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Widerlegung der wissenschaftlichen Studien über die Uneffektifität der kleinen Zellen

#2776

Beitrag von bee »

Wissenschaftliche Studien über die Wirkung von kleinen Zellen auf die Vermehrung von Varroamilben wurden fast alle mit falschen Voraussetzungen vollzogen.
Endlich können wir beweisen dass nahezu all diese Studien falsche Ansätze hatten und unkorrekt durchgeführt wurden. Erik Österlund hat sich die Mühe gemacht dies genauestens auszuarbeiten.
Hier ist Eriks Studie einzusehen.
In den 90er Jahren, nachdem Ed und Dee Lusby herausgefunden hatten, dass die Zellengröße vor mehr als 100 Jahren künstlich vergrößert wurde, wurden die ersten wissenschaftlichen Studien dazu erstellt. Eine dieser Arbeiten (Message&Goncalves in Brasilien) zeigte dass die Zellgröße sehr wohl Einfluss hat auf die Vermehrung der Varroen. Dies wurde später bestätigt durch die Untersuchungen von Piccirillo&De Jong.
In den folgenden Jahren wurden dann weitere wissenschftliche Test unternommen, jedoch mit absoult anderen Ansätzen als die ersten. Letztere nahmen keine Rücksicht auf die speziellen Erfordernisse solcher Tests. Natürlich kamen all diese zum Schluss dass die Zellgröße keinen Einfluss auf die Vermehrung der Varroamilben haben.
Immer bekommen wir diese „wissenschftlichen Studien“ vorgesetzt und es wird behauptet dass unser Ansatz falsch ist. Doch ich muss dazu fügen dass es hier ausschließlich um die Vermehrung der Varroamilben in verschiedenen Zellgrößen geht. In Wirklichkeit hat aber die Zellgröße vor allem einen indirekten Effekt auf die Abwehrmöglichkeit durch die Bienen. Durch die kleinen Zellen und den geringeren Wabenabstand haben wir ein dichteres Brutnest, die Brutdauer wird um 24h verkürzt, die für die Brutpflege benötigten Bienen sind geringer, dadurch verausgeben sich die Bienen weniger und haben eine längere Lebenserwartung. Durch mehr Bienen für dieselbe Arbeit wird vor allem das hygienische Verhalten stimuliert.

Warum kamen die wissenschaftlichen Untersuchungen über den Einfluß der kleinen Zellen auf die Varroamilben zu negativen Ergebnissen? (Erik Österlund)
  • Es gibt zwei frühe Untersuchungen, die den Einfluss der kleinen Zellen auf die Varroamilben studierten. Beide wurden in Brasilien unter Bedigungen unternommen, die sich von denen, die in Europa, USA und Neuseeland gemacht wurden, unterscheiden. Die ersten zeigten einen bedeutsamen Vorteil der kleinen Zellen.
    .
  • Die späteren Tests konnten die Ergebnisse der ersten wissenschaftlichen Studien aus Brasilien nicht bestätigen.
    .
  • Da diese späteren Tests nicht die ersten beiden bestätigten, wäre es wohl die normale Reaktion gewesen, herauszufinden, was die ersten beiden Studien gemein hatten und wo die Unterschiede zwischen den positiven und den negativen bestanden. Ich konnte aber nichts desgleichen finden. Warum aber nicht? Es ist ein gängige wissenschaftliche Gewohnheit derat vorzugehen. Ich will nun genau dies hier versuchen.
  • Unterschiede zwischen den ersten Versuchen in Brasilien und den später ausgeführten
  • Die Versuche wurden in Südamerika gemacht
  • Die verwendeten Bienen waren afrikanisierte Bienen
  • Die Bienen der ersten Versuche waren Varroaresistent
  • Die Bienen der erstenVersuche lebten üblicherweise auf kleinen Zellen (SC)
  • Keine oder nur wenige großzellige Bienen (LC) waren in der Nachbarschaft
  • Die Bienen wurden nie oder nur wenig mit Chemikalien behandelt.
  • Das Wachs der Bienenwaben war frei von chemischen Rückständen
  • Epigenetische Unterschiede durch die erwähnten Unterschiede der Umgebung
  • zusätzliche Unterschiede zu den 8 oben aufgeführten
  • Verhinderung von Verflug und Räuberei
  • Wachs frei von chemischen Rückständen
  • Was wurde gefüttert wenn gefüttert wurde
  • Überlebensfähigkeit
    In den meisten Studien über Varroaresistenz, auch in denen wo es um Zellgrößen ging, wurde das Augenmerk auf Reproduktionsrate und Bevölkerungszuwachs der Varroamilben gelegt. Das was für einen praktischen Imker zählt sind aber das Überleben der Bienenvölker und gute Honigproduktion. Auf jeden Fall ist eine der wichtigsten Eigenschaften zur Bekämpfung der Milbe das sogenannte VSH (Varroa Sensitive Hygiene) (Ref 13,14), das Aufspühren von Milben in der verdeckelten Brut, vor allem solche mit Nachwuchs, das Öffnen dieser Zellen, das oft gefolgt wird vom Ausräumen der infizierten Bienenpuppe. Dieses wichtige Merkmal ist nichts neues. Auch wenn die Vermehrungsrate der Varroen langsam ist, werden sie anwachsen, nur etwas langsamer. Schlussendlich wird die Milbenpopulation für die Bienen zu hoch sein und sie müssen aktiv etwas tun um zu überleben, indem sie sie direkt bekämpfen. Und sie müssen bereits beginnen, wenn der Milbenpopulation noch gering ist.
  • Test von Hans-Otto Johnsen nach ein paar Saisonen. Er wurde mit Bienen durchgeführt, die nicht auf Varroaresistenz ausgewählt wurden. Siehe seinen online Artikel (Ref 20).Testergebnis: kleinzellige Bienen bringen mehr Honigdie Varroapopulation ist in kleinzelligen Stöcken deutlich geringer.
  • In den 60er Jahren testete der Besitzer eines der größten Imkerzubehörgeschäfte Schwedens, Evert Svensson, der ebenfalls Profiimker ist, größere Zellen als seine bis dahin verwendeten 5.1-5.2 mm. Er verwendete die größeren Zellen in ungefähr 50 Bienenstöcken, an einem Bienenstand über einige Jahre hinweg. Seine Schlussfolgerung war, dass größere Zellen weniger Geld in der Tasche gaben.
hier die gesamte Studie von Erik Österlund:
Analysis of small test designs


