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Überlebensbienenvolk gefunden, 7 Jahre ohne Behandlung

#2766

Beitrag von bee »

Überlebensbienenvolk gefunden, 7 Jahre ohne Behandlung und die Wichtigkeit der Drohnen

http://resistantbees.es/?p=3533

Vor sieben Jahren bat mich ein Bio-Bauer auf unserer Insel um kleinzellige Mittelwände für einen Schwarm den er gefangen hatte. Er hatte nie vorher Bienen und weiß nichts über Bienen. So gab er diesen Schwarm in eine Zarge mit 4,9mm Mittelwänden und einige Zeit später gab er ein Absperrgitter oben drauf und eine zweite Zarge. Er behandelte diesen Bienenstock nie und hat auch nie den Brutraum geöffnet. Jedes Jahr entnahm er etwas Honig aus der oberen Zarge und das ist alles, was er in diesen sieben Jahren tat. Und dieser Stock lebt sichtlich gut. Nun fand er einen Schwarm an einem Baum hängen vor diesem Volk und er rief mich an, was er nun tun sollte. Ich erklärte ihm, dass dies etwas ganz besonderes sei, weil viele Bienenstöcke in der Gegend sterben, obwohl sie mit allen Arten von Chemikalien gegen Varroamilben behandelt werden und diesem Bienenvolk, auf kleinen Zellen, geht es sichtlich gut. So willigte er ein, daß ich den Schwarm mitnehme um ihn zu vermehren. Im Gegenzug gab ich ihm ein gutes Volk meiner kleinzelligen Bienen.

Als ich in den Schwarm abholte sah ich das ursprüngliche Überlebensvolk. Ich öffnete es nicht, weil er auch nie den Brutraum geöffnet hatte und ich wollte da natürlich nicht stören. Aber vor dem Bienenstock sah ich alles was ich sehen wollte. Auf dem Boden vor dem Stock war eine große Menge an ausgeräumter Drohnenbrut in allen Phasen. Einige mit deformierten Flügeln. Das beweist, daß dieser Stock die befallenen Drohnenbrutzellen ausräumt, gerade so wie wir es bei unseren kleinzelligen Überlebensvölker gesehen haben:
http://resistantbees.es/?p=3260

Bild
ausgeräumte Drohnenbrut vor dem Überlebensvolk.

Das zeigt erneut die Wichigkeit der richtigen und stetigen Anzahl von Drohnen in den kleinzelligen Völkern. Sie sind die wahren Helden und schützen die Bienenbrut vor Infektionen.


liebe Grüße
bee

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Falsche 4,9mm Mittelwandmaße in Europa

#2765

Beitrag von bee »

4,9mm Mittelwände auf dem europäischen Markt haben falsche Maße
Achtung!!
ALLE Mittelwände der Maße 4,9mm, die in Deutschland oder sonstwo in Europa verkauft werden (außer bei der Firma in Schweden), haben den besagten Fehler.
Liste der kleinzelligen Mittelwände auf dem Markt.
Und Vorsicht mit „Biowachs“. Das kommt sehr häufig aus Afrika (hat eigenartigen Geruch) und da dort der Preis für das Wachs bei weitem höher ist als der Honig, werden einfach Wildschwärme abgeflammt um das Wachs zu bekommen. Unglaublich und wird dann als Bio angeboten!!! Wenn wir schon dabei sind – hier könnt ihr sehen, wie man Silikonformen selber basteln kann.
Da zeichnet sich ein ganz gravierendes Problem ab.
4,9mm Mittelwände der Firma Muhr, Deutschland
 5,0mm x 5,0mm x5,3mm
4,9mm Mittelwände der Firma
 Miel Valle de los Pedroches, Córdoba –
 4,9mm x 4,9mm x 5,3mm
Anscheinend haben die meisten Imker im europäischen Raum, die mit kleinen Zellen arbeiteten, gar keine kleinen Zellen verwendet.
Udo aus Köln hat bei der Firma Muhr 4,9mmMittelwände bestellt und folgendes gemessen: 53mmx50mmx50mm
Ich habe auch von verschiedenen Anbietern vor Jahren Muster angefordert und ähnliches gemessen.
Die einzige Alternative in Europa 4,9mm Mittelwände zu bekommen die die richtigen maße aufweisen ist im Moment die Firma in Schweden.
Adriano aus Italien machte eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
Wenn wir von kleinen Zellen reden, dann reden wir über das System von Dee Lusby und nur über das. Sie ist vor 25 Jahren, durch intensives Studium der alten Imkerliteratur, darauf gekommen, daß wir unsere Bienen, seit 100 Jahren, auf zu großen Zellen halten. Ihr System basiert darauf, daß wir Zellengrößen unter 4,9mm verwenden und zusätzlich alle anderen Änderungen vornehmen die sie auch gemacht hat um krankheitsresitente Bienen zu erhalten.
Und wenn wir davon ausgehen, daß die verwendeten Zellenmasse bei den Imkern im deutschen Raum, die mit angeblich kleinen Zellen arbeiteten, um die 5,05mm waren, können wir sagen, daß das nur den ersten Schritt darstellt. Bei 5,05 mm verbesserte sich bei Ed und Dee Lusby das Problem der Varroa und das Problem der Tracheenmilbe verschwand. Aber die restlichen Krankheiten reduzierten iher Völker beträchtlich. Nachdem sie auf 4,9mm umgestellt hatten, verschwanden diese Krankheiten und blieben unter der 2% Schwelle.
Zudem konnte ich feststellen, dass es für beinah alle Stöcke problemlos war die 5,1mm Mittelwände auszubauen. Aber bei 4,9mm konnte es nur einer von hundert am Anfang. Das war ohne die Hilfe der Plastikwaben, mit denen es viel schneller geht.
Unsere Zellenmasse liegen jetzt zwischen 4,8 und 4,85mm. Das erreichen wir, indem wir die Mittelwände noch sehr warm aus der Mittelwandpresse nehmen, wodurch sie dann etwas schrumpfen.

