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wissenschaftliche Studie: hygienisches Verhalten verstärkt bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden

Verfasst: Mi Jul 15, 2020 8:43 pm
von bee
Hygienisches Verhalten bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden
    Zusammenfassung
Das Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob Völker, die auf kleinen Zellen gehalten werden (Zellgröße von 4,93mm), in Verbindung mit natürlicher Selektion durch behandlunglose Haltung gegen Varroa destructor,  zu einer Erhöhung des hygienischen Verhaltens führt. Wir versuchten ebenfalls herauszufinden, ob durch den Wechsel von Völkern, die gegen Varroa destructor  behandelt wurden (ohne natürliche Selektion), auf kleinzellige Waben, zu einer Vermehrung des hygienischen Verhaltens führt.  Das hygienische Verhalten wurde in den gegen Varroen behandelten Völkern, sowie in den unbehandelten Völker, überwacht, die beide auf kleinen Zellen saßen. Zusätzlich wurde dieselbe Überwachung in zwei Kontrollgruppen durchgeführt, die aus behandelten und unbehandelten Völkern bestanden, die auf Waben mit Standartzellgröße saßen (Zellgröße 5,56mm).
Unabhängig davon, ob sie behandelt worden waren oder nicht, entfernten die Völker, die auf kleinzelligen Waben saßen, die toten Bienenpuppen (Nadeltest) schneller als die Völker, die auf Standartzellgröße saßen. Auf diese Weise konnten wir zeigen, daß das hygienische Verhalten verstärkt werden kann, indem man Bienenvölker auf kleinzellige Waben bringt, auch ohne natürliche Selektion durch das Fehlen von Behandlung gegen Varroa destructor. Die praktische Anwendung dieses Verfahrens erfordert jedoch weitere Studien verschiedener Bienenpopulationen, da sie in der Intensität des hygienischen Verhaltens deutlich variieren können und vor allem auch in der Eignung variieren können, um auf kleinzelligen Waben gehalten werden zu können.
 
 Hygienic behavior of colonies kept on small-cell combs*)
KRZYSZTOF OLSZEWSKI, GRZEGORZ BORSUK, JERZY PALEOLOG, ANETA STRACHECKA, MILENA BAJDA
Department of Biological Bases of Animal Production, Faculty of Biology and Animal Breeding, University of Life Sciences in Lublin, Akademicka 13, 20-950 Lublin, Poland
 
The width of bee comb cells in natural Northern European dark bee nests ranged from 4.90 mm to 5.10 mm (Cowan 1904 following 16). At present, such cells are considered as small cells (16). At the turn of the 19th century, following the introduction of the movable frame hive and the invention of the wax foundation, the cell width was changed and standardised (16). The currently applied, so to say standard, cell width usually ranges from 5.40 mm to 5.50 mm (12, 16). It was as- sumed that increasing the cell width by approximately 10% will cause an enlargement of the apian body (16), boosting the honey yield (12, 21).
As a result of the changes described above, the width of bee comb cells in the nests of honeybees currently kept in Europe is significantly different from the original one. Apidological literature contains few and fragmentary reports on whether these changes have influenced the biological mechanisms of bee colonies that have devel- oped over thousands of years of evolution. Nowadays, comb cell width is thought to potentially affect such parameters as the duration of the sealed brood stage, the fill rate of cells with pupae, the life-span of workers and the intensity of hygienic behaviour, which may modify the resistance of colonies to Varroa destructor mites (4,9, 15, 18, 19). V. destructor is currently the principal culprit responsible for supernormal worldwide losses in bee colonies (22, 23, 31).
A correlation was found between hygienic behavior and an increased tolerance of V. destructor by bees (2, 7, 30, 32). This seems to be the reason for choosing hygienic behaviour intensity as one of selection criteria in breeding bees resistant to V. destructor (5, 11, 14, 29).
This study was aimed at investigating whether keep- ing colonies on small-cell combs, in combination with natural selection caused by ceasing to fight V. destructor, leads to the intensification of hygienic behavior. We also sought to determine whether the very transfer of colonies onto small-cell combs, without the natural selection caused by the lack of anti-parasitic treatment, increases the intensity of hygienic behaviour, thus serv- ing as an effective tool to obtain bees with a higher resistance to diseases.
Material and methods
The assessments of hygienic behaviour were conducted in 2011-2013 at the apiary of the University of Life Sciences in Lublin (51°13’N, 22°38’E). In 2011, a group of colonies kept on small-cell combs (small-cell colonies, cell width of 4.93 mm) and untreated for varroatosis (SM-UT) was com- pared with two control groups of colonies kept on combs with standard-size cells (standard-cell colonies, cell width of 5.56 mm), both treated (ST-T) and untreated (ST-UT) for varroatosis. The SM-UT group included 5 colonies with natu- rally mated queens. They were colonies that had survived two seasons without treatment for varroatosis out of 16 colonies that had been transferred onto small-cell combs in 2008 and no longer treated. It can be assumed that there was natural survival selection in the colonies resulting from the lack of treatment against the parasite (selection intensity of 5/16). The ST-T control group included 10 colonies, whereas the ST-UT 5 group was made up of 5 colonies. The ST-UT group stopped being treated in 2009. The queens in the ST-T and ST-UT colonies were naturally mated. They were sisters and came from the same population as the queens in the SM-UT group, but from a queen representing a colony that had not been subjected to survival selection resulting from the lack of treatment against the parasite.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=3757

längere Lebensdauer kleinzelliger Bienen, eine wissenschaftliche Studie liefert den Beweis

Verfasst: So Jul 12, 2020 7:07 pm
von bee
hier ist eine wissenschaftliche Studie die beweist, dass durch die kleineren Zellen die Lebensdauer der Bienen verlängert wird.