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Eine Million Dollar für Erforschung kleinzelliger, resistenter Bienen

#2775

Beitrag von bee »

Varroa-resistente, kleinzellige Bienen erhalten in Norwegen 1 Million US-Dollar zur Erforschungszwecken

Veröffentlicht in Bee Culture, Mai 2020, Seiten 75 – 77 - Artikel von Erik Österlund
Dr. Melissa Oddie, eine kanadische Forscherin, wird ihre Forschung an den Varroa-resistenten Bienen mit Terje Reinertsen in Mittelnorwegen mindestens zwei Jahre lang fortsetzen. Ihre Doktorarbeit basierte auf der Forschung mit diesen Bienen. Die norwegischen Behörden haben 1 Mio. USD (8,5 Mio. NOK) für diese Forschung bereitgestellt.

Published in Bee Culture, May 2020, pages 75 – 77
Dr Melissa Oddie, a Canadian researcher, will continue her research for at least two years based on the Varroa resistant bees with Terje Reinertsen in central Norway. Her doctoral dissertation was based on research with these bees. The Norwegian authorities have allocated $ 1 million (NOK 8.5 million) for this research.
February 21-23 the commercial beekeepers in Sweden (Biodlingsforetagarna) had a conference in Sunne in western Sweden close to the Norwegian border at the newly built hotel Selma Spa. It was fully booked. Beekeepers from Sweden, Norway and some from Finland were listening to Terje and Melissa and many others, from the University of Agriculture in Sweden (SLU), from Belgium and Canada to mention a few. Sunne is the place where Selma Lagerlöf lived, a famous author, the first woman to get the Nobel Prize in literature.

Dr. Melissa Oddie and Terje Reinertsen in Sweden.
Dr. Oddie discovered a salient trait in Terje Reinertsen’s bees which expresses itself in that bees uncap pupae in which there are mites and recap them again without damaging the pupae. This apparently interferes with the mites’ reproduction. The characteristic that is otherwise very much in focus today is called VSH (Varroa Sensitive Hygiene). Here, the bees remove pupae that are invaded by mites (mites that have offspring). VSH is not a prominent feature of the resistant Norwegian bees.
Visit in Norway
In the Fall of 2019, my wife Gunvi and I visited Anita and Terje Reinertsen. They don’t have a lot of suitable agriculture land for growing crops in Norway so they use every little piece of land possible to grow food. Quite steep slopes had recently been harvested. Norway is no longer Sweden’s little brother as it’s been for many years. It’s the big brother now, with oil and gas and Varroa resistant bees!

Anita and Terje Reinertsen
The Varroa resistant bees
Some years ago, researchers began to be interested in a population of Varroa resistant bees in Norway around Terje Reinertsen. The important thing is that you don’t have to treat them at all against the Varroa mite, and they are therefore not treated. The mite population in a hive of Terje can vary during the season. His bees havn’t been treated for about 25 years. It was about the time when the mite came to Norway. When I became aware of this, I wondered why we hadn’t heard or read more about his bees during these many years.
Now there has been some exciting research reports from the works of Dr. Melissa Oddie and her coworkers.1,2,3,4 Research on these bees was the basis for her doctoral dissertation. Since then, articles and reports of the bees of Terje Reinertsen have been published.
He has been focused on developing a stock of Varroa resistant bees since the mite began to create problems in Norway. And he has done that together with beekeepers in his vicinity. In April 2019, he was one of the speakers at a conference in southern Sweden on healthy bees that do not need to be treated against parasites and diseases, and how to get there. Melissa Oddie participated, together with several other speakers including also Kirk Webster from Vermont. And now in February 2020 he and Melissa Oddie were speaking in Sunne.
Varroa in Norway
In 1994, the Varroa mite had made its presence so well known among beekeepers in Norway that it was decided that bee colonies had to be treated against the mite. The central association took help from countries where they had had more experience of the mite. Among other things, it was recommended to use ”Krämerplatten” that evaporate formic acid in the bee colony.5 Terje listened carefully to the advice and treated his bees in the recommended way in the Autumn of 1994. He lost 70% of his colonies in the Winter of 1994-95. Other beekeepers also lost about the same amount of beehives. Several lost 100%. Spring treatment with formic acid was then mentioned as an additional alternative to save colonies that survived the Winter. Then fewer holes in the plastic around the formic acid soft board plate were used so that the evaporation speed would not be so high.5 Terje applied this method to the survivors.
Decision not to treat
After analyzing the results of all the treatments, Terje and a some other beekeepers concluded that if you were to loose so many bee colonies after treating, you could just as well not treat, because you didn’t lose more colonies if you didn’t treat.
At that time, little was known about the importance of the balance between all different types of microorganisms (bacteria, viruses, and other types of microbes) for the immune system. Such an ecological system of microorganisms in and on a living being is called a microbiome. For example, we humans have about 2 kg of microbes on and in us. Without them we die.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=4468


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wissenschaftliche Forschung ergibt: eine kleinere Zellgröße kann sich auf den Fortpflanzungserfolg von Varroen auswirken

#2774

Beitrag von bee »

Zellgröße und Varroabefall in anfälligen und natürlich überlebenden Bienenvölkern (Apis mellifera)
Die Daten zeigen, dass der Milbenreproduktionserfolg in kleineren Zellen in anfälligen Kolonien (höhere Nicht-Reproduktionsraten, verzögerte Reproduktion und fehlende männliche Milben) signifikant verringert war, nicht aber in den Überlebensvölkern. Die Ergebnisse stützen die Behauptung, dass eine kleinere Zellgröße einen Einfluss auf den Fortpflanzungserfolg von Varroa destructor haben kann. Aber dies scheint jedoch nicht in Verbindung zu stehen mit der natürlichen Selektion der Überlebensmechanismen der Varroen.
Die in der Studie verwendeten Bienenvölker sind von Terje Reinertsen aus Norwegen.
Seine Bienenvölker haben die Zellgröße von 4,9mm seit vielen Jahren.
Vor 20 Jahren ist die Varroamilbe bei Terje erschienen, aber er hat seine Völker nie behandelt. Zu Beginn hatte er grosse Ausfälle, aber seit dem Jahr 2000 hat er seine Bienen auf kleinem Zellmaß und danach baute er auf 400 kleinzellige Völker aus, alles ohne jegliche Behandlungen. Er arbeitete eng mit Hans-Otto Johnsen zusammen. Seine Völker sind Buckfast Bienen mit sichtlichem Elgoneinschlag.
Die Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen der Zellgröße und der durchschnittlichen Anzahl lebensfähiger weiblicher Varroa-Destruktor-Milben-Nachkommen:


Hier die wissenschaftliche Studie:
Cell size and Varroa destructor mite infestations in susceptible and naturally surviving honeybee (Apis mellifera) colonies
https://link.springer.com/article/10.1007/s13592-018-0610-2
The data show that mite reproductive success was significantly reduced in smaller cells in susceptible colonies (higher rates of non-reproduction, delayed reproduction, and male absence), but not in the surviving colonies. The results support the claim that smaller cell size can have an impact on V. destructor reproductive success, but this seems not to work in tandem with mite-surviving mechanisms favored by natural selection.
  • Melissa A. Y. OddieBild
  • Peter Neumann
  • Bjørn Dahle
Open Access
Original article
First Online: 02 January 2019
Abstract
The ectoparasitic mite Varroa destructor is a key threat for European honeybee subspecies (Apis mellifera) globally. However, some A. mellifera populations are known to survive mite infestations by means of natural selection (naturally surviving), likely due to reduced mite reproductive success. The effect of small brood cell size on mite reproductive success has not been investigated in these surviving populations and we have little knowledge of its relationship with mite-surviving traits. Here we tested the impact of smaller worker brood cell size on mite reproductive success in susceptible and naturally surviving colonies in Norway. The data show that mite reproductive success was significantly reduced in smaller cells in susceptible colonies (higher rates of non-reproduction, delayed reproduction, and male absence), but not in the surviving colonies. The results support the claim that smaller cell size can have an impact on V. destructor reproductive success, but this seems not to work in tandem with mite-surviving mechanisms favored by natural selection.

weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3310


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wissenschaftliche Studie: hygienisches Verhalten verstärkt bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden

#2773

Beitrag von bee »

Hygienisches Verhalten bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden
Zusammenfassung
Das Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob Völker, die auf kleinen Zellen gehalten werden (Zellgröße von 4,93mm), in Verbindung mit natürlicher Selektion durch behandlunglose Haltung gegen Varroa destructor, zu einer Erhöhung des hygienischen Verhaltens führt. Wir versuchten ebenfalls herauszufinden, ob durch den Wechsel von Völkern, die gegen Varroa destructor behandelt wurden (ohne natürliche Selektion), auf kleinzellige Waben, zu einer Vermehrung des hygienischen Verhaltens führt. Das hygienische Verhalten wurde in den gegen Varroen behandelten Völkern, sowie in den unbehandelten Völker, überwacht, die beide auf kleinen Zellen saßen. Zusätzlich wurde dieselbe Überwachung in zwei Kontrollgruppen durchgeführt, die aus behandelten und unbehandelten Völkern bestanden, die auf Waben mit Standartzellgröße saßen (Zellgröße 5,56mm).
Unabhängig davon, ob sie behandelt worden waren oder nicht, entfernten die Völker, die auf kleinzelligen Waben saßen, die toten Bienenpuppen (Nadeltest) schneller als die Völker, die auf Standartzellgröße saßen. Auf diese Weise konnten wir zeigen, daß das hygienische Verhalten verstärkt werden kann, indem man Bienenvölker auf kleinzellige Waben bringt, auch ohne natürliche Selektion durch das Fehlen von Behandlung gegen Varroa destructor. Die praktische Anwendung dieses Verfahrens erfordert jedoch weitere Studien verschiedener Bienenpopulationen, da sie in der Intensität des hygienischen Verhaltens deutlich variieren können und vor allem auch in der Eignung variieren können, um auf kleinzelligen Waben gehalten werden zu können.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=3757


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längere Lebensdauer kleinzelliger Bienen, eine wissenschaftliche Studie liefert den Beweis

#2772

Beitrag von bee »

hier ist eine wissenschaftliche Studie die beweist, dass durch die kleineren Zellen die Lebensdauer der Bienen verlängert wird.