Wie mißt man die Größe der Zellen?
Die Übereinkunft Zellen zu messen besteht darin, daß man 10 Zellen von Wandmitte zu Wandmitte mißt und das Resultat durch den Faktor 10 teilt. Das muß man in allen 3 Richtungen, die durch die Form des Sechsecks hervorgerufen sind, vornehmen. Alle 3 Größen müssen unter 4,9mm liegen.
Ich muß nochmals wiederholen daß ich niemanden überreden will kleine Zellen zu verwenden. Das nützt gar nichts, wenn man das andere alles wegläßt. Ich will nur zeigen, daß es einen (unter vielen) Weg gibt, krankheitsresistente Bienen zu erhalten.

weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=2913


liebe Grüße
bee

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Re: Diskussionsforum für alle

#2764

Beitrag von bee »



liebe Grüße
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jetzt schon guter Flugbetrieb

#2763

Beitrag von bee »

die Bienen legen schon richtig los obwohl es noch sehr kühl ist. Aber das kann die dunkle Biene.
Nach einem enorm trockenen Jahr, fast ohne Nektar in den Blüten, toben sich die Bienen jetzt schon aus.
Da hatte es 14°C:


liebe Grüße
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endlich wieder normales Winterwetter hier

#2762

Beitrag von bee »

endlich wieder so richtig Schnee bei uns - das hier ist der Teide auf Tenerife


liebe Grüße
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Und wenn ich nur die Zellengröße verkleinere?

#2761

Beitrag von bee »

Die Zellengröße ist nur ein, wenn auch wichtiger Bestandteil des Systems von Ed&Dee Lusby.
Wenn wir aber nur die Zellen verkleinern und so wie bisher mit den Bienen weiter machen, können wir überhaupt keinen Nutzen daraus ziehen und die Bienen müssen weiter wie gewohnt behandelt werden
.
Das System von Ed&Dee Lusby ist sehr komplex und funktioniert nur in dieser Form.
Hier kann man sehen was Ed&Dee sagen aus was sich dieses System zusammensetzt.
Hier sieht man ein Rezept wie man vorgehen kann.
Hier sieht an unser neues Konzept
Und hier sieht man in der Studie von Erik Österlund die Erfahrungen der Imker die am meisten wissen in Bezug auf Resistenzzucht.


Also bitte die Finger von den kleinen Zellen lassen wenn man nicht dieses ganz System anwendet.
Und für Anfänger in der Imkerei ist es auch abzuraten sofort mit diesem System zu beginnen.


liebe Grüße
bee

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Problemlösung Zellenbau

#2760

Beitrag von bee »

Es ist absolut notwendig, dass die Bienen gut die kleinen Zellen bauen können.

Gerade hat eine Kollegin geschafft, daß grozellige Bienen auf Anhieb 4,9mm Mittlewände gut ausgebaut haben. Das kommt sehr selten vor:
http://www.forum.resistantbees.com/view ... 596#p17621
:aplauso:


Das schwierigste an der Arbeit eine Biene zu erlangen, die sich von selbst gegen die Varroen und die anderen Krankheiten wehrt , ist dass die Biene die kleinen Zellen gut bauen kann.
Wenn ein Stock die kleinen Zellen bauen kann, ist es sehr wahrscheinlich, dass er sich von alleine verteidigen kann, ohne die Anwendung von Chemie.
Es scheint, dass das Maß von 4,9mm eine Grenze darstellt, unterhalb derer sich die Bienen von alleine gegen die Krankheiten wehren können.
Eine Biene die in einer 4,9mm Zelle zur Welt kommt, kann sehr wahrscheinlich wieder dieses Maß bauen.
Dies können wir sehr schnell durch den Gebrauch der voll ausgebauten Plastikwaben erreichen.
Aber in der Praxis werden einge Stöcke Probleme haben dieses Mass gut zu bauen.
Die Probleme beim bauen der kleinen Zellen treten vor allem zu Zeiten starken Nektarflusses auf. Das müssen wir immer berücksichtigen und stellen unsere Arbeit darauf ein, dass die Bienen womöglich nicht viele Waben ausbauen müssen, wenn starker Nektarfluss herrscht. Hier bei uns war das größte Problem während der Mandelblüte. Es schien, dass die Bienen plötzlich alles Erlernte vergessen hatten, aber sobald diese Blüte vorüber war, normalisierte sich alles wieder sofort.
Auch müssen wir mit einkalkulieren, dass die kleinen Zellen am besten IM Brutnest gebaut werden. So müssen wir neue Rahmen mit Mittelwänden immer direkt neben einer Brutwabe einhängen, oder wenn der Stock sehr stark ist, können wir diese auch mitten ins Brutnest geben.
Es gibt verschiedene Ausmaße von Defekten beim Ausbau der kleinen Zellen.
Dies ist eine Wabe die leichte Defekte im oberen Teil aufweisst. Das Zentrum ist gut gebaut und wir können diese Wabe verwenden.
weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3195


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na endlich – das lange ersehnte Buch von Dee Lusby

#2759

Beitrag von bee »

Biologische Imkerei – der Weg zurück
copyright 1991 – 2016 by Ed and Dee Lusby.
http://resistantbees.es/?p=3507
jetzt ist es raus das Buch und erscheint bei Amazon weltweit:

https://www.amazon.de/Biological-Beekeeping-Back-Dee-Lusby/dp/1614761043/


Dee Lusby schreibt über ihr Buch:
Zu eurer Information habe ich versucht das Buch seit Jahrzehnten zu veröffentlichen und nun wird es für den Unterricht von sauberer ökologischer Imkerei, für Workshops, Lehrvereine, Schulen, Universitäten, Colleges und Imker im Allgemeinen verwendet werden können.
In diesem Buch geht es darum, was ich seit Jahrzehnten in meinen verschiedenen Diskussionsgruppen-Listen besprochen habe und immer wieder wurde mir gesagt, dass ich es beweisen solle. Hier ist nun die Antwort darauf mit Literaturhinweisen. Jetzt ist es nun Zeit es zu kaufen und zu lesen, um zu einer tiefer Einsicht zu gelangen, wie man die Bienen wieder in Einklang mit der Natur bringen kann und um diese Abläufe zu verstehen……
Bild
Dee Lusby – Mutter der biologischen Imkerei
Dee Lusby hat geschrieben:
Biological Beekeeping – The Way Back,…copyright 1991 – 2016 by Ed and Dee Lusby.All rights reserved. No part of this book may be reproduced or transmitted in any form or by any means without written permission of the author.
ISBN: 978-161476-104-4
* Star Publishing Company
Nehawka, NE 68413 USA
659 pages
113 illustrations
12 pt typeface________________________________
This is to let you know that the book been trying to formally publish for decades is now done for teaching clean organic beekeeping, that can be used for workshops, clubs teaching, schools, universities, colleges, and beekeepers in general.And this book is what I have been going over for decades now on my various discussion group lists, while being told to prove it. Well here it is now done with references. So now is time to buy and read for a deep formal learning experience for keeping bees in alignment with Nature again, and what she has gone thru…Michael Bush got it done for me and should be ready shortly for buying/ordering. With luck it will be available at the upcoming 2 – 4 March 2018 ………11th annual Organic Beekeepers Conference in Oracle, Arizona with him bringing first available copies for getting. Other then that it will be avail within 6 to 8 weeks for buying on Amazon, Barnes & Nobel, and others, if not sooner.So more and more the conference is coming together…So come on out to Arizona for a great weekend.Dee A. Lusby
List owner
Commercial beekeeper


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Das Bienenwachs – praktisch alles Bienenwachs ist hoch verseucht mit Chemierückständen

#2758

Beitrag von bee »

Das größte Problem ist, daß durch die Jahrzehnte lange Anwendung von Chemie IM Bienenstock, praktisch alles Wachs, das auf dem Markt ist, belastet ist. Und das können wir nicht verwenden.
Imker Pestizidflasche gefunden in totem Bienenstand
auf einer griechischen Insel
Pestizidrückstände im Wachs (Studie von Erik Österlund)
Auf der Erde gibt es heute leider nur mehr wenige Orte, an denen es Wachs gibt, das frei von chemischen Rückständen ist. Diese chemischen Rückstände haben auf das Leben der Bienen verschiedenste negative Einflüsse. In sehr kleinen Mengen können die Bienen damit eventuell umgehen, wenn sie stark genug in anderen Richtungen sind. Speziell die (komplizierten, untereinander ablaufenden) synergetischen Effekte, also diese gegenseitigen Beeinflussungen der einzelnen Chemikalien, die verwendet werden, sind sehr schwer zu handhaben bzw. zu kontrollieren. Und noch schwieriger ist es, sich ein wissenschaftlich fundiertes Wissen über diese komplizierten chemischen Vorgänge anzueignen. Ich denke das Beste, was wir tun können, ist, uns zu bemühen, möglichst „sauberes“ Wachs zubekommen, das von jeglicher Art von Chemikalien frei ist. Es mag schwierig sein, aber die naheliegendste Vorgangsweise ist es, nur Entdeckelungswachs für die neue Wachsgrundlage zu verwenden und jene Waben, von denen wir annehmen, dass sie kontaminiert sind, durch gesunde Waben zu ersetzen. Eine weitere Quelle für sauberes Wachs ist Wachs aus Gebieten, in denen sich Mitizide (milbenabtötende Chemikalien) verwendet werden. Behalten Sie aber immer auch andere Kontaminationsmöglichkeiten im Auge.
Bild
Ein anderes Problem ist, daß sich in den Mittelwänden, die verkauft werden ein schwerwiegender Fehler entstanden ist.
Um das zu erklären, muß ich weiter ausholen. Ed und Dee Lusby (Ed war der Ehemann von Dee und der ist leider vor Kurzem gestorben, Dee sagt durch zu viel Stress – ich kann es nachfühlen) begannen in den 80er Jahren, nach intensivem Studium der alten Imkerliteratur, ihre 1000 Stöcke auf 5,05mm Zellenmaß umzustellen. Da sie das ganze Jahr mit 4 Zargen arbeiten, sind das 40.000 Rahmen neu zu bestücken. Unglaublich!! für 2 Personen. Sie waren so überzeugt von dem, was sie in der Literatur gefunden hatten und glaubten, daß die Zellen die verwendet wurden, zu groß waren für die Bienen. Sie hatten auch keine Form um die Mittelwände herzustellen und konnten den Besitzer der Firma Dadant davon überzeugen, der machte ihnen eine Walze aus Stahl, per Hand graviert! Reines Abenteuer. Als sie dann ihre Bienen auf 5,05mm hatten, gab plötzlich das Problem mit der Varroa nach und das Problem der Tracheenmilbe verschwand, doch die restlichen Krankheiten dezimierten ihr Stöcke immer mehr. Sie entschieden sich, nochmals alles umzustellen, nun auf 4,9mm und siehe da, die Krankheiten verschwanden. Und das blieb so bis heute. Heute hat Dee wieder fast 1000 Stöcke, ohne jegliche Behandlung seit 25 Jahren.
Und ich muß wiederholen, daß das nicht allein die Größe der Zelle ist, sondern viele andere Faktoren müssen geändert werden, aber ohne die veränderte Zellengröße ist es nicht möglich.
Dh daß ein und ein halbes Zehntel Millimeter den Bienen dazu verhalf, sich gegen die Krankheiten zu verteidigen. Alles blieb dann unter der 2% Schwelle.
Nun zurück zu den käuflichen Mittelwänden.
Nehmt doch mal einen Meterstab und messt bei euren Mittelwänden, in den 3 Richtungen, 10 Zellen.
Und zu unserem Erstauen sind die Zellen, bei ALLEN käuflichen Mittelwänden, auch bei den Mittelwandpressen, in einer Richtung länger.
z.b. 5,4mm x 5,4mm x 5,7mm Warum?

Weil die Mittelwände mit einer Walze hergestellt werden und in der Drehrichtung das Wachs gedehnt wird. Und die Mittelwandpressen werden auch mit diesen Mittelwänden geprägt. Also haben wir in ALLEN Bienenstöcken Fehler bis zu 3 Zehntel, oder sogar mehr, Unterschied in den Zellmassen. Und 0,15mm waren bei Dee der springende Punkt, als die Krankheiten verschwanden. Mir scheint daß das für die Bienen ein äußerst großer Stressfaktor ist, denn warum haben sie die sechseckige Zelle? Weil sie exakt ist und den Raum am besten einteilt.
Natürlich kann man sagen, daß die Biene auch nicht ganz exakt baut, aber was wir ihr vorgeben (und das ständig), ist ein zu großer Fehler, als daß es nicht bei ihr Stress auslösen müsste.
So ging nun Erik, aus Schweden, einer von uns der am meisten Erfahrung hat, daran eine Firma in Schweden zu überzeugen, Mittelwände herzustellen die 4,9mm haben und mit den exakten Maßen. Ein weiterer Vorteil ist, daß es in Schweden verboten ist, Gifte im Bienenstock anzuwenden und daher das Wachs praktisch unbelastet ist. Adriano aus Italien macht eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
die Firma mit den 4,9mm Mittelwänden in Schweden:
Mittelwände 4,9mm
Natürlich ist es am Besten eigenes, wenn unbelastetes, Wachs zu verwenden.
Hab dann von einem Mittelwandpressen Hersteller, der billige Silikonformen in Deutschland vertreibt, zu hören bekommen, daß ich doch nicht päpstlicher als der Papst sein soll!!! Aber für die Bienen ist es nicht so einfach.
Dann hab ich vor einigen Jahren mit B. G., der Firma G., kontaktiert und ihn überzeugen können, daß er seine 4,9mm Formen, die denselben Fehler aufwießen und die er für afrikanische Bienen herstellte, mit den Mittelwänden von Schweden baut. Nun kann man bei ihm Pressen mit richtigen Massen in 4,9mm beziehen. Es gibt auch einige andere Anbieter im Moment.
Hier sieht man wie wir unsere Mittelwände mit wassergekühlten Silikonformen Marke Eigenbau herstellen. Mit zwei Formen machen wir zu zweit ca 80 Mittelwände pro Stunde. das Problem ist der Wachsnachschub der im Wasserbad erhitzt wird.
Dadurch daß wir die Mittewände entnehmen, wenn sie noch ziemlich warm sind, ziehen sie sich zusammen und wir erhalten Maße zwischen 4,8 und 4,85. Das ist für die fortgeschritten kleinzelligen Bienen hervorragend. So haben wir auch Spielraum und können 4,9 oder 4,8 verwenden, je nach Notwendigkeit.
http://resistantbees.es/?p=2917


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Die dunkle Biene von La Palma

#2757

Beitrag von bee »

Die Biene, die wir in unseren abgelegenen Bienenständen im Norden der Insel La Palma haben, ist eine reinrassige, dunkle Biene Apis mellifera mellifera.
http://resistantbees.es/?p=4441

Immer wieder wird, durch die geographische Nähe der Insel La Palma zum afrikanischen Kontinent, unseren Bienen eine afrikanische Abstammung zugesprochen.

Im Jahr 1995 wurde eine ausführliche wissenschaftliche Untersuchung (auf spanisch) erstellt, in der bewiesen wird, daß die Bienen von La Palma dunkle sind und absolut nichts mit den afrikanischen zu tun haben und eher ähnlich den iberischen sind, aber auch sehr verschieden davon.

-> mehr lesen

Abstammungsbaum - unsere Biene ganz oben:
Bild

unsere dunkle Biene:
Bild


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