Ein weiterer Punkt ist, dass kleinzellige Bienen eine viel längere Lebensdauer haben, 8 bis 12 Wochen (Ed&Dee Lusby). Die normalen, grosszelligen Bienen haben nur eine Lebenserwartung von 6 Wochen, die durch die Anwendung von Chemie im Bienenstock wie Varroabekämpfungsmittel etc, noch um einiges verkürzt wird. Die verlängerte Lebensdauer der Bienen resultiert in enorm starken Völkern und die zu verrichtende Arbeit im Stock kann von viel mehr Bienen erledigt werden, was eine Voraussetzung für ein gesundes Immunsystem ist. Immerwährender Stress, durch die gleiche Menge zu verrichtender Arbeit, mit zu wenigen Bienen, kratzt am Abwehrsystem der Bienen.
Den Zusammenhang zwischen Zellengröße, Lebensdauer der Bienen und hygienischem Verhalten erkläre ich im obigenVideo.
 
Warum leben die kleinzelligen Bienen länger?
Wir lernten dass die Bienen normal im Sommer 6 Wochen leben. Die Erfahrung zeigt heute, dass die Lebensdauer der Bienen, die in mit Chemie und Säuren behandelten Stöcken wohnen, erheblich kürzer ist. (Dr. Fernando Calatayud, Valencia)
Im Winterhalbjahr kann eine Biene mehr als 6 Monate leben.
Warum so lange?
Weil sie sich nicht durch so viel Arbeit erschöpfen muss.
Bei den kleinzelligen Bienen haben wir ein viel kompakteres Brutnest durch die kleinere Zellengröße und auch durch den kleineren Wabenabstand.
3 Zargen Langstroth kleinzelliger Bienen haben genausoviele Zellen wir 4 Zargen großzelliger Bienen.
Somit ist das Volumen des Brutnests entschieden geringer und es sind weniger Bienen für dieselbe Arbeit nötig.
hier ist eine wissenschaftliche Studie die beweist, dass durch die kleineren Zellen die Lebensdauer der Bienen verlängert wird.
Wir wissen nun, dass die Problematik unserer heutigen, bedrohten Bienenvölker durch zu viel Stress verursacht wird. Stessfaktoren sind die Krankheiten, die Chemie im Bienenstock, falsch angeordnete Waben, zu große Zellengrößen, nicht an die Umgebung angepasste Bienenrassen, kontaminiertes Wachs, zu viel oder zu wenig Drohnenbrut, zerstörte Mikrofauna, Imkerpraktiken die nicht bienengerecht sind wie zB Absperrgitter, Schwarmverhinderung, profitorientierte Zuchtauswahl, Wanderung, Fütterung mit künstlichen Nahrungsmitteln, Kunstpollen, Sirup etc etc.
Und wer zu viel Stress ausgesetzt ist, wird krank und sein Immunsystem wird entschieden geschwächt.
Die Bienen müssen sich bei den kleinzelligen Stöcken nicht immer bis zur absoluten Erschöpfung verausgaben, denn für dieselbe Arbeit sind weit mehr Bienen vorhanden. Sie leben länger.
Je größer der Stock wird, umso entspannter wird die Situation.
Putzverhalten, VSH, hygienisches Verhalten, kahlköpfige Brut ist alles dasselbe. Das kann man auch erzüchten, ist dann aber nicht stabil. Wenn das so wäre, dann hätten wir durch die jahrzehntelangen Resistenzzüchtungen schon viel größeren Erfolg haben müssen.
Eine weitere interesante Beobachtung, die ich bei Stöcken machte, die anfingen sich von selbst gegen die Milben zu wehren war, daß die Konsistenz und die Menge des Propolis sich änderte. Viel viel mehr Propolis und ungaublich klebrig. Aber nur in dieser Übergangszeit, später wurde es wieder normal in Menge und Beschaffenheit.

DER gangbare Weg zu resistenten Bienen, Grundlegendes von Ed&Dee Lusby

Verfasst: Fr Jul 10, 2020 8:00 pm
von bee
     hier sind sehr umfangreiche Schriften von Ed&Dee Lusby, die Pioniere der biologischen, behandlungsfreien Bienenhaltung
.
Dee Lusby, arizona, Die Grundlagen unserer Arbeit
Viele wissen nun wohl schon, dass wir der Meinung sind, dass kleine Bienen besser sind. Aber die Frage ist warum und wie?
Da nun einige Fragen im Raum stehen, denke ich, das es hilfreich ist, dass ich zunächst den Grund erkläre, warum wir so denken.
Zu aller erst lasst mich mal postulieren, dass man einen Krieg nicht durch die Anwendung von einzelnen Taktiken gewinnen kann. Man gewinnt dann, wenn man alles einsetzt was einem zur Verfügung steht, indem man ein gewissenhaft entwickeltes Einzingeln einsetzt und von allen Seiten gleichzeitig angreift.
Wir befinden uns tatsächlich in einem Krieg in unserer Imker-Industrie und ob wir gewinnen können oder nicht, als eine sich weiterentwickelnde Imker-Industrie, hängt davon ab, ob wir in der Lage sind zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig zu helfen. Das beinhaltet den Austausch von Informationen und kein Zurückhalten von sogenannten Geheimnissen, denn was nützt es, wenn ihr die einzigen seid die übrig bleiben und alle eure Freunde verschwunden sind.
– Wir sind der Meinung, daß die Harmonie mit der Umgebung, durch die Verwendung der richtigen Zellgröße, ein Drittel des Problems darstellt. Denn vor der Anwendung von künstlich vergrößerten Waben gab es keine Probleme und danach stellten sich parasitäre Milben-Probleme und deren Folgekrankheiten und, nicht zu vergessen, auch Brutprobleme, ein.
 Wir sind weiter der Meinung, dass die Ernährung ein weiteres Drittel des Problems ausmacht. Mit künstlicher Diät erreichen wir unvollständige Ernährung. Schlechte Ernährung stellt einen ernsten Stressfaktor eines jeglichen Organismus dar, der zu Krankheit und parasitären Angriffen und auch Brutproblemen führen kann.
 Wir sind auch der Meinung, dass die Zucht, die nicht in Einklang mit der natürlichen Umgebung stattfindet, ein weiteres Drittel des Problems ausmacht. Falsch angewendete Zucht geht Hand in Hand mit der Provokation von Ernährungsbelastung und Umgebungsstress.
Man kann nicht nur einen der oben erwähnten Änderungen allein vornehmen, ohne die anderen beiden auch mit einzubinden. Deshalb müssen all diese Änderungen als ein insgesamt kombiniertes Programm ausgeführt werden, was impliziert das Problem von allen Seiten gleichzeitig in Angriff zu nehmen.
Ist dass nicht dasselbe, was die Natur mit uns gerade in Begriff ist zu tun? Uns von allen Seiten her anzugreifen? Ich denke das es so ist.
Viele haben über die Jahre hinweg gefragt und geschrieben:…………… „Werden die Bienen durch die Verkleinerung der Zellen weniger anfällig für die Verwüstungen der Varroa, für andere Krankheitserreger und Krankheiten? Warum?  Dies beinhaltet entschiedene Änderungen des chemischen Gefüges der Bienen, denn der Varroaauslöser funktioniert auf Basis von chemischen Abläufen oder von Pheromonen. Und die Zellgröße kann das beeinflussen? Ja das kann sie!“
Mit den meisten auf dem Markt befindlichen, künstlich hergestellten Mittelwänden, deren Zellgrößen näher an der natürlichen Größe der Drohnenzellen als an der natürlichen Arbeiterinnenzellen liegen, wurde ein Pseudo-Effekt geschaffen, indem dass die parasitierenden Milben nun die Arbeiterinnen als neue Futterquelle betrachten. Das gibt es in der Natur so nicht.
In der Natur ist die Vermehrung der Milben, bei der Apis cerana, hauptsächlich auf die normalerweise sehr geringe Anzahl der von ihnen gebauten Drohnenzellen beschränkt; und auch durch sehr wenige weibliche Milben, die sich in der Arbeiterinnenbrut entwickeln. Das wird nur am Rande des Brutnests durchgeführt, wo die Larven am kühlsten sind und dadurch eine genügend lange Entwicklungszeit aufweisen, damit die Entwicklungszeit für einige Milben lange genug ist, um die Geschlechtsreife zu erlangen.
Man weiß, daß man Apis cerana und Apis mellifera nicht erfolgreich kreuzen kann und lebensfähige Nachkommen erzeugen kann. Aber sie sind dennoch so eng verwandt, dass wir bei ihnen studieren, lernen und nachahmen können, um unsere Bienen wieder unter Kontrolle bringen.
Nun zum Thema des Pseudo-Effekts, der unsere Arbeiterinnenbienen als Drohnen erscheinen lässt, oder besser gesagt als neue Futterquelle gesehen wird. Das Aufnahmevermögen einer Drohnenzelle für Nahrung ist doppelt so groß wie das der Arbeiterinnenzelle, obwohl die Drohnenzelle im Verhältnis nur 20% größer ist. Der Inhalt der Drohnenzelle beherbergt auch mehr juveniles Wachstumshormon III, welches bei der Varroa, die vom Blut der Drohnenlarve frisst, die Eiablage auslöst. Bei der Apis cerana ist ungenügendes juveniles Wachstumshormon III vorhanden um die Eiablage der Milben in der Arbeiterinnenbrut stimulieren zu können.
Nun hat die Größe der A. cerana Bienen ein natürliches, durch die geografische Breite verursachtes, Spektrum. Genauso wie bei der Apis mellifera und zufälligerweise sind sie in erster Linie gleich. Indem wir nun unsere Apis Mellifera Völker zurücksetzen auf Zellgrößen, die vor 1900verwendet wurden, was dem oberen Limit der natürlichen 4,9 mm Größe entspricht, nähern wir uns der Zellgröße von A.cerana in Korea, Japan und nördlicher Westküste von Südostasien an, und erreichen eine natürliche Kontrolle, ähnlich wie bei A.cerana . Gleichzeitig reduzieren wir die Futteranlockung, aber auch den Auslöser für die Milbenreproduktion.
Es werden auch andere Dinge geschehen, wenn wir die Größe der Arbeiterinnnenzelle zurück zu natürlichen Parametern verkleinern. Man wird dadurch auch die Dichte der Zellen auf dem Brutrahmen vergrößern. Durch höhere Dichte erlangen wir höhere Temperatur, was auch dazu beiträgt, daß die Entwicklung der Milben mehr zum Rande des Brutnests verschoben wird. Das konnten wir jetzt in unseren Völkern beobachten und die, die uns besuchten, konnten dasselbe feststellen.
Wir empfehlen auch, Brutrahmen auszusondern, die mehr als 10% Drohnenbau im Brutnest aufweisen, um so die Brutnesthygiene bei unseren Apis mellifera Arbeiterinnenbienen auszulösen.
Dieses ständige Aussondern (das muss zur gängigen Angewohnheit werden) löst bei unseren Bienen des Ausputzen der Arbeiterinnen- und Drohnenbrut aus. Die Folge ist, dass das ständige Aufziehen von Drohnen stimuliert wird, durch die ganze aktive Saison hindurch, wenn die Bienen Brut aufziehen. Wir denken dass das auch eine große Hilfe darstellt, um unsere Königinnen zu begatten.
Indem wir das Brutnest verdichten, erhalten wir mehr Arbeiterbienen bei jedem Brutzyklus. Wir erlangen größere Arbeitsteilung, was bedeutet, dass wir mehr Arbeiterinnen zu Verfügung haben für erweiterte Arbeiten, wie das oben erwähnte Ausräumen von infizierter Brut.
Da die Größe der Bienen durch die Größe der Zelle vorgegeben ist und die Größe der Zelle die Größe des Thorax der Arbeiterbiene regelt, haben wir auch die Tracheenmilben unter Kontrolle, indem wir die vorderste Atemöffnung verkleinern, wodurch sich diese Milben nicht mehr in die Lungen der Bienen begeben können.
Indem wir die Vermehrung der Varroamilben und Tracheenmilben vermindern (beides durch das USDA Tucson Laboratorium nachgewiesen), beide Milben sind in unserer Gegend bekannt auf unseren Bienen, können wir damit eine Verminderung der Folgekrankheiten erreichen. Das geschieht durch Verminderung von offenen Wunden, die von den Milben, die am Exoskelett der Bienen nagen und dies durchbeißen um ihr Blut trinken zu können, was zu Virus-, bakteriellen und Pilzinfektionen führt.
Indem wir die Dichte des Brutnests vergrößern, erreichen wir eine höhere Temperatur, die einen schnelleren Brutzyklus zur Folge hat, so dass die normale Zeit der verdeckelten Arbeiterinnenbrut um 24 Stunden verkürzt wird, bei normalem Nektarfluß, während der aktiven Saison. Damit wird die Varroa-Vermehrung noch weiter reduziert in unseren Völkern.
Indem wir die Zellengröße zurück zum natürlichen vorkommenden Spektrum verkleinern, passen wir uns besser der natürlichen Flora, die nicht vom Menschen hybridisiert worden ist, an. Dh die Bienen können in kleinere Blüten fliegen. Diese unberührte Flora ist vorherrschend in der Natur und verbessert somit die Nahrung, was sie ausgeglichener für den allgemeinen Gesundheitszustand des Volkes macht. Wir können beobachten dass ein größeres Sortiment an Pollen in die Völker eingebracht wird. Das führt auch zu einer größeren Vielfalt des eingebrachten Nektars, was auch einen Gesundheitsvorteil in sich birgt.
Indem wir die Zellengröße zurück zum natürlichen vorkommenden Spektrum verkleinern, können sich unsere Bienen mit den wildlebenden Bienen vermischen und wir erreichen dadurch größere Schwankungen für erweiterte Auswahlkriterien der Zucht. Wo man große Auswahl hat, kann man eher das auswählen was man benötigt.
Bild
Indem wir das alles zusammenfassen, können wir kontrollieren, dass die Ernährung unserer Bienen verbessert wird, dass wir die Krankheiten besser im Griff haben, indem ihre Körper weder innerlich noch äußerlich angefressen werden, was mit Virus, Pilz und bakteriellen Problemen einher geht. Wir gewinnen eine verminderte Vermehrung von Parasiten durch natürliche Einengung ihrer Ernährungsmöglichkeiten auf unseren Bienen und die Folge davon ist, dass wir nicht die verschiedenen chemischen Behandlungen verwenden müssen.
Wahrscheinlich hab ich hier etwas übersehen, hoffe aber nicht durch Fehler in der Darstellungsart.
Ich hoffe das hilft euch zu verstehen, warum wir es so machen.

Vorteil kleiner Zellen bei extremer Hitze

Verfasst: Mi Jul 08, 2020 8:04 pm
von bee
in Dees Forum schreibt ein Imkerkollege aus den USA:
Joseph Besetti hat geschrieben:We are experiencing our hottest weather of the summer now in southern Wisconsin. I'm noticing a striking difference in bearding behavior between colonies that have been regressed for three or more years vs. those I only started regressing last season. The new colonies are bearding heavily, while the regressed bees aren't bearding at all.

I'm tempted to believe that size plays a role in this, and that the differences in natural size across latitude and altitude are due at least in part to smaller size providing greater tolerance to temperature, or perhaps influencing the colony's ability to thermoregulate.

Comments? And is anyone aware of research publications on the topic?
da geht es um das "bearding", das ist der Bienenbart, der sich bei großer Hitze am Flugloch bildet.
Joseph Besetti aus Wisconsin berichtet von extremer Hitze.
Die Bienenstöcke, die erst seit kurzem auf kleinen Zellen sitzen, haben diesen Bienenbart extrem.
Wogegen die Stöcke, die schon 4 oder mehr Jahre auf kleinen Zellen sitzen, absolut keinen Bienenbart aufweisen.

Das heißt, daß die Thermoregulierung bei Völkern, die schon einige Jahre an die kleinen Zellen gewöhnt sind, viel besser ausgeprägt ist.

Gesunde Mikrofauna im Bienenstock – unerlässlich!

Verfasst: Di Jul 07, 2020 7:16 pm
von bee
Die Mikrofauna besteht aus verschiedensten Insekten (mehr als 40!).
Dabei handelt sich sozusagen um einen eigenen (Mikro-) Organismus. Eine bestimmte Insektenart ist beispielsweise darauf spezialisiert, gewisse Schimmelpilze (lat: fungi mycelium – das“mycel“ ist der vegetative Teil des Pilzes) zu vernichten.
Wer kann schon genau wissen, welche Bedeutung und speziellen Aufgaben die vielen anderen Insekten in der Beute haben?
Wer weiß bereits, welche Rolle diese Mikrofauna in Bezug auf die Befindlichkeit bzw. auf das Überleben der Bienenvölker spielt?
Deshalb ist es als wünschenswert zu betrachten, wenn diese Mikrofauna in einem möglichst normalen Zustand vorhanden ist.
Eine Anhäufung von Rückständen aus Milbenbekämpfungsmitteln im Wachs hat jedenfalls einen negativen Einfluss auf das vegetative Nervensystem der Bienen, da viele Milbenbestandteile Nervengift enthalten. Wir wissen leider noch viel zu wenig über die Auswirkungen solcher Rückstände im Wachs und den möglichen Wechselwirkungen (synergetischen Effekten) mit den Chemikalien, denen wir unsere Bienen mit einer (fast schon überheblichen!)  Selbstverständlichkeit aussetzen, als wären diese allesamt völlig harmlos und nebenwirkungsfrei.
Ein gutes Beispiel ist das verschwinden der völlig harmlosen Bienenlaus aus den Bienenstöcken. Bei unseren Völkern, die noch nie mit Chemie in Berührung kamen, ist die Bienenlaus immer vorhanden. Wer weiß was sie für eine Rolle spielt im Stock.

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(Foto Bienen mit Läusen)

In Deutschland machte man offensichtlich keine so guten Erfahrungen, wie in anderen Ländern, durch kleinere Zellen die Überlebensfähigkeit der Bienen zu erhöhen. Diese Tatsache – sollte es bei diesen negativen Erfahrungen bleiben – dürfte im Laufe der kommenden Jahre interessant werden bzw. einige Fragen aufwerfen. Denn die deutschen Imker arbeiten zur Zeit noch weiter mit den kleinen Zellen und müssten eigentlich schon offensichtliche (positive! ) Erfahrungen aufweisen können.
Doch möglicherweise haben die Erfahrungen in Deutschland auch mit ganz speziellen Bedingungen oder abweichenden Arbeitsweisen der deutschen Imker zu tun, warum sie sich von jenen in Arizona, Wyoming, Zypern und Norwegen unterscheiden.
Betrachten wir die bisherigen Berichte und positiven Erfahrungen einfach einmal als Tatsachen (wovon wir aber ohnedies überzeugt sind!). Doch wir haben trotzdem einige (relevante?!) Unterschiede gefunden, die zur Klärung der Sachlage beitragen könnten:
Seit etwa 25 Jahren wird in Deutschland ein überaus wirksamer und intensiver Gebrauch von verschiedendsten Chemikalien gemacht. Dies hatte zur Folge, dass es auch im Wachs zu einer Anhäufung von Milbenbekämpfungsmittel-Rückständen gekommen ist, was wiederum Auswirkungen auf die Mikrofauna in der Bienenbeute hatte. Die Mikrofauna besteht aus verschiedensten Insekten (mehr als 40!). Dabei handelt sich sozusagen um einen eigenen (Mikro-) Organismus. Eine bestimmte Insektenart ist beispielsweise darauf spezialisiert, gewisse Schimmelpilze (lat: fungi mycelium – das“mycel“ ist der vegetative Teil des Pilzes) zu vernichten.
aus „Einführende Studie zur Züchtung Varroa-resistenter Bienen“ Erik Österlund


http://resistantbees.es/?p=2926

die natürliche Anordnung der Bienenwaben

Verfasst: So Jul 05, 2020 8:01 pm
von bee
Einer unserer Mitstreiter aus den USA hat sich vor längerem zur Aufgabe gemacht, zu beobachten, wie die wild lebenden Bienenschwärme ihre Waben bauen. Er heißt Housel und fand heraus, daß die Bienen ihre Waben nach einem bestimmten System anordnen.
Wenn man eine Wabe zur Hand nimmt und auf den Grund (gegen das Licht halten) einer Zelle blickt, sieht man ein „Y“. Dreht  man  die Wabe auf die andere Seite sieht man ein „Y“ auf dem Kopf. Er beobachtete nun, daß die Bienen eine Zentralwabe bauen, wo die Y auf beiden Seiten nach unten zeigen und dann in den folgenden Waben das Y immer nach außen zeigt – links und rechts der Zentralwabe.
Wir imitierten das, mußten aber die Zentralwabe weglassen. Also haben wir in einer Zarge von 10 Waben, 5 Waben in denen das Y auf die eine Seite zeigt und 5 Waben wo es auf die andere zeigt. Und die Bienen geben sich damit zufrieden. Wir markieren oben auf der Querlatte des Rahmens, mit einem farbigen Punkt, auf welcher Seite das „Y“ ist und ordnen die Waben wie folgt an
an
Was hat das aber für Auswirkungen auf die Biene?
Enorme und eklatante! Seitdem ich das praktiziere, stechen meine Bienen nicht mehr und das Schwärmen hat fast ganz aufgehört.
Viele arbeiten ja mit Buckfast Bienen, die auch nicht stechen, aber das ist gezüchtet. Bei meinen hab ich nie nach Friedlichkeit ausgelesen, im Gegenteil, ich war früher der Meinung, dass Bienen sich wehren müssen. Ich kann fast immer ohne Schutzkleidung arbeiten, wenn ein Stock aggressiv wird, heißt das, dass er Gesundheitsprobleme hat.
Die Housel Anordnung der Waben und ihre Bedeutung für die Imkerei  Dee Lusby, arizona (übersetzt v S.Braun)
Ich erhielt gerade, ein paar Wochen vor diesem Treffen, in einer Diskussion mit Michael Housel aus Orlando, Florida, Informationen über die Anordnung von Naturbauwaben von wildlebenden, dort in Bäumen hängenden Bienenschwärmen.
Fasziniert von dieser Nachricht war unsere Neugier geweckt und wir erkannten den Wert der Information über die Anordnung der Naturbauwaben. Mein Mann und ich begannen sofort mit der Eingliederung der neuen Erkenntnisse in unsere Betriebsweise, was sich im Umsortieren von nahezu 35.000 Waben niederschlug, um deren Anordnung zu korrigieren.
Aber wie sieht denn die richtige Anordnung aus, von der Michael Housel mir erzählte?
Es bezieht sich auf das Verständnis der „Y“- Struktur der Pyramiden, die auf dem Grund der Zellen in Naturbauwaben und in vorgefertigten Mittelwänden erkannt werden können. Diese werden vom Imker in den Völkern genutzt, um den domestizierten Honigbienen zu helfen, das Muster des Naturwabenbaues nachzuahmen.
Mittelwände werden vom Imker allgemein verwendet, um die in menschlicher Obhut gehaltenen Bienen anzuregen, mit dem Wachs ihrer Wachsdrüsen, sowohl Brut- als auch Honigwaben zu bauen. Die Mittelwand wurde im 19. Jahrhundert dem Naturwabenbau nachempfunden.
Die „Y“- Struktur war also schon seit Beginn der Mittelwandherstellung vorhanden. Es kommt nur darauf an sie zu verstehen und so anzuordnen, wie es Michael Housel richtig erkannt hat. Wir haben vor kurzem unsere Völker durchsortiert und hoffen, daß heute jemand zuhört und lernt, wie er es in seiner Imkerei auch durchführen kann.
Wenn wir nun etwas exakt nachbauen, um es dann zu benützen, was ja der Zweck der Mittelwände ist, aber wir es dann nicht so benützen und platzieren, wie es im Original von den Bienen selbst vorgesehen wurde, wie können wir dann den Bienen die Schuld geben, wenn sie im Bienenstock etwas falsch bauen oder sich falsch verhalten? Dem zu Folge kann unsere falsche Ausrichtung und Anordnung von künstlich hergestellten Mittelwänden, die im Gegensatz zum ürsprünglichen natürlichen Entwurf stehen, Schuld an Problemen im heutigen Bienenstöcken sein, in Bezug auf die Bearbeitung und dem Ausbauen der Waben
Wie können denn Wissenschaftler richtig forschen, wenn doch die unpassende Anordnung der Mittelwände nichts mit den tatsächlichen Gegebenheiten in der Natur gemein hat? Ist diese Forschung wirklich Wissenschaft wenn sie, sowohl auf der künstlichen Vergrößerung der Biene, als auch auf falsch angeordneten Waben, aufgebaut ist? Das paßt nicht in die natürliche Welt. Wie kann man dann wissen, ob das zu Erforschende richtig oder falsch ist, wenn nun die Waben in den untersuchten Bienenvölkern nicht zur natürlichen Anordnung der Waben passen?
Die „Y“- Struktur
Ein „Y“ wird dort gebildet, wo die rautenförmigen rhombischen Platten der Zelle aneinander stoßen um eine Y-förmige Prägung auf dem Boden der Zelle zu bilden. Diese Bildung eines „Y“ ist auch bei Naturwabenbau deutlich zu sehen.
Es gibt beim Betrachten jeder Mittelwand und Wabe eine rechte und eine linke Seite, ganz gleich ob das Teil aus einem Volk in menschlicher Obhut stammt oder an einem Ast in der Wildnis gebaut wurde.
Die rechte oder linke Seite der gegenüberstehenden Mittelwände oder ausgebauten Waben in einem Bienenvolk wird durch die aufrechte oder umgekehrte Lage des Y bestimmt.
Das ändert sich, wenn man sich recht oder links einer gedachten Mittellinie im Magazin befindet. In der Natur findet man aber eine ganz spezielle Wabe, die vom Ast hängt. In unseren künstlichen Bienenstöcken, die wir Völker nennen, kommt das nicht vor, deshalb müssen wir uns einer gedachten Mittellinie bedienen, um die richtige Anordnung zu finden, rechts oder links von der Mitte und aufrecht oder umgekehrt.
Als Imker kann man dies beim Drehen einer wildgebauten Wabe leicht beobachten. Ebenso leicht kann es durch Drehen einer Mittelwand beobachtet werden.
Wenn nun solche wildgebauten Waben ausgeschnitten werden, sollten sie nicht genau so angeordnet werden, wie sie im wilden Volk entstanden sind, um den sich nun in menschlicher Betreuung befindlichen Bienen zu helfen, weiter zu wachsen und sich richtig zu entwickeln?
Wenn Sie es bisher noch nicht bemerkt oder gesehen haben, nehmen Sie doch eine Mittelwand und legen Sie diese flach vor sich und betrachten Sie diese.
Legen Sie die Mittelwand mit der langen Seite nach oben vor sich hin und schauen Sie die Mittelwand sorgfältig an.
Es gibt zwei Möglichkeiten um das Blatt oder die Wabe (im Rähmchen) zu drehen um das „Y“ am Boden der Zelle zu betrachten.
Den meisten Imkern wurde schon früh beigebracht, wie man ein mit Bienen besetztes, Rähmchen vorsichtig,von oben nach unten drehtt. Meist geschieht dies durch einen Dreh aus dem Handgelenk um die Bienen so wenig wie möglich zu stören. Dies geschieht zur Beobachtung des Brutnests um folgende Kontrollen auszuführen – Ausschau nach Krankheitszeichen, Milben, Eiablage und Larvebgröße für das Umweiseln.
Wenn der Imker das Rähmchen auf diese Art dreht, wird kein Unterschied sichtbar, obwohl man dabei die gesamten Zellen unten und oben betrachten kann.
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Dann drehen wir das Rähmchen NICHT VERTIKAL, SONDERN VON LINKS NACH RECHTS!
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Wenn man nun beim drehen auf den Zellboden schaut, verändert sich das Y jedes Mal von der aufrechten Position in die umgekehrte Position. Man kann sich damit stundenlang die Zeit vertreiben.
Erklärung der Housel Anordnung
Bei wildlebenden Völkern gibt es eine Zentralwabe, die zuerst gebaut wird, wenn sich der Schwarm an einen Ast gehängt hat. Im Frühling oder zur normalen Schwarmzeit wird diese erste Wabe als Arbeiterbau erstellt (Ausnahmen gibt es nach der Sommersonnenwende oder im Frühherbst, wenn abgeschwärmte Bienen manchmal Drohnen- oder Honigwaben bauen wollen um Platz für den Wintervorrat zu schaffen um dann nach einer bestimmten Menge mit dem Bau von Arbeiterzellen zu beginnen).
Nun ist diese Wabe mit umgedrehten „Y“ auf beiden Seiten gebaut worden. Deshalb verwende ich nun “ ^I^“ um das umgedrehte „Y“ auf beiden Seiten der Wabe anzuzeigen. Es wird nur eine einzige solche Wabe pro Volk in dieser Weise gebaut.
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Denn Bienenstöcke die natürlicherweise schwärmen, weil sie wieder Arbeiterinnenbrut benötigen um ihre Art zu erhalten, benötigen ohne Verzug optimale Zellen für die Arbeiterinnenbrut und das besonders in Gebieten mit einer kurzen Trachtperiode. Deshalb wird diese besondere Wabe gebaut.
Das wilde Brutnest hat also seinen Anfang in einer speziell gebauten Wabe für ein Höchstmaß an Produktion von Arbeiterbienen, die wiederum umgehend gebraucht werden, um neue Brut zu pflegen und um Vorräte zu sammeln bevor die Sammlerinnen wegsterben.
Jede weitere Wabe orientiert sich nun an dieser Wabe, um eine dauerhaft maximale Brutaufzucht zu gewährleisten und um anschließend Pollen- und Honigvorräte aufzunehmen wenn sich das Nest weiter ausdehnt.
Die „Y-Struktur“ beginnt nun mit dem umgekehrten „Y“ dem „^“, immer zur ersten, mittleren Wabe hin ausgerichtet. So setzt sich diese Anordnung von schrägen (Rhomben-) Böden, auf denen die Larve ruht fort, um einem Maximum an Flugbienen zu ermöglichen, Nektarvorräte zu sammeln die zum Wabenbau benötigt werden, während gleichzeitig weniger Bienen zur Brutpflege benötigt werden.
Ich schreibe jetzt “^” um das umgedrehte Y für die der Zentralwabe (oder gedachtes Brutnestzentrum bei vom Imker betreuten Stöcken) zugewendete Seite der Waben anzuzeigen mit den schrägen (Rhomben-) Böden.
Auf der anderen Seite der Wabe zeigt das „Y“ nach oben und hilft dabei ein überstehendes, abgeschrägtes Dach zu formen, das den Bienen hilft, wenn sie einmal genügend Waben gebaut haben, der Brut und den Vorräten Schutz gegen Wind und Wetter zu geben.
Ich schreibe nun “Y” um die Seite der Wabe anzuzeigen die die aufrechten Ypsilons aufweist mit den schrägen Dächern, die immer von der Zentralwabe wegzeigen.
Für den Imker bedeutet dies, daß alle Wabenseiten mit der „^“-Anordnung in einem Volk zur Mitte zeigen sollten und alle Wabenseiten mit der „Y“-Anordnung zu den Seiten zeigen sollten, weg von der gedachten Mittellinie. Ich vermerke ^IY um dies anzuzeigen.
Nun sind die Zellen in der Mitte der Rahmen die kleinsten und sie sind Arbeiterinnenbau. Nur am Rand des Brutnests verändern sich die Zellen in Drohnenbau.
Das kann auf zwei Wegen erreicht werden.
Auf beiden Seiten einer gut ausgebauten Wabe mit Arbeiterinnenbau können sich am Rande Drohnenzellen befinden, auch am unteren Rand.
Wenn ungefähr vier Waben mit Arbeiterinnenbau auf beiden Seiten der Zentralwabe gebaut wurden, so wird der Imker feststellen, daß eine Kombination von Drohnen und Honigzellen gebaut wird.
Was wir also in den Bruträumen sehen können, ist folgendes:
YI^,YI^,YI^,YI^,YI^,^IY,^IY,^IY,^IY,^IY
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Wenn wir uns wild gebaute Waben ansehen, sehen wir folgendes:
YI^,YI^,YI^,YI^,^I^,^IY,^IY,^IY,^IY
Dieser Übergang zu größeren Zelle beginnt langsam, wird aber deutlicher je näher man von der gedachten Mitte oder Zentralwabe zum Rand des Brutnests kommt.
Bei guter Tracht können, insbesondere bei wilden Völkern, die Waben auch mit Zellen die größer sind als Drohnenzellen ausgebaut werden. Das ist aber eher die Ausnahme und wird nur in außergewöhnlichen Jahren beobachtet.
Die Anordnung der größeren Zellen oder Drohnenzellen am Rande des Brutnests schützt die Arbeiterinnenbrut vor Beschädigung. Tiere, die ein im Baum hängendes Nest angreifen, werden die äußeren Waben wegreißen und oftmals wieder verschwinden. Wenn starker Wind bläst, vielleicht zusammen mit Regen, dann werden diese äußeren Waben abgerissen oder abgeschlagen. Diese Waben sind zerbrechlicher, weil sie weniger stabilisierende Zellwände haben und werden deshalb leichter zerstört. Aber sie dienen durch Ihre flankierende Anordnung zum Schutz der inneren Waben vor den Unbilden des Wetters und vor wilden Tieren. Das alles schützt die kleineren Arbeiterinnenzellen, die ja oftmals auch Honig und Pollen enthalten, besonders, wenn das Bienenjahr fortschreitet und die Brut zurückgeht. Es sind die stärksten Zellen die mit dem meisten Wachs gefertigt sind, um höchste Festigkeit zu gewährleisten.
Die Anordnung der Waben in einem Bienenvolk in menschlicher Obhut sