander aufstellen um den Verflug zu vermeiden
am Anfang nur 6-12 Stöcke pro Stand wegen des Dominoeffekts, stirbt einer sterben alle, so weit wie möglich weg von anderen Stöcken –
Planen für mehr als einen Stand, so weit weg wie möglich von fremden Völker. Der Abstand von einem Stand zum anderen kann gering sein – 50m sind schon gut.
Einen Zentralstand einrichten mit den besten Völkern und die schlechteren weiter weg. Im Zentrum die Königinnen begatten
– beachten daß fremde Stöcke, die große Menge an Varroa übertragen könnten, weit weg sind
keine Chemie verwenden in den Stöcken, weil schlechte Völker muß man sterben lassen können
Brutentnahme bei Problemvölkern um Wiederinfizierung der anderen zu vermeiden
gesunde Mikrofauna im Bienenstock – wenn nicht vorhanden von anderem Imker bekommen, der schon lange unbehandelte Stöcke hat
– alle mögliche Anstrengung anwenden rückstandsloses Wachs zu verwenden
so viel wie MÖGLICH Honig im Stock belassen für den Winter
– bei Problemen im ersten Herbst können wir auf die Hilfe des Puderzuckers zurückgreifen. Auch bei starker Wiederinfizierung durch Varroen die von fremden Stöcken kommen, können wir diese Behandlungsart anwenden.
– den Bienen wieder beibringen nur maximal 10% Drohnenbrut pro Wabe zu bauen. Dazu an jeder Mittelwand eine kleine Ecke herausschneiden und alle Waben die mehr als 10% Drohnenbau aufweisen, schrittweise entfernen.
exakte Aufzeichnung eines jeden Stockes bei jeder Inspektion
Wandern vermeiden
Wenn wir zu Beginn nur mit Ablegern arbeiten, wird das Problem der Varroamilben in Grenzen gehalten.
Dazu muss ich hinzufügen was sich in dem Ableger dann abspielt.
Da wir ja den Ablegern mit 3 bis 4 verdeckelten Brutwaben machen, haben wir in Kürze sehr viele junge geschlüpfte Bienen.
Eine Langstrothwabe 4,9mm hat 8600 Zellen (eine 5,44mm hat nur 7000 Zellen) und wenn wir davon ausgehen dass eine Brutwabe 2/3 Brutzellen aufweist, kommen wir bei 3 Brutwaben auf 17.000 Bienen (bei 4 Brutwaben 23.000).
Da der Ableger am selben Stand aufgestellt wird und ja alle Flugbienen zum Muttervolk zurückkehrten, wird die Eiablage der Königin drastisch reduziert.
Und solch eine Anzahl von Jungbienen, die auch nicht viel Brutpflege zu absolvieren haben, hat zur Folge dass sie die Varroen sehr erfolgreich aus den neu befallenen Zellen ausräumen. Die Zusammenhänge zwischen Bienenzahl, Lebensdauer der Bienen, hygienischem Verhalten und Zellengröße stellen wir in unserem Vortrag vor.
Wir dürfen nicht vergessen diesen Ablegern genügend Futter mitzugeben, Pollen und Honig, denn das wesentlichste ist die Stärke des Volkes. Oder besser gesagt die Anzahl der Bienen für die notwendige Arbeit.
Und die ist ganz einfach bei kleinzelligen Bienen viel größer aus zwei Gründen.
Zum einen ist das Brutnest viel kompakter durch die kleinere Zellengröße und auch der Wabenabstand ist geringer. Somit sind weniger Bienen zur Brutpflege notwendig. Zum anderen ist die Lebensdauer der kleinzelligen Bienen um einiges größer als die der großzelligen, was ersichtlicherweise entscheidend dazu beiträgt dass ein Überschuss an Bienen für die zu verrichtende Arbeit im Stock vorhanden ist.
Durch diese große Anzahl von Bienen wird das hygienische Verhalten stimuliert.
Nun sehen wir den entscheidenden Vorteil des Arbeitens mit Ablegern zu Beginn unseres Umstellens auf kleine Zellen.
Denn wie wir ja wissen MUSS jeder Stock durch eine (oder mehrere) Krisen bis er sich aus eigener Kraft gegen die Krankheiten verteidigen kann.
Und mit dieser Vorgehensweise erleichtern wir es unseren Bienen enorm.
Die Krise wird glimpflicher verlaufen.
Dadurch haben wir Zeit, uns durch häufiges Durchsehen der Völker mit den Gewohnheiten der Bienen, die lernen sich selbst gegen die Krankheiten zu wehren, vertraut zu machen.
Manche sagen, dass häufiges öffnen der Völker zu vermeiden ist. Natürlich ist das so, wenn wir bei Besuch Stress im Volk verursachen. Seit wir jedoch die Waben richtig anordnen, haben wir eine unglaubliche Ruhe in den Völkern feststellen können. Beim öffnen gehen die Bienen nach unten, verhalten sich absolut passiv und arbeiten normal weiter. Somit kann man so oft wie man will seine Stöcke begutachten und es kommt ja vor allem darauf an, dass WIR, die Imker, lernen, Krisenanzeichen im aller ersten Stadium im Bienenstock zu erkennen und müssen ebenfalls lernen, darauf richtig zu reagieren.
Da werden wir dann sehen wie sich die Bienen gegen die Varroen wehren und die infizierten Zellen säubern.
Dann werden wir beobachten müssen wie sie die kleinen Zellen bauen und konstant helfend eingreifen. Die kleinzelligen Mittelwände werden am besten am oder im Brutnest gebaut. Sarke Tracht ist auch problematisch und möglichst so zu timen, dass sie dann nicht viele Waben ausbauen müssen.
Wenn ich da etwas nicht einhalten kann, nützt es dann überhaupt etwas, dass ich mit den kleinen Zellen anfange?
Zum einen ist natürlich viel besser, wenn wir das alles einhalten können, aber ich sehe keinen Grund die übergroßen Zellen weiterzuführen. Das gibt nur noch mehr Probleme, wie man ja sehen kann an der heutigen katastrophalen Situation der Bienen.
Wenn man das Mögliche ändert in den Bienenstöcken (kleine Zellen, Anordnung der Waben, 10% Drohnen etc etc ) werden die Bienen in eine entschieden bessere Gesundheitslage gebracht.
Man wird sehen, daß sie sich gegen die Varroen durch VSH wehren und das ist schon mal was, was nur sehr wenige erreicht haben bisher. Wenn nun aber Reinvasion kommt, kann man ja mit Puderzucker über die Runden kommen und den Bienen beistehen. Wenn man einmal pro Monat 200g pro Zarge verwendt, kann man immer auf dem Bodenbrett sehen was da los ist. Um da vollen Erfolg zu haben, braucht man viele Stöcke und muß die anderen einfach bei weitem übertönen.
Ich möchte nun erklären, wie man da schrittweise vorgehen kann.
Erster Schritt
als erstes brauchen wir mal das nötige Material.
da wären die, die 4,9mm Mittelwände (Vorsicht die in Deutschland bisher erhältlichen können wir nicht gebrauchen), Ablegerkästen mit Füttermöglichkeit von außen , Plastikabsperrgitter , Lemongrasöl , Königinnenkäfig mit Möglichkeit des freifressens, Rähmchen mit auf 32mm reduzierter Dicke und viel Lust auf Arbeit
Als Orientierung jetzt schon – so gehts .
Zweiter Schritt
der zweite Schritt wäre die Aufstellung der Völker
Bei der Aufstellung muss man beachten, dass der Verflug so weit wie möglich erschwert wird. Also keine Aufstellung der Stöcke in einer Linie, wo alle die Flugbretter nach derselben Richtung haben.
Alternative: wenn sie in einer Linie stehen müssen, ist immer ein Flugloch nach vorn und eins nach hinten orientiért, abwechselnd. Besser ist zB 4 Stöcke auf eine Palette mit jeweils um 90° versetztem Flugloch, oder Einzelaufstellung.
Nicht mehr als 6 bis 12 Stöcke pro Stand. Der nächste Stand kann ca 50m entfernt liegen.
Wenn wir alle Stöcke auf kleine Zellen umgestellt haben, dürfen wir keine großzelligen mit kleinzelligen Völker mischen an einem Stand.
Möglichst weit weg von anderen Bienen.
Stöcke numerieren und bei jedem Besuch genaue Aufzeichnungen anfertigen von jedem Stock.
Dritter Schritt
wenn wir dann alle Materialen beisammen haben und die Stöcke stark sind, können wir die Ableger mit den Plastikwaben machen.
Die Stöcke sollten stark sein und viel verdeckelte Brut haben, dass wir nach kurzer Zeit davon erneut einen Ableger machen können, wenn die neue Königin gut arbeitet.
Zunächst bereiten wir einen Ablegerkasten vor, den wir von außen füttern können, bringen ein Absperrgitter am Flugloch an, dass die Königin nicht abhauen kann und entfernen dieses erst, wenn Brut aus den Plastikwaben schlüpft. Dann werden die Plastikwaben zur besseren Annahme gut mit Wachs eingerieben, mit wenig Lemongrasöl und einigem Honig eingerieben.
Wir suchen nun die Königin im Stock, sperren sie mit 5 Bienen in den Ausfresskäfig und hängen diesen mit einem Draht zwischen die 5 Plastikwaben im Ablegerkasten. Dann nehmen wir den Stock, von dem wir die Bienen und die Königin verwenden und stellen ihn beiseite. An dessen Stelle kommt der Ablegerkasten mit dem Flugloch in derselben Richtung wie sie der Stock hatte. Nun wird ein Brett ans Flgloch gelegt, dass die Bienen gut einlaufen können und an das Flugloch tropfen wir ein wenig Lemongrasöl, was die Bienen anzieht. Dann schütteln wir von 5 voll besetzten Waben die Bienen auf die Plastikwaben. Die Flugbinen werden auch alle zum Ableger fliegen. Der originale Stock wird am selben Stand mit dem Flugloch in eine andere Richtung aufgestellt. Nun helfen wir den Bienen mit dem Besen in den Ablegerstock und schließen vorsichtig den Deckel. Futterglas aufsetzen und fertig. Am Anfang jeden Tag 250g Honig füttern was dann bei gutem Wetter und guter Tracht eingestellt werden kann. Bei schlechtem Wetter weiter füttern – das ist individuell anzupassen.
Hier sieht man wie es schrittweise geht mit Fotos.
Vierter Schritt
Wenn nun der Ableger gut in Brut gegeangen ist, keine großzelligen Bienen mehr beherbergt und er den Ablegerkasten gut füllt, siedeln wir ihn in eine große Zarge um. Dabei kommen die Brutwaben in die Mitte, daran anschließend je eine neue Mittelwand mit 4,9mm und dann der Honig/Pollen. Jetzt müssen wir sehr oft kontrollieren wie die Bienen, die jetzt ja alle in 4,9mm Zellen geschlüpft sind, die 4,9mm Mittelwände ausbauen.
Hier sehen wir die möglichen Fehler.
Es ist auch möglich 4,9mm Mittelwände direkt ins Nest zu geben, wenn der Stock stark ist. Dabei sind Zeiten sehr starker Nektartracht zu vermeiden, weil hier die Tendenz herrscht, größere Zellen bauen zu wollen.
Bei der Mittelwandzugabe ist auf die Anordnung der Waben nach den Ypsilons zu achten.
Da müssen wir auf der Hut sein und sehr oft nachsehen wie sie diese Mittelwände ausbauen. Das ist eigentlich der wichtigste Vorgang am Anfang. Immer wieder kontrollieren wie sie die Mittelwände ausbauen und immer wieder neue ans Nest hängen, um zu sehen ob wir Glück haben und diese Bienen das wirkliche 4,9 bauen können.
Unser Kollege Benjamin aus Asturien hat nur durch dieses kontinuierliche Ausprobieren erreicht, dass seine Bienen das 4,9 gut bauten, ohne die Hilfe von ausgebauten 4,9mm Plastikwaben. Aber das ist einzigartig und für uns nicht möglich nachzuahmen.
Man muss laufend schlecht gebaute Waben ausmustern und durch neue 4,9mm Mittelwände ersetzen, bis wir ein kompaktes, gut gebautes Nest mit 4,9mm Waben erreichen. Dabei werden die Plastikwaben schrittweise zur Seite gehängt und ausgemustert.
Fünfter Schritt
Wenn nun die Zarge voll ist, fangen wir wieder von vorn an und machen einen Ableger mit der Königin.
Zu Beginn sollten wir ausschließlich mit Ablegern arbeiten, bis 80% aus eigener Kraft überleben können. Das bedeutet, dass wir warten bis ein Volk eine Zarge gut füllt und dann anstatt eine 2. Zarge aufzusetzen, einen Ableger mit der Königin machen. Wir nehmen dazu 3 oder 4 Waben verdeckelte Brut, die Königin, Honig und Pollen, geben das alles in eine andere Zarge oder Ablegerkasten und stellen sie am selben Stand auf, nur mit dem Flugloch in eine andere Richtung orientiert. Dh dass sich bei dem Muttervolk eine Brutpause einstellt, weil sie sich eine neue Königin ziehen müssen und beim Ableger ebenso, da ja alle Flugbienen zum Muttervolk zurückkehren. Damit haben wir bei beiden einen Vorteil in Bezug auf die Varroavermehrung geschaffen. Wenn das alles sehr stark, mit viel Bienen, viel verdeckelter Brut und viel Futter gemacht wird, können wir denselben Vorgang in Kürze wiederholen. So sind wir in der Lage, schnell einen schönen Bestand an kleinzelligen Völkern aufzubauen.
Das Muttervolk wird inzwischen längst eine neue Königin gezogen haben und wir können wieder einen Ableger mit der Königin auf Plastikwaben machen, wie im dritten Schritt beschrieben wurde.
So bekommen wir in kurzer Zeit eine schöne Anzahl von kleinzelligen Stöcken. Wir müssen dabei lernen, wie die Bienen sich gegen die Varroa verteidigen, die Anzeichen von Krisen erkennen lernen und nicht eher mit großen Stöcken arbeiten, als bis wir sicher geworden sind im Umgang mit Bienen, die sich von alleine gegen die Krankheiten wehren, ohne den Einsatz von Krücken, wie da sind die Chemie, die organischen Säuren und essenzielle Öle.
Wenn wir dabei zu viele Stöcke produzieren, können wir diese an interessierte Kollegen abgeben, von denen es bestimmt etliche geben wird.

Online Stockkarte für behandlungsfreie Bienenhaltung

#2725

von bee » Fr Jul 31, 2020 7:19 pm

Da ja nun einige Imker dieses Jahr mit der Umstellung auf das System der kleinzelligen Bienen beginnen, ist es sehr wichtig sie gut anzuleiten. Um das aber machen zu können muss derjenige, der zu Rat gezogen wird, möglichst viele relevante Daten der einzelnen Stöcke haben. Und das vor allem von Anfang an, um beim Auftauchen von Problemen die Entwicklung der Problematik nachvollziehen zu können.
Dazu benötigen wir eine Art Stockkarte, wo aber vor allem die speziell wichtigen Daten in Bezug auf die kleinzelligen Bienen aufgelistet sind. Ich persönlich notiere alles in einem Laptop, ein Toughbook, das immer dabei ist. Dazu haben wir die optimale Software, ein Excel Programm (Dank an Felix), welches speziell für unsere Bedürfnisse programmiert wurde.
Nun wie machen wir das aber wenn derjenige, der Hilfestellung geben will, weit weg ist?
Da wurde die Idee einer Online Stockkarte geboren, die über das Internet von überall aus erreichbar ist. Und in unserem Arbeitskreis gibt es einen speziellen Praktikerbereich, in dem online Hilfestellungen gegeben werden können. Das läuft nun schon ein paar Jahre und klappt wunderbar.
Ohne dieses Werkzeug ist es praktisch unmöglich richtige Diagnosen zu stellen und richtig zu reagieren in Problemfällen. Wie funktioniert die online Stockkarte?
Online Stockkarte – Erklärung
Wir möchten nun aber auch KLEINZELLENIMKER außerhalb des Arbeitskreises ermöglichen mit unserem neu programmierten Excel VBA STOCKKARTENSYSTEM zu arbeiten.
Näheres erfahren Sie hier:
   Exklusiv von ResistantBees – Excel Programm – online Stockkarte
neues update von Felix (29.9.2107):
hallo liebe Bienenfreunde,
hier möchten wir Ihnen eine neue Version V8-4 unseres Stockkartensystems präsentieren. Es wurde einiges daran gearbeitet seit der Veröffentlichung der V7, die ja schon längere Zeit zum Herunterladen bereitgestellt wurde. Das Highlight stellt in der V8-4 jetzt sicher die neue graphische Standortverwaltung, sowie die ToDo-Liste dar. Nehmen Sie sich doch jetzt außerhalb der Bienensaison diese 20min Zeit und schauen Sie sich das Kurzvideo an:
 
Viel schreiben wollen wir jetzt hier nicht. Wir haben für die V8-4 einige Tutorial Videos gedreht, und auch ein Video, in dem wir Ihnen das Stockkartensystem ganz kurz und bündig in 20 min näher bringen möchten:
https://www.youtube.com/channel/UC66QaV5Jo4ddHhxVubQAn-Q/videos
Weitere Informationen hier auf der Stockkartenwebsite. http://stockkarte.resistantbees.com/
neues update von Felix (Oktober 2016):
Hallo liebe Bienenfreunde Bild ,
in der letzten Zeit haben wir unser Stockkartensystem nochmal etwas verfeinert/verbessert und eine Version V7 zusammengestellt Bild .
Die Neuerungen und Verbesserungen haben wir in diesem Video und auch in der Bedienungsanleitung erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=A_jIQx6JIY8
Auch den Erwerb des Stockkartensystems haben wir geändert. Bisher war es ja so das man bei Interessenbekundung ein Testversion mit einer begrenzten Laufzeit erhalten hat. Nach Ablauf dieser Laufzeit konnte man das Stockkartensystem dann für 50€ käuflich erwerben was ich nicht als zu hohen Betrag für den Aufwand den wir dafür getrieben haben sehe.
Wir haben das System nun eine komplette Bienensaison erfolgreich im Einsatz gehabt und getestet. Ich bin nun der Meinung das sich das System mehr verbreiten soll und möchte da die Kaufhemmschwelle die da einige bzgl. den 50€ hatten ausschalten.
Wir bieten das Stockkartensystem nun kostenlos zum herunterladen (Download) an.
Ich hoffe damit ResistantBees und in ersterlinie natürlich den Bienen helfen zu können Bild .
Ich halte nämlich nichts von „Geheimniskrämerei“, sondern bin für die Offenlegung von angesammeltem Wissen. Je mehr diesem Beispiel folgen, desto eher kommen wir gemeinsam weiter, um die großen Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können Bild .
Wenn ihr mit dem Stockkartensystem gearbeitet habt und es für gut befindet, so das ihr es als Werkzeug bei der Arbeit mit den Bienen einsetzen könnt, so habe ich für die diejenigen Menschen die dafür einen kleinen Obolus abgeben möchten, auf der Stockkartenseite beim herunterladeneinen Spendenknopf eingerichtet, mit dem ihr eine Spende als Entschädigung für die Entwicklung dieses Systems abgeben könnt.
Ich bedanke mich schon im Voraus dafür, und versichere das Geld Sinnvoll in die Arbeit der kleinzelligen Bienen zu Investieren.
Weitere Infos findet ihr und auf folgender dafür eingerichteter Website:
http://stockkarte.resistantbees.com/
LG
Felix

Anleitung zum züchten Varroa resistenter Bienen

#2724

von bee » Di Jul 28, 2020 7:29 pm

Bild
auf dem Bild von links: Erik Österlund (Schweden), ein Freund, Ed Lusby (Arizona USA), Hans-Otto Johnsen (Norwegen) am bee rock USA
Bild  deutsche Übersetzung der Studie von Erik Österlund über Varroa resistente Bienen (übersetzt von Sibylle und Wolfgang, vielen Dank)
Jetzt möchte ich euch eine sehr interessante und für uns überaus nützliche Studie über kranheitsresistente Bienen näherbringen. Wie schon erwähnt ist Erik, aus Schweden, einer von uns der am meisten Erfahrung hat im Umgang mit kleinzelligen Bienen. Der linke ist Erik Österlund , der neben ihm ein mir unbekannter Texaner?!, dann Ed Lusby, der Begründer unseres Systems und Hans-Otto Johnson, Norwegen, mit 600 kleinzelligen Bienenstöcken.
Erik kam nun auf eine geniale Idee in den 90er Jahren. Damals gab es weltweit schon einige Imker, die es geschafft hatten, resistente Bienen zu züchten. Er schrieb nun diesen Kollegen seine Erfahrung, mit der Bitte ihm auch ihre Erfahrungen zu schildern. Die zugrunde liegende Idee war folgende: Wenn die alle es geschafft hatten, oder teilweise geschafft hatten, Bienen zu züchten die sich von selbst gegen die Krankheiten wehrten, so muß in allen diesen Formen der Haltung etwas Wahres sein. Und damals war des Internet noch nicht so verbreitet wie heute und diese Imker hatten kaum Kontakt zueinander – folglich hatte das ein Jeder auf seine Art erreicht. Erik sagte sich also – wenn wir aus all den verschiedenen Erfahrungen eine Zusammenfassung machen, müßten wir sehr nützliche Richtlinien zusammenstellen können, wie ein Jeder kranheitsresistente Bienen erhalten kann. Und diese Zusammnefassung gibt’s seit dem Jahr 2004 – und wer kennts? fast keiner. Irgendwie scheint es mir, daß sie es nicht wissen wollen.
Hier kann man die Studie lesen – aber sie ist in englisch,  hier auf deutsch und auf spanisch.
Zusammenfassung der Erfahrungen der erfolgreichsten Imker im Umgang mit Varroa resistenten Bienen.
Verfasst von Erik Österlund – übersetzt von Wolfgang K. (vielen herzlichen Dank)
Bild
 
Einführende Studie zur Züchtung Varroa resistenter Bienen
Abschlussbericht 2004 von Tore Forsman, Per Ideström und Erik Österlund vom Schwedischen Imkerverband
Inhalt
  1. Einführung in den vorläufigen Bericht
  2. Einführung in den Abschlussbericht
  3. Konzept Honigbienen Apis Mellifera zu züchten, welche keine Behandlung gegen die Milbe Varroa Destructor benötigen
    • Das Ziel
    • Methoden
    • Einige Grundlagen
    • Wabengrösse
    • Mikrofauna und Milbenbekämpfungsmittelrückstände im Wachs
    • Verwendete Methoden zur Milbenkontrolle
    • Verwendete Zuchtmethoden
    • Beschreibung von Bienenstöcken mit überdurchschnittlicher Resistenz
    • Grundlegende Umweltaspekte
    • Zusammenfassung der verwendeten Methoden
    • Reinrassige Bienen
    • Hybridbienen
    • Empfohlene Methoden
    • Ein einfaches Rezept
    • „Angekommen“ (am Ziel)
    • Schlussfolgerung
  •  Anmerkungen zum vorläufigen Bericht
  • Einige Themen aus den Kommentaren
  • Liste der Dokumente im vorläufigen Bericht
 
1) Einführung in den vorläufigen Bericht
Das Ziel dieser Studie ist es, ein Konzept zu präsentieren, wie man Bienen bekommt, die man ohne Verwendung von Chemikalien gegen die Varroa Milbe halten kann. Dieses Konzept wird nicht als „die Wahrheit“ vorgestellt. Es wird als ein mögliches Konzept vorgestellt, welches von Wissenschaftlern und Imkern getestet werden kann, und entweder bestätigt oder widerlegt wird.
 Als Grundlage haben wir Dokumentationen verwendet, die Erfolge in diesem Gebiet geltend machen. Wir behandeln diese Dokumentationen als ob sie die Wahrheit wiedergeben würden. Wir können nicht wirklich herausfinden, ob sie die Wahrheit wiedergeben.
Jene, welche das von uns vorgestellte Konzept als nützlich erachten, helfen uns hoffentlich Teile oder auch die ganze Dokumentation zu bestätigen oder zu widerlegen.
 Vieles in dieser Dokumentation ist nicht streng wissenschaftlich, so wie solch eine Veröffentlichung heutzutage präsentiert wird. Es ist eher eine Dokumentation bestehend aus Einzelberichten und Anhaltspunkten. Da es aber so wenige wissenschaftliche Tests gibt die sich ernsthaft mit dieser Materie befassen, müssen wir auch solche Einzelberichte berücksichtigen um das Gebiet umfassend abzudecken. Zumal solche Einzelberichte gar nicht so unnütz sind um eine Grundlage für Schlussfolgerungen zu bilden. Schlussfolgerungen werden im Hinblick auf, wie diese Dokumentation eine Hypothese bzw. eine Theorie bestätigt oder widerlegt, gezogen. Diese Schlussfolgerungen werden gezogen um weitere Nachforschungen in dieser Angelegenheit zu ermöglichen. Die Dokumentation wird vielleicht auch Ideen für weitere Überprüfungen oder Anpassungen der Hypothese oder Theorie geben. Zudem ist die Grenze zwischen den Einzelberichten und Tests welche als wissenschaftlich gelten, fliessend. Natürlich ergibt ein streng wissenschaftlicher Test eine bessere Grundlage für eine bessere Schlussfolgerung.
 Dass Einzelberichte, welche einen grossen Bereich abdecken, eine gute Grundlage für brauchbare Schlussfolgerungen bieten, beweist die Tatsache, dass kein einziger streng wissenschaftlicher Test vorliegt, der die Schlussfolgerung ergibt, dass afrikanisierte Bienen widerstandsfähiger gegen die Varroa Milbe (oder die Varroa Milben) sind. Jedoch stimmen alle Beteiligten zu, dass es so ist. Der Grund ist die überwältigende Präsentation von überlebenden und gedeihenden Bienenstöcken über die Jahre hinweg. Dennoch scheint es dass diese Schlussfolgerung nicht für jeden einzelnen Bienenstock aus der Gruppe die man als die „Afrikanisierten“ bezeichnen würde, gilt. Das ist nicht verwunderlich, da es in jedem Bienenbestand Unterschiede gibt.
Dies ist natürlich auch der Fall wenn es um andere Bienenarten geht, welche als höher varroaresistent als die durchschnittliche Apis Mellifera von heutzutage bezeichnet werden. Wenn diese Schilderungen wahr sind, was wir in dieser Studie als selbstverständlich erachten, werden Andere (Imker, Wissenschaftler) unter anderen Rahmenbedingungen ähnliche Erfahrungen machen. Die Realität wird dies hoffentlich bestätigen oder widerlegen.
 Falls all diese Einzelberichte die Wahrheit wiedergeben, müssen sie übereinstimmen. Dies bedeutet, dass falls Teile in ihnen einander zu widersprechen scheinen, es eine Möglichkeit geben muss sie so zu interpretieren oder so zu verstehen, dass sie dennoch übereinstimmen. Es könnte bedeuten, dass wir ein wichtiges Teil im Verständnis dieses Themas übersehen haben. Falls es andererseits unmöglich scheint, alle Beiträge zur Übereinstimmung zu bringen, kann dies bedeuten dass Teile von einem oder mehreren Beiträgen, ja sogar ganze Beiträge nicht wahr sind. Falls dies der Fall ist, muß irgendwer kleinere oder grössere Lügen schreiben. Dies halten wir allerdings für unwahrscheinlich da unter anderem diese Beiträge in vielen Bereichen offensichtlich übereinstimmen. Zudem haben wir viele der Menschen hinter diesen Beiträgen kennengelernt und halten es für unwahrscheinlich, dass sie uns Lügen aufgetischt haben.
 Wir sind davon überzeugt dass die Berichte, welche uns als Grundlagen vorgestellt wurden, in allen wichtigen Details übereinstimmen. Das ergibt interessante Schlussfolgerungen, warum manche mehr Probleme mit einem bestimmten Konzept haben als andere. Es ist uns bewusst, dass es möglicherweise Rahmenbedingungen gibt welche wir zu wenig betont oder sogar übersehen haben. Wir hoffen dass andere diese, von uns übersehenen Lücken füllen können.
 Schlussendlich wird die Realität (Praxis) uns zeigen, ob das hier vorgestellte Konzept irgendwelche positiven Ergebnisse für die Imker und die Bienen selbst bringt. Auf jeden Fall ist das genau der Zweck dieser Studie.
Tore Forstmann, Per Ideström und Erik Österlund
 weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3094

neues Konzept zum umstellen der Bienen auf kleine Zellen

#2723

von bee » So Jul 26, 2020 8:24 pm

neues Konzept zum umstellen auf kleine Zellen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis
Es wurde nun ein neuer Plan geboren, wie wir vorgehen können, um dem Anfänger und auch dem Profi es zu ermöglichen erfolgreich mit kleinzelligen Bienen arbeiten zu können, ohne die Notwendigkeit von Behandlungen gegen Varroa etc.
Erik Österlund versicherte uns seine Mitarbeit in Bezug auf orientierender Hilfestellungen. Ich werde ihm alle unsere Projekte zukommen lassen, im Verlauf des Entstehens, damit er seine Erfahrungen mit einbringen kann.
Die größte Problematik scheint die Existenz einer sehr großen Dichte von großzelligen Stöcken im deutsch/österreichisch/schweizerischem Raum zu sein.
Christian berichtete dass die Migration von Varroamilben bei kleinzelligen Stöcken sehr gering ist, jedoch bei der Anwesenheit von großzelligen ist sie augenscheinlich sehr hoch.
Dies kann all unsere Anstrengungen ohne Behandlungen auszukommen äußerst erschweren, erstens durch die Anwesenheit von vielen großzelligen Bienen in unseren kleinzelligen Stöcken und natürlch vor allem durch die Migration von Milben.
Wie kommen wir zu dieser Migration, das heisst wie kommen die Milben der Nachbarn, die großzellige Bienen haben, in unsere Stöcke?
Da sich ja unsere kleinzelligen Bienen gegen die Milben aktiv zur Wehr setzen durch das hygienische Verhalten und sich die Varroen vor allem auf die Drohnenbrut bei den kleinzelligen Bienen konzentrieren, haben wir von Haus aus weniger Infektion in unseren Stöcken als in den großzelligen.
Das verbessert sich laufend wenn wir uns an die Richtlinien halten.
Dadurch dass sich die Bienen aber innerhalb nahliegender Stöcke austauschen, sogar bei größeren Entfernungen, werden wir laufend mit einer Wiederinfizierung von fremden großzelligen Stöcken zu rechnen haben, denn dort geht die Vermehrung der Milben viel flotter voran.
Dazu kommt das Problem der Varroaschwärmchen, die aus zusammenbrechenden Völkern ausziehen und mit relativ wenigen Bienen viele Varroen mit sich tragen und sich in andere Völker einbetteln können.
Und vor allem natürlich die Problematik der Räuberei. Nicht nur die massive Räuberei, sondern auch die stetige Räuberei.
Die Bienen räubern konstant wenn sie können. Eine richtige massive Räuberei sieht jeder, aber eine stetige sieht man nicht so einfach. Wenn da großzellige Stöcke im Umkreis von 3km stehen, dann ist es sehr wahrscheinlich daß auch unsere kleinzelligen Bienen, auch wenn sie genügend Futter haben, in die anderen Stöcke rein gehen. Das kommt vor allem bei bei Trachtlosigkeit. Warum sie das machen ist ein anderes Thema, wozu ich meine besonderen Erklärungen habe, aber daß sie es machen steht außer Frage.
Den Beweis haben wir hier.
Das führt dazu dass unsere kleinzelligen Stöcke mehr gefordert sind und mehr Milben ausputzen müssen. Doch beim ausputzen müssen sie meist ihre eigen Brut ausfressen um an die in den verdeckelten Brutzellen versteckten Varroen zu gelangen. Damit schwächen sie sich und es ist klar –
Je stärker die Reinvasion desto geringer die Überlebenschancen.
Aus diesem Grund schlagen wir natürlich vor Stände zu suchen, die möglichst weit weg sind von anderen Bienen. Doch das ist oft sehr schwierig zu finden.
Nun kommt noch eine Problematik hinzu, die sowohl auf den Profi als auch auf den Anfänger zutrifft.
Und das ist die Tatsache dass niemand es bisher gelernt hat mit Bienen umzugehen, die sich aus eigener Kraft, ohne die Hilfe von Behandlungen, gegen die Milben zu wehren.
Das heisst wir müssen das Verhalten dieser Bienen studieren, um frühmöglichst Anzeichen von Krisen erkennen zu können, um dann rettend eingreifen zu können. Das hygienische Verhalten tritt immer auf, doch meist zu spät und die Bienen müssen erst lernen sich frühzeitig gegen die Varroen zur Wehr zu setzen. Erik geht von 5 Jahren aus und ich denke dass wir dies durch die Arbeit mit Ablegern ziemlich verkürzen können.
Nun ist es ziemlich aussichtslos an Plätzen mit hoher Bienendichte mit kleinen Zellen anzufangen.
Somit müssen wir in Zonen mit geringer Dichte ausweichen.
Und wo gibt es weniger konventionelle Bienen?
An Stellen wo es wenig Tracht gibt.
Wir mussten das auch machen zu Beginn um größere Aussicht auf Erfolg zu haben.
Doch können die Bienen sich an solchen nicht trachtlosen, doch trachtbeschränkten Plätzen, entwickeln?
Schwierig, doch die Problematik der Wiederinfizierung hält sich in Grenzen.
Und wie können wir dieses Manko ausgleichen?
Indem wir einfach gleichzeitig mit konventionellen Bienenstöcken arbeiten und die haben wir an Ständen mit guter Tracht. Somit können wir auf diese Stöcke zurückgreifen wenn wir Honig für unsere kleinzelligen Stöcke brauchen und auch wenn wir Bienenmaterial benötigen.
Die kleinzelligen können uns gut gebaute Waben im 4,9mm Maß liefern, die an den Plätzen wo wenig Tracht ist viel besser diese Waben ausbauen werden. Mit diesen Waben und den großzelligen Bienen machen wir Ableger und können somit den Bestand an kleinzelligen erweitern.
Aber wie führen wir die großzelligen Bienenstöcke?
Da ja fast alle die 5,1mm Mittelwände ausbauen können, denn der wahre Knickpunkt ist der Schritt von 5,1 zu 4,9, werden wir unsere großzelligen auf 5,1mm führen, was schon mal ein guter Schritt ist.
Dann behandeln wir alle 2 bis 3 Wochen mit Puderzucker und können somit die Varroen auf gleichem level halten. Durch den Fall der Milben bei den Puderzuckerbehandlungen sind wir immer auf dem laufenden ob wir eine größere Wiederinfizierung von aussen haben.
Tatsache ist einfach dass wir dadurch viel mehr Luft haben und uns darauf konzentrieren können von den kleinzelligen Bienen zu lernen wie sie sich verhalten. Dabei ist es unverzichtlich das System der Ableger bei den kleinzelligen zu beherzigen.
Die großzelligen führen wir weiter, so wie wir es immer schon gemacht haben, im Notfall auch mit Thymolbehandlung. Auf Oxalsäure und Chemie würde ich aus jeden Fall verzichten, denn das sind Zeitbomben.
Aber wo sind diese Stände mit wenig Tracht, denn wo wenig Tracht – wenig Imker.
Wir diskutierten und fanden die Möglichkeiten von Waldgegenden mit Lichtungen wo es zB Brombeeren etc gibt. Da seid ihr gefordert Lösungen zu finden. Es gibt sie, eventuell etwas weiter weg, aber dort werdet ihr erfolgreich eure kleinzelligen Erfahrungen machen können.
Wie geht’s aber später weiter?
Die Idee ist dass wir mehr Imker im Umkreis finden die mit einsteigen und im Laufe der Zeit werden wir Zonen finden, wo kaum mehr großzellige Bienen sein werden. Die Krise schreitet schnell voran und mir wurde schon von fast bienenfreien Zonen berichtet, weil die Stöcke einfach schon alle zusammenbrachen.
Wir müssen uns auch darauf konzentrieren effektiv zusammen zu arbeiten und Aufgaben zu verteilen.
So kann ein Imker der geeignete Standorte hat dort ausgewählt Königinnen begatten und sie den Kollegen liefern, die an genetisch aussichtslos verseuchten Gebieten imkern. Im Gegenzug können diese ausgebaute kleinzellige Waben erhalten etc etc. So machen wir das hier auch.
Wie geht also der Anfänger vor?
Da der Neuling erst mal den Umgang mit den Bienen zu erlernen hat, sollte er mit ganz normalen Bienenstöcken anfangen. Dabei kann er auf die Hilfe von konventionellen Imkern zurückgreifen, denn wenn man unser System erwähnt stößt man meistens auf Ablehnung. Mittelwände werden mit 5,1mm Zellgröße verwendet aus rückstandsfreiem Wachs. Seine Stöcke behandelt er mit Puderzucker alle 2 bis 3 Wochen und hält somit die Varroen auf dem selben Stand. Diese Stöcke können überall stehen, egal ob andere in der Nähe sind, nur sollte gute Tracht herrschen. Gleichzeitig kann er sich dann an die kleinen Zellen wagen, aber an einem entfernten Stand, der möglichst weit weg ist von großzelligen Bienen. 3 Kilometer wäre nicht schlecht. Und hier im Forum werden wir ihn unterstützen.
Und nicht vergessen am Anfang nur mit Ablegern arbeiten – keine großen Stöcke.
Wie geht der Fortgeschrittene vor?
Der Imker der schon allerlei Erfahrung hat mit seinen Bienen, sollte seine Stöcke genauso weiterführen wie gewohnt – zunächst. Nur kann er schrittweise auf 5,1mm Zellmaß umstellen und Behandlungen mit weniger schädlichen Methoden durchführen. Er kennt die guten Trachtplätze und den erfolgreichen Umgang mit seinen Bienen.
Nun sucht er sich einen entfernten Stand und beginnt dort mit den kleinen Zellen. Da er schon geübt ist, ist das arbeiten mit Ablegern ein Kinderspiel. Nun sollte er versuchen mehrere Stände anzulegen, die nicht sehr weit voneinander entfernt sein müssen – 100m ist schon gut. Das arbeiten mit den Ablegern wird so lange fortgesetzt bis wir sehen dass 80% von alleine überleben. Dann können wir uns an große Stöcke wagen.
Wie schon gesagt werden die kleinzelligen Stöcke an trachtarmen Plätzen viel einfacher die 4,9mm Mittelwände ausbauen und hier können wir regelrecht eine Wabenfabrik aufmachen. Die Ableger produzieren ausgebaute Waben, mit denen wir dann die großzelligen Bienen nach und nach umstellen können.
Hier erlernt er den Umgang mit Bienen die sich von alleine gegen die Krankheiten wehren und erkennt die Anzeichen von Problemen.
Die großzelligen Völker liefern unbelasteten Honig der den kleinzelligen gegeben werden kann dass sie an den nicht so guten Ständen gut gedeihen können.
Und was macht der Profi?
Er lebt ja von seinen Bienen und deshalb muss er mehr denn ja so weiter machen wie bis jetzt.
Eigentlich alles dasselbe wie beim Fortgeschrittenen, nur wird das bei ihm viel flotter ablaufen.
Er ist durch sein Können und die Erfahrung viel schneller imstande den Aufbau von einigen separaten
Bienenständen aufzubauen, die möglichst weit weg sind von anderen großzelligen Stöcken. Auch verfügt er über genügend Futter um die Ableger zu versorgen. Auch kann er viel einfacher Zuchtauswahl und Königinnenzucht betreiben, denn das macht er ja eh schon.
Das Wichtigste aber ist: Auf keinen Fall einen Großteil seiner Völker sofort umstellen, das muss Schritt für Schritt gehen, denn vor allem ER muss ja das neue Management erlernen mit Bienen ohne Behandlung umzugehen. Auf keinen Fall sollte er sofort mit großen Stöcken beginnen, sondern auch mit Ablegern arbeiten, bis er bei den Bienen sehen kann dass sie sich erfolgreich verteidigen, ohne Behandlungen.
Auf das wandern sollte man unbedingt verzichten bei den kleinzelligen Stöcken.
Auf jeden Fall sollten wir uns unbedingt bei den kleinzelligen Völkern auf die Erfahrungen der Imker , stützen, die am meisten wissen über Resistenzzucht. Das ist in der Studie von Erik zusammengefasst und dort wird genau erklärt wie man vorgehen soll.
Und hier noch eine Zusammenfassung einiger Tips.
Das sind jetzt mal die Grundgedanken – die Feinheiten müssen wir hier ausdiskutieren, am besten dann in drei verschiedenen Foren – Anfänger – Fortgeschrittene – Profis.

Wie bekomme ich meine Bienen dazu dass sie kleine Zellen bauen?

#2722

von bee » Fr Jul 24, 2020 7:54 pm

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Für Dee war das nicht so einfach, wie ich schon beschrieben habe und für uns auch nicht. Heute ist das viel einfacher zu lösen.
Wenn man großzelligen Bienen einfach 4,9mm Mittelwände gibt, werden die das nicht bauen können.
Dann kommt sowas raus:
 
Im Prinzip ist es so, daß eine Biene, die in einer kleinen Zelle schlüpft, sehr wahrscheinlich dieselbe Größe auch bauen kann.
Wir gingen also Schritt für Schritt vor. Zuerst von 5,4 nach 5,1, was fast gar kein Problem und dann von 5,1 auf 4,9. Das war ein komplettes Chaos zu Beginn. Nur einer von hundert machte das auf Anhieb.
Man muß auch folgendes beobachten:
Die Bienen bauen normalerweise im Naturbau verschiedene Maße. Groß für Honig und sehr klein im Brutnest. Das ist ein weiterer berechtigter Kritikpunkt unserer Arbeit, da wir die Bienen auch dazu zwingen, nur ein Maß anzunehmen. Aber das ist zu Beginn notwendig, um den Krankheiten Herr zu werden. Unter 4,9mm haben wir da keine Probleme mehr. 100 Jahre auf großen Zellen ist zu viel Zeit und die Bienen müssen erst mal wieder lernen klein zu bauen und sich von selbst gegen die Krankheiten zu wehren. Dazu brauchen wir zu Beginn notwendigerweise das Maß von 4,9 – später kann man sie dann frei bauen lassen.Das hab ich schon weiter vorn erwähnt.
Ein weiteres Problem ist, daß die Bienen bei starker Tracht, sehr schwierig kleine Zellen ausbauen.
Hatte zu Beginn 100 Ableger die sehr gut die 4,9 bauten. Dann ging der Frühling los und plötzlich konnte keiner mehr dieses Maß bauen. Ich war natürlich in heller Aufregung, hatte noch kaum Erfahrung, und kontaktiert sofort Dee in Arizona. Die fragte nur: Was hast du für eine Blüte gerade? Mandelblüte entgegnete ich. Sie meinte, warte eine Woche und schau wieder nach. Und sie hatte Recht, nach der Mandelblüte war wieder alles beim alten. Pufffffffff.
Also darauf achten, daß die Phase des Wabenbaus möglichst nicht mit zu starker Tracht zusammen fällt.
Des weiteren bauen die Bienen die kleinen Zellen besser an den Mittelwänden, die nahe der Brut sind.
Also geben wir oft, wenn die Stöcke sehr gut am wachsen sind, Mittelwände direkt an die Brut, wo sie innerhalb eines Tages ausgebaut und bestiftet werden.
Es ist also so. Wenn ich einem von euch, der beginnen will mit seinen großzelligen Bienen, 5 ausgebaute 4,9mm Waben gebe und er seine Bienen mit Königin darauf abfegt, hat er schon alles erreicht.. Die Königin hat ein  flexibles  Abdomen und kann in die kleinen Zellen ihre Eier legen. Nach 6 Wochen haben wir nur noch Bienen, die in kleinen Zellen geboren wurden. Und meist machen sie sogleich eine Umweiselzelle und die Königin ist dann auch schon kleiner. So einfach.
Aber wir haben keine ausgebauten Waben.
So kam nun wieder ein Kollege aus USA drauf, Waben aus Plastik zu bauen. Igitigit Plastik!!
Plastik im Bienenstock ist doch was wir gar nicht wollen. ABER wir können uns wirklich jahrelanges Kämpfen ersparen und schaffen es in ein paar Monaten. Die Plastikwaben werden dann bald wieder heraus genommen und können für den nächsten Umbau verwendet werden. Wenn ich diese Waben vor 10 Jahren schon gehabt hätte, hätte ich mir bestimmt 2 Jahre harter Arbeit erspart, keine Völker und kein Geld verloren durch den Ausfall von sehr vielen Stöcken.
Wir sagten ja dass es im Prinzip ist es so, daß eine Biene, die in einer kleinen Zelle schlüpft, sehr wahrscheinlich dieselbe Größe auch bauen kann. Die Plastikwaben haben nun genau das Zellenmaß 4,9mm. Jedoch sind die Wandstärken viel größer als bei Wachswaben. Somit erreichen wir nicht die Dichte die wir mit 4,9mm Wachswaben haben und auch der Abstand der Waben ist weit größer als 33mm. Das ist aber uninteressant weil wir diese Plastikwaben nur dafür verwenden die Bienen in einer relativ kurzen Zeit an die kleinen Zellen zu gewöhnen. So schnell wie möglich werden die Plastikwaben durch 4,9mm Mittelwände ersetzt, wie ihr unten sehen könnt.
Wir haben dann diese Plastikwaben, die HSC heißen, und die der Besitzer in China fertigen ließ, hier für Kollegen eingeführt. Ein weiteres Abenteuer kann ich euch sagen. Ich hab dann eine Probe gemacht mit 3 Stöcken und hab es aufgezeichnet wie man vorgeht.
Anleitung:
http://resistantbees.es/?p=3189

Re: Diskussionsforum für alle

#2721

von bee » Di Jul 21, 2020 8:22 pm

Belem hat geschrieben: .....dass die Entscheidung Ende der 1970er-Jahre, die Varroamilbe mit chemischen Mitteln zu bekämpfen, falsch gewesen sei. Ohne diese massive Bekämpfung, zeigt er sich überzeugt, hätten die Bienenvölker heute längst Toleranz- oder Resistenzmechanismen entwickelt. "
das ist vollkommen richtig und wenn man aufgehört hätte AUSSCHLIESSLICH nach Ertragskriterien Bienen zu halten wäre das noch schneller gegangen und wenn man sie auf kleinere Zellen, so wie sie früher waren, zurückgeführt hätte wäre es noch um einiges schneller gegangen!!!  Aber jetzt sind wir in einer sehr schlechten Situation mit den Bienen angelangt. Und die Schuld liegt zu 100% bei den Imkern!
:doll:

Re: Diskussionsforum für alle

#2720

von Belem » Di Jul 21, 2020 8:06 pm

Aus "Imkern mit der Einraumbeute" von Wirz und Poeplau S. 110: "Wolfgang Ritter, der frühere Leiter der Bienenkunde am Thierhygienischen Institut in Freiburg im Breisgau, meint selbstkritisch, dass die Entscheidung Ende der 1970er-Jahre, die Varroamilbe mit chemischen Mitteln zu bekämpfen, falsch gewesen sei. Ohne diese massive Bekämpfung, zeigt er sich überzeugt, hätten die Bienenvölker heute längst Toleranz- oder Resistenzmechanismen entwickelt. "

Verhaltensveränderung der Varroamilben – phoretische Varroen

#2719

von bee » Di Jul 21, 2020 3:49 pm

ein Artikel von Erik Österlund der Bezug auf diesen Beitrag hier nimmt:
das Behandeln der Bienen gegen die Varroen führt zu einer erhöhten Reproduktionsrate der Milben (Treatment select for increased reproduction rate):
http://www.elgon.es/diary/?p=799


Bild


Hier war ein Imkertreff wo 2 Profiimker vom Festlandspanien auch über das Varroaproblem Vorträge hielten.
Da berichtete der eine daß sich die Verhaltensweisen der Varroen in den letzten 30 Jahren entschieden verändert haben.
– Früher waren die phoretischen Varroen häufig auf dem Rücken der Bienen zu finden und jetzt bevorzugen sie die Brust der Bienen.
Somit können viele Varroen auf den Bienen sein und man sieht sie nicht so einfach.
– Und das noch wichtigere ist daß früher ca 2/3 der Varroen sich in den Brutzellen aufhielten und ein drittel auf den Bienen phoretisch waren. Das hat sich auch schrittweise verändert und jetzt sollen es 85% in der Brut sein und nur 15% auf den Bienen.
Das ist ungeheur wichtig auch für uns.
Bei der Puderzuckerbehandlung sind wir von dem Drittel ausgegangen die auf den Bienen sind und jetzt sollen es weniger als die Hälfte davon sein. Dann kann das nicht mehr so funktionieren.
Fazit:
Oxalsäure und Chemiebehandlung der Bienenstöcke bei vorhandener Brut wird immer erfolgloser.
Einzige Lösung ist, dass sich die Bienen aus eigener Kraft wehren.

 
Quelle:
Manuel Izquierdo, Profiimker, Biologe an der Uni Sevilla, internationaler Repräsentant der Vereinigung COAG (Koordinator der Organisationen der Landwirte und Viehzüchter)

Online Stockkarte für behandlungsfreie Bienenhaltung

#2718

von bee » Mo Jul 20, 2020 7:45 pm

Das schrieben wir bereits vor ein paar Jahren:

Da ja nun einige Imker dieses Jahr mit der Umstellung auf das System der kleinzelligen Bienen beginnen, ist es sehr wichtig sie gut anzuleiten. Um das aber machen zu können muss derjenige, der zu Rat gezogen wird, möglichst viele relevante Daten der einzelnen Stöcke haben. Und das vor allem von Anfang an, um beim Auftauchen von Problemen die Entwicklung der Problematik nachvollziehen zu können.
Dazu benötigen wir eine Art Stockkarte, wo aber vor allem die speziell wichtigen Daten in Bezug auf die kleinzelligen Bienen aufgelistet sind. Ich persönlich notiere alles in einem Laptop, ein Toughbook, das immer dabei ist. Dazu haben wir die optimale Software, ein Excel Programm (Dank an Felix), welches speziell für unsere Bedürfnisse programmiert wurde.
Nun wie machen wir das aber wenn derjenige, der Hilfestellung geben will, weit weg ist?
Da wurde die Idee einer Online Stockkarte geboren, die über das Internet von überall aus erreichbar ist. Und in unserem Arbeitskreis gibt es einen speziellen Praktikerbereich, in dem online Hilfestellungen gegeben werden können. Das läuft nun schon ein paar Jahre und klappt wunderbar.
Ohne dieses Werkzeug ist es praktisch unmöglich richtige Diagnosen zu stellen und richtig zu reagieren in Problemfällen. Wie funktioniert die online Stockkarte?
Online Stockkarte – Erklärung
Wir möchten nun aber auch KLEINZELLENIMKER außerhalb des Arbeitskreises ermöglichen mit unserem neu programmierten Excel VBA STOCKKARTENSYSTEM zu arbeiten.
Näheres erfahren Sie hier:
   Exklusiv von ResistantBees – Excel Programm – online Stockkarte
neues update von Felix (29.9.2107):
hallo liebe Bienenfreunde,
hier möchten wir Ihnen eine neue Version V8-4 unseres Stockkartensystems präsentieren. Es wurde einiges daran gearbeitet seit der Veröffentlichung der V7, die ja schon längere Zeit zum Herunterladen bereitgestellt wurde. Das Highlight stellt in der V8-4 jetzt sicher die neue graphische Standortverwaltung, sowie die ToDo-Liste dar. Nehmen Sie sich doch jetzt außerhalb der Bienensaison diese 20min Zeit und schauen Sie sich das Kurzvideo an:
 
Viel schreiben wollen wir jetzt hier nicht. Wir haben für die V8-4 einige Tutorial Videos gedreht, und auch ein Video, in dem wir Ihnen das Stockkartensystem ganz kurz und bündig in 20 min näher bringen möchten:
https://www.youtube.com/channel/UC66QaV5Jo4ddHhxVubQAn-Q/videos
Weitere Informationen hier auf der Stockkartenwebsite. http://stockkarte.resistantbees.com/
neues update von Felix (Oktober 2016):
Hallo liebe Bienenfreunde Bild ,
in der letzten Zeit haben wir unser Stockkartensystem nochmal etwas verfeinert/verbessert und eine Version V7 zusammengestellt Bild .
Die Neuerungen und Verbesserungen haben wir in diesem Video und auch in der Bedienungsanleitung erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=A_jIQx6JIY8
Auch den Erwerb des Stockkartensystems haben wir geändert. Bisher war es ja so das man bei Interessenbekundung ein Testversion mit einer begrenzten Laufzeit erhalten hat. Nach Ablauf dieser Laufzeit konnte man das Stockkartensystem dann für 50€ käuflich erwerben was ich nicht als zu hohen Betrag für den Aufwand den wir dafür getrieben haben sehe.
Wir haben das System nun eine komplette Bienensaison erfolgreich im Einsatz gehabt und getestet. Ich bin nun der Meinung das sich das System mehr verbreiten soll und möchte da die Kaufhemmschwelle die da einige bzgl. den 50€ hatten ausschalten.
Wir bieten das Stockkartensystem nun kostenlos zum herunterladen (Download) an.
Ich hoffe damit ResistantBees und in ersterlinie natürlich den Bienen helfen zu können Bild .
Ich halte nämlich nichts von „Geheimniskrämerei“, sondern bin für die Offenlegung von angesammeltem Wissen. Je mehr diesem Beispiel folgen, desto eher kommen wir gemeinsam weiter, um die großen Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können Bild .
Wenn ihr mit dem Stockkartensystem gearbeitet habt und es für gut befindet, so das ihr es als Werkzeug bei der Arbeit mit den Bienen einsetzen könnt, so habe ich für die diejenigen Menschen die dafür einen kleinen Obolus abgeben möchten, auf der Stockkartenseite beim herunterladeneinen Spendenknopf eingerichtet, mit dem ihr eine Spende als Entschädigung für die Entwicklung dieses Systems abgeben könnt.
Ich bedanke mich schon im Voraus dafür, und versichere das Geld Sinnvoll in die Arbeit der kleinzelligen Bienen zu Investieren.
Weitere Infos findet ihr und auf folgender dafür eingerichteter Website:
http://stockkarte.resistantbees.com/
LG
Felix

klarer Vorteil gegenüber den Varroen – verkürzte Brutdauer kleinzelliger Bienen

#2717

von bee » Fr Jul 17, 2020 7:43 pm

Um 24 Stunden verkürzte Brutdauer bei kleinzelligen Bienen
Es scheint, dass von 4,9mm nach unten die Bienen in ihr natürliches Gleichgewicht kommen. Bei 4,9mm und auf 32mm reduziertem Abstand zwischen den Waben, steigt die Temperatur im Nest, sodass wir einen Tag weniger Brutdauer bekommen. 20 statt 21 Tage, die Bienen laufen der Varroa davon. Das weiß natürlich die Milbe und geht im Sommer ausschließlich in die Drohnenbrut, weil sie sich in der Bienenbrut nicht vermehren kann. Die asiatische Biene cerana und die afrikanische, die keine Varroaprobleme haben, bauen kleine Zellen.
Beobachtungen von Michael Bush
Zeit bis zum Verdeckeln und verdeckelte Brutzeit und die Varroa
– 8 Stunden kürzere Zeit bis zum verdeckeln halbiert die Anzahl der Varroen die eine Brutzelle infizieren.
– 8 Stunden kürzere verdeckelte Zeit der Zellen halbiert die Anzahl der Varroanachkommen
Bushs Beobachtungen zum Verdeckeln und Schlupf bei 4,95mm Waben.
Ich habe bei kommerziell erhältlichen Carnicabienen und auch italienischen Bienen eine um 24h kürzere Zeit bis zum verdeckeln und eine um 24h kürzere verdeckelte Zeit der Brutzellen, beobachten können. Das war mit 4,95mm Zellengröße in einem Beobachtungsstock.
Bushs Beobachtung auf 4,95mm Zellengröße
– verdeckelt 8 Tage nach Eiablage – geschlüpft 19 Tage nach Eiablage

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