Ein weiterer Punkt ist, dass kleinzellige Bienen eine viel längere Lebensdauer haben, 8 bis 12 Wochen (Ed&Dee Lusby). Die normalen, grosszelligen Bienen haben nur eine Lebenserwartung von 6 Wochen, die durch die Anwendung von Chemie im Bienenstock wie Varroabekämpfungsmittel etc, noch um einiges verkürzt wird. Die verlängerte Lebensdauer der Bienen resultiert in enorm starken Völkern und die zu verrichtende Arbeit im Stock kann von viel mehr Bienen erledigt werden, was eine Voraussetzung für ein gesundes Immunsystem ist. Immerwährender Stress, durch die gleiche Menge zu verrichtender Arbeit, mit zu wenigen Bienen, kratzt am Abwehrsystem der Bienen.



Den Zusammenhang zwischen Zellengröße, Lebensdauer der Bienen und hygienischem Verhalten erkläre ich im obigenVideo.

Warum leben die kleinzelligen Bienen länger?
Wir lernten dass die Bienen normal im Sommer 6 Wochen leben. Die Erfahrung zeigt heute, dass die Lebensdauer der Bienen, die in mit Chemie und Säuren behandelten Stöcken wohnen, erheblich kürzer ist. (Dr. Fernando Calatayud, Valencia)
Im Winterhalbjahr kann eine Biene mehr als 6 Monate leben.
Warum so lange?
Weil sie sich nicht durch so viel Arbeit erschöpfen muss.
Bei den kleinzelligen Bienen haben wir ein viel kompakteres Brutnest durch die kleinere Zellengröße und auch durch den kleineren Wabenabstand.
3 Zargen Langstroth kleinzelliger Bienen haben genausoviele Zellen wir 4 Zargen großzelliger Bienen.
Somit ist das Volumen des Brutnests entschieden geringer und es sind weniger Bienen für dieselbe Arbeit nötig.
hier ist eine wissenschaftliche Studie die beweist, dass durch die kleineren Zellen die Lebensdauer der Bienen verlängert wird.
Wir wissen nun, dass die Problematik unserer heutigen, bedrohten Bienenvölker durch zu viel Stress verursacht wird. Stessfaktoren sind die Krankheiten, die Chemie im Bienenstock, falsch angeordnete Waben, zu große Zellengrößen, nicht an die Umgebung angepasste Bienenrassen, kontaminiertes Wachs, zu viel oder zu wenig Drohnenbrut, zerstörte Mikrofauna, Imkerpraktiken die nicht bienengerecht sind wie zB Absperrgitter, Schwarmverhinderung, profitorientierte Zuchtauswahl, Wanderung, Fütterung mit künstlichen Nahrungsmitteln, Kunstpollen, Sirup etc etc.
Und wer zu viel Stress ausgesetzt ist, wird krank und sein Immunsystem wird entschieden geschwächt.
Die Bienen müssen sich bei den kleinzelligen Stöcken nicht immer bis zur absoluten Erschöpfung verausgaben, denn für dieselbe Arbeit sind weit mehr Bienen vorhanden. Sie leben länger.
Je größer der Stock wird, umso entspannter wird die Situation.
Putzverhalten, VSH, hygienisches Verhalten, kahlköpfige Brut ist alles dasselbe. Das kann man auch erzüchten, ist dann aber nicht stabil. Wenn das so wäre, dann hätten wir durch die jahrzehntelangen Resistenzzüchtungen schon viel größeren Erfolg haben müssen.
Eine weitere interesante Beobachtung, die ich bei Stöcken machte, die anfingen sich von selbst gegen die Milben zu wehren war, daß die Konsistenz und die Menge des Propolis sich änderte. Viel viel mehr Propolis und ungaublich klebrig. Aber nur in dieser Übergangszeit, später wurde es wieder normal in Menge und Beschaffenheit.


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Anleitung zum züchten Varroa resistenter Bienen

#2771

Beitrag von bee »

Bild
auf dem Bild von links: Erik Österlund (Schweden), ein Freund, Ed Lusby (Arizona USA), Hans-Otto Johnsen (Norwegen) am bee rock USA
Bild deutsche Übersetzung der Studie von Erik Österlund über Varroa resistente Bienen (übersetzt von Sibylle und Wolfgang, vielen Dank)
Jetzt möchte ich euch eine sehr interessante und für uns überaus nützliche Studie über kranheitsresistente Bienen näherbringen. Wie schon erwähnt ist Erik, aus Schweden, einer von uns der am meisten Erfahrung hat im Umgang mit kleinzelligen Bienen. Der linke ist Erik Österlund , der neben ihm ein mir unbekannter Texaner?!, dann Ed Lusby, der Begründer unseres Systems und Hans-Otto Johnson, Norwegen, mit 600 kleinzelligen Bienenstöcken.
Erik kam nun auf eine geniale Idee in den 90er Jahren. Damals gab es weltweit schon einige Imker, die es geschafft hatten, resistente Bienen zu züchten. Er schrieb nun diesen Kollegen seine Erfahrung, mit der Bitte ihm auch ihre Erfahrungen zu schildern. Die zugrunde liegende Idee war folgende: Wenn die alle es geschafft hatten, oder teilweise geschafft hatten, Bienen zu züchten die sich von selbst gegen die Krankheiten wehrten, so muß in allen diesen Formen der Haltung etwas Wahres sein. Und damals war des Internet noch nicht so verbreitet wie heute und diese Imker hatten kaum Kontakt zueinander – folglich hatte das ein Jeder auf seine Art erreicht. Erik sagte sich also – wenn wir aus all den verschiedenen Erfahrungen eine Zusammenfassung machen, müßten wir sehr nützliche Richtlinien zusammenstellen können, wie ein Jeder kranheitsresistente Bienen erhalten kann. Und diese Zusammnefassung gibt’s seit dem Jahr 2004 – und wer kennts? fast keiner. Irgendwie scheint es mir, daß sie es nicht wissen wollen.
Hier kann man die Studie lesen – aber sie ist in englisch, hier auf deutsch und auf spanisch.
Zusammenfassung der Erfahrungen der erfolgreichsten Imker im Umgang mit Varroa resistenten Bienen.
Verfasst von Erik Österlund – übersetzt von Wolfgang K. (vielen herzlichen Dank)
Bild
Einführende Studie zur Züchtung Varroa resistenter Bienen
Abschlussbericht 2004 von Tore Forsman, Per Ideström und Erik Österlund vom Schwedischen Imkerverband
Inhalt
  • Einführung in den vorläufigen Bericht
  • Einführung in den Abschlussbericht
  • Konzept Honigbienen Apis Mellifera zu züchten, welche keine Behandlung gegen die Milbe Varroa Destructor benötigen
    • Das Ziel
    • Methoden
    • Einige Grundlagen
    • Wabengrösse
    • Mikrofauna und Milbenbekämpfungsmittelrückstände im Wachs
    • Verwendete Methoden zur Milbenkontrolle
    • Verwendete Zuchtmethoden
    • Beschreibung von Bienenstöcken mit überdurchschnittlicher Resistenz
    • Grundlegende Umweltaspekte
    • Zusammenfassung der verwendeten Methoden
    • Reinrassige Bienen
    • Hybridbienen
    • Empfohlene Methoden
    • Ein einfaches Rezept
    • „Angekommen“ (am Ziel)
    • Schlussfolgerung
  • Anmerkungen zum vorläufigen Bericht
  • Einige Themen aus den Kommentaren
  • Liste der Dokumente im vorläufigen Bericht
1) Einführung in den vorläufigen Bericht
Das Ziel dieser Studie ist es, ein Konzept zu präsentieren, wie man Bienen bekommt, die man ohne Verwendung von Chemikalien gegen die Varroa Milbe halten kann. Dieses Konzept wird nicht als „die Wahrheit“ vorgestellt. Es wird als ein mögliches Konzept vorgestellt, welches von Wissenschaftlern und Imkern getestet werden kann, und entweder bestätigt oder widerlegt wird.
Als Grundlage haben wir Dokumentationen verwendet, die Erfolge in diesem Gebiet geltend machen. Wir behandeln diese Dokumentationen als ob sie die Wahrheit wiedergeben würden. Wir können nicht wirklich herausfinden, ob sie die Wahrheit wiedergeben.
Jene, welche das von uns vorgestellte Konzept als nützlich erachten, helfen uns hoffentlich Teile oder auch die ganze Dokumentation zu bestätigen oder zu widerlegen.
Vieles in dieser Dokumentation ist nicht streng wissenschaftlich, so wie solch eine Veröffentlichung heutzutage präsentiert wird. Es ist eher eine Dokumentation bestehend aus Einzelberichten und Anhaltspunkten. Da es aber so wenige wissenschaftliche Tests gibt die sich ernsthaft mit dieser Materie befassen, müssen wir auch solche Einzelberichte berücksichtigen um das Gebiet umfassend abzudecken. Zumal solche Einzelberichte gar nicht so unnütz sind um eine Grundlage für Schlussfolgerungen zu bilden. Schlussfolgerungen werden im Hinblick auf, wie diese Dokumentation eine Hypothese bzw. eine Theorie bestätigt oder widerlegt, gezogen. Diese Schlussfolgerungen werden gezogen um weitere Nachforschungen in dieser Angelegenheit zu ermöglichen. Die Dokumentation wird vielleicht auch Ideen für weitere Überprüfungen oder Anpassungen der Hypothese oder Theorie geben. Zudem ist die Grenze zwischen den Einzelberichten und Tests welche als wissenschaftlich gelten, fliessend. Natürlich ergibt ein streng wissenschaftlicher Test eine bessere Grundlage für eine bessere Schlussfolgerung.
Dass Einzelberichte, welche einen grossen Bereich abdecken, eine gute Grundlage für brauchbare Schlussfolgerungen bieten, beweist die Tatsache, dass kein einziger streng wissenschaftlicher Test vorliegt, der die Schlussfolgerung ergibt, dass afrikanisierte Bienen widerstandsfähiger gegen die Varroa Milbe (oder die Varroa Milben) sind. Jedoch stimmen alle Beteiligten zu, dass es so ist. Der Grund ist die überwältigende Präsentation von überlebenden und gedeihenden Bienenstöcken über die Jahre hinweg. Dennoch scheint es dass diese Schlussfolgerung nicht für jeden einzelnen Bienenstock aus der Gruppe die man als die „Afrikanisierten“ bezeichnen würde, gilt. Das ist nicht verwunderlich, da es in jedem Bienenbestand Unterschiede gibt.
Dies ist natürlich auch der Fall wenn es um andere Bienenarten geht, welche als höher varroaresistent als die durchschnittliche Apis Mellifera von heutzutage bezeichnet werden. Wenn diese Schilderungen wahr sind, was wir in dieser Studie als selbstverständlich erachten, werden Andere (Imker, Wissenschaftler) unter anderen Rahmenbedingungen ähnliche Erfahrungen machen. Die Realität wird dies hoffentlich bestätigen oder widerlegen.
Falls all diese Einzelberichte die Wahrheit wiedergeben, müssen sie übereinstimmen. Dies bedeutet, dass falls Teile in ihnen einander zu widersprechen scheinen, es eine Möglichkeit geben muss sie so zu interpretieren oder so zu verstehen, dass sie dennoch übereinstimmen. Es könnte bedeuten, dass wir ein wichtiges Teil im Verständnis dieses Themas übersehen haben. Falls es andererseits unmöglich scheint, alle Beiträge zur Übereinstimmung zu bringen, kann dies bedeuten dass Teile von einem oder mehreren Beiträgen, ja sogar ganze Beiträge nicht wahr sind. Falls dies der Fall ist, muß irgendwer kleinere oder grössere Lügen schreiben. Dies halten wir allerdings für unwahrscheinlich da unter anderem diese Beiträge in vielen Bereichen offensichtlich übereinstimmen. Zudem haben wir viele der Menschen hinter diesen Beiträgen kennengelernt und halten es für unwahrscheinlich, dass sie uns Lügen aufgetischt haben.
Wir sind davon überzeugt dass die Berichte, welche uns als Grundlagen vorgestellt wurden, in allen wichtigen Details übereinstimmen. Das ergibt interessante Schlussfolgerungen, warum manche mehr Probleme mit einem bestimmten Konzept haben als andere. Es ist uns bewusst, dass es möglicherweise Rahmenbedingungen gibt welche wir zu wenig betont oder sogar übersehen haben. Wir hoffen dass andere diese, von uns übersehenen Lücken füllen können.
Schlussendlich wird die Realität (Praxis) uns zeigen, ob das hier vorgestellte Konzept irgendwelche positiven Ergebnisse für die Imker und die Bienen selbst bringt. Auf jeden Fall ist das genau der Zweck dieser Studie.
Tore Forstmann, Per Ideström und Erik Österlund
weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3094


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NEU!!! Kunstwaben 4,9mm für MiniPlus Bienenstöcke

#2770

Beitrag von bee »

Wir können jetzt Kunstwaben 4,9mm zum umstellen auf kleine Zellen in MiniPlus Größe anbieten.

Eine MiniPlus Zarge mit 7 Kunstwaben 4,9mm ist die ideale Grundlage, um einen grosszelligen Kunstschwarm an die kleinen Zellen zu gewöhnen.
-> erhältlich im ResistantBees shop.

.
 Hier beschreiben wir den Einsatz der Kunstwaben

Bisher gab es Kunstwaben aus den USA, die HSC, die Rovergarden aus Italien und die MannLake auch aus den USA.
Nun sind die Rovergarden Pleite gegangen und die MannLake sind etwas zu groß, nämlich 4,97mm.
So reifte der Gedanke selber Kunstwaben in 4,9mm Zellgröße herzustellen und anzubieten, zusammen mit den Matrizen.
Anregung dazu bekam ich von Matias aus Alicante, der die 4,97mm MannLake Waben verwendete und diese von seinen grosszelligen Bienen überraschend gut ausgebaut wurden.
Hier wird das beschrieben.
Dann kam die Idee das in wirklichen 4,9mm herzustellen.
Kunstwabe noch ohne Wachsüberzug:
(zum vergrößern drauf klicken)

 

.


Nun hab ich diese Kunstwaben in einen Kunstschwarm gegeben und nach einem Tag hatten die Bienen diese Kunstwaben hervorragend ausgebaut:
(zum vergrößern drauf klicken)

Ich denke dass die feste Struktur der 2mm hohen Zellwände die Bienen etwas dazu zwingt diese Zellgröße einzuhalten, denn sie können diese ja nicht abhobeln.
mit Brut:
(zum vergrößern drauf klicken)

Die Vorteile der Kunstwaben gegenüber den HSC:
– dass zum einen die Zellendichte stimmt, denn wir haben ja wirklich 49mm pro 10 Zellen. Bei den HSC ist das durch die dicken Zellwände anders. Da haben wohl die einzelnen Zellen 4,9mm, aber durch die dicken Zellwände kommt man auf 55mm pro 10 Zellen bei den HSC.
Und größere Zelldichte bedeutet höhere Brutnesttemperatur und das bedeutet erheblich kürzere Brutdauer, was einen entscheidenen Vorteil gegenüber den Milben darstellt.
Somit kann man diese Kunstwaben mit wirklichen 4,9mm auch etwas länger im Stock belassen, wenn nötig.
– ein weiterer Vorteil ist, dass die Kunstwaben die Ypsilons besitzen und die 3 Rhomben am Zellboden. Bei den HSC ist das nicht vorhanden. Also kann man auch die natürliche Wabenanordnung anwenden.

So sieht das bei einer Kunstwabe 4,9mm aus:


Details:
10 Zellen messen zwischen 48,8 und 49mm.
Zellwandhöhe: 2mm
Zellwanddicke: 0,5mm
Größe der MiniPlus: 24,9cm (21,8cm) x 15,9cm – Wabenabstand 32mm
es passen daher 7 Kunstwaben in eine MiniPlus Zarge
3 Rhomben am Zellboden, den natürlichen Bienenzellen nachempfunden
Das Ypsilion der natürlichen Wabenanordnung ist bei jeder MiniPlus Kunstwabe schon markiert

Farbe: gelb
beschichtet mit Wachs und etwas Lemongrasöl zur besseren Annahme
mehr Bilder:


 

 


Das Ypsilion der natürlichen Wabenanordnung ist bei jeder MiniPlus Kunstwabe schon markiert



Wegen des geringeren Wabenabstandes passen 7 Kuntwaben in eine MiniPlus Zarge










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Falsche 4,9mm Mittelwandmaße in Europa

#2769

Beitrag von bee »

4,9mm Mittelwände auf dem europäischen Markt haben falsche Maße
Achtung!!
ALLE Mittelwände der Maße 4,9mm, die in Deutschland oder sonstwo in Europa verkauft werden (außer bei der Firma in Schweden), haben den besagten Fehler.
Liste der kleinzelligen Mittelwände auf dem Markt.
Und Vorsicht mit „Biowachs“. Das kommt sehr häufig aus Afrika (hat eigenartigen Geruch) und da dort der Preis für das Wachs bei weitem höher ist als der Honig, werden einfach Wildschwärme abgeflammt um das Wachs zu bekommen. Unglaublich und wird dann als Bio angeboten!!! Wenn wir schon dabei sind – hier könnt ihr sehen, wie man Silikonformen selber basteln kann.
Da zeichnet sich ein ganz gravierendes Problem ab.
4,9mm Mittelwände der Firma Muhr, Deutschland
5,0mm x 5,0mm x5,3mm
4,9mm Mittelwände der Firma
Miel Valle de los Pedroches, Córdoba –
4,9mm x 4,9mm x 5,3mm
Anscheinend haben die meisten Imker im europäischen Raum, die mit kleinen Zellen arbeiteten, gar keine kleinen Zellen verwendet.
Udo aus Köln hat bei der Firma Muhr 4,9mmMittelwände bestellt und folgendes gemessen: 53mmx50mmx50mm
Ich habe auch von verschiedenen Anbietern vor Jahren Muster angefordert und ähnliches gemessen.
Die einzige Alternative in Europa 4,9mm Mittelwände zu bekommen die die richtigen maße aufweisen ist im Moment die Firma in Schweden.
Adriano aus Italien machte eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
Wenn wir von kleinen Zellen reden, dann reden wir über das System von Dee Lusby und nur über das. Sie ist vor 25 Jahren, durch intensives Studium der alten Imkerliteratur, darauf gekommen, daß wir unsere Bienen, seit 100 Jahren, auf zu großen Zellen halten. Ihr System basiert darauf, daß wir Zellengrößen unter 4,9mm verwenden und zusätzlich alle anderen Änderungen vornehmen die sie auch gemacht hat um krankheitsresitente Bienen zu erhalten.
Und wenn wir davon ausgehen, daß die verwendeten Zellenmasse bei den Imkern im deutschen Raum, die mit angeblich kleinen Zellen arbeiteten, um die 5,05mm waren, können wir sagen, daß das nur den ersten Schritt darstellt. Bei 5,05 mm verbesserte sich bei Ed und Dee Lusby das Problem der Varroa und das Problem der Tracheenmilbe verschwand. Aber die restlichen Krankheiten reduzierten iher Völker beträchtlich. Nachdem sie auf 4,9mm umgestellt hatten, verschwanden diese Krankheiten und blieben unter der 2% Schwelle.
Zudem konnte ich feststellen, dass es für beinah alle Stöcke problemlos war die 5,1mm Mittelwände auszubauen. Aber bei 4,9mm konnte es nur einer von hundert am Anfang. Das war ohne die Hilfe der Plastikwaben, mit denen es viel schneller geht.
Unsere Zellenmasse liegen jetzt zwischen 4,8 und 4,85mm. Das erreichen wir, indem wir die Mittelwände noch sehr warm aus der Mittelwandpresse nehmen, wodurch sie dann etwas schrumpfen.

Wie mißt man die Größe der Zellen?
Die Übereinkunft Zellen zu messen besteht darin, daß man 10 Zellen von Wandmitte zu Wandmitte mißt und das Resultat durch den Faktor 10 teilt. Das muß man in allen 3 Richtungen, die durch die Form des Sechsecks hervorgerufen sind, vornehmen. Alle 3 Größen müssen unter 4,9mm liegen.
Ich muß nochmals wiederholen daß ich niemanden überreden will kleine Zellen zu verwenden. Das nützt gar nichts, wenn man das andere alles wegläßt. Ich will nur zeigen, daß es einen (unter vielen) Weg gibt, krankheitsresistente Bienen zu erhalten.

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http://resistantbees.es/?p=2913


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Zuckersirup verkürzt die Lebensdauer der Bienen – wissenschaftliche Studie

#2768

Beitrag von bee »

eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Schluss:
Zuckersirup verkürzt die Lebensdauer der Bienen
Es ist eine gängige Angewohnheit der meisten Imker den Bienenstöcken allen Honig zu entnehmen und sie dann mit Zuckersirup aufzufüttern, damit sie über den Winter kommen.
Nun ist aber die Frage inwieweit dieses Kunstfutter den Bienen schadet.
Wir haben ja schon gezeigt daß die kleinzelligen Bienen eine längere Lebenserwartung als die künstlich vergrößerten aufweisen: längere Lebenserwartung kleinzelliger Bienen
Und erst durch diese längere Lebensdauer wird das hygienische Verhalten stimuliert.
Nun kommt aber bei einer wissenschaftlichen Studie heraus was wir schon immer proklamieren:
Künstliches Futter verkürzt die Lebensdauer der Bienen
Bienen wurden mit Honig und mit verschiedenen Ersatzsirup gefüttert:
Bild
Mit Honig gefüttert lebten diese Bienen im Durchschnitt 27 Tage, mit Zuckersirup nur 21 Tage und mit saurem Invertsirup nur ganze 12 Tage, weit weniger als die Hälfte der Lebensdauer als mit natürlichem Honig.
Und das war das zusammengefasste Ergebnis:
Bild
Zusammengefasst:
Es kann gesagt werden daß verschiedene Futterstoffe verschiedene Einflüsse vor allem auf die Darmwand der Bienen haben. Natürlicher Honig hatte keine Einwirkungen auf die Darmschleimhaut. Wogegen die Zufügung von Hefen und Malz zum Sirup zu Schädigungen der Schleimhaut führten.

Eine weitere Studie zeigt:
Zuckerfütterung beeinflusst die Genaktivität
Eine frühere Studie hat bereits gezeigt, dass Honig Nährstoffkomponenten enthält, die das Erbgut der Bienen beeinflussen. Diese in Pflanzen gebildeten Substanzen aktivieren verschiedene Gene, die am Abbau von Giftstoffen beteiligt sind. Den stärksten Effekt bei der Aktivierung der Entgiftung-Gene zeigte die p-Cumarinsäure, die auch in Pollen und Propolis enthalten ist. Solche Inhaltsstoffe fehlen natürlich im Saccharose oder Fructosesirup.
Forscher der Universität in Illinois, USA, haben jetzt gezeigt, dass die Folgen der Ersatzfütterung noch viel weitreichender sind. Im Labor fütterten sie zunächst gleichaltrige Sammelbienen entweder mit Honig, Saccharose- oder Fructosesirup. Dann untersuchten sie Gewebe aus einem speziellen Speicherorgan (Fettkörper) der Bienen, in dem die Insekten Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße speichern.
Der Vergleich zwischen beiden Gruppen zeigte, dass sich die Aktivität von mehr als hundert Genen deutlich unterscheidet. Betroffen sind unter anderem Gene, die für den Eiweißstoffwechsel und die Weiterleitung von Signalen der Nervenbahnen zuständig sind oder im Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Offensichtlich sind im Honig wichtige Bestandteile enthalten, die die Abwehrkräfte der Bienen verbessern.
Die Forscher raten daher zur Zurückhaltung bei der Zuckerfütterung. Weitere Studien sollen nun genauer zeigen, auf welche Weise die verschiedenen Aktivierungsmuster der Gene den Gesundheitszustand der Bienen beeinflussen.

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http://resistantbees.es/?p=3353


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es gab früher 100 verschiedene Milbenarten im Bienenstock, die ohne Probleme zusammen lebten – was können wir daraus ler

#2767

Beitrag von bee »

Dee Lusby zeigt uns wieder einmal sehr interessante Dinge auf.
Was haben die mehr als 100 verschiedenen Milbenarten, zu denen auch die Varroamilben und die Tracheenmilben zählen, für eine Beziehung zu den Bienen?

Mites associated directly and indirectly with honeybees…..
Posted by:deelusbybeekeeper
This is for Marshall and others here since just gotta post this and stir
the pot now since the USDA mite survey with me I am considering they are
burying…………….!!!!Honeybees ALONE are associated, directly and indirectly with a hundred or
more different mite species although most of these mites appear to be
natural predators of other mites that live with bees (none of which attack Varroa
mites). Also some of the symbiotic associations are commensalistic while
others are parasitic. and this was published with Griffiths et
al….1983…Varroa–The acarologtists‘ view,….and cited by Cavallora, 1983…Varroa
jacobsoni Oud. Affecting Honey bees: Present Status and Needs. A. A.
Balkema, Rotterdam. p107Now to clarify more, though here might be stirring more:Two organisms living together in a close association with at least one of
them benefiting from the association are said to have a symbiotic
relationship. Examples of types of symbiotic relationships are mutualism, in which
both organisms benefit from one another; commensalism, in which one
organism benefits and the other neither benefits nor is harmed; and parasitism, in
which one organism benefits while the other is harmed. In a parasitic
association the parasite is usually referred to as the symbiont while the
organism being parasitized is generally called the host.Parasites are considered to be efficient parsites (as pointed out by
Southwick, 1988) when they approach a commensalistic existence, i.e. , when they
do not seriously harm their host. A parasite’s host is likewise an
efficient host if it does not strongly react to it’s parasite. Thus through long
period of time, if the populations are allowed to live together under natural
conditions, the parasite and the host population may adjust to one
another, and the parasitic symbiosis becomes more commensalistic. At one point
during these long-term adjustments, there usually becomes a thin line of
distinction between parasitism and commensalism , and the two organisms has less
difficulty in coexisting.So here to me this is like ticks grooming hairs on ALL KNOWN livestock,
including honeybees, which trachael mites did prior to upsizing being called
then VAGANS, and varroa mites did prior to upsizing being called head neck
and back mites pre-1917 times…….which I have gone over and over here,
again and again for noting…………..

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=4255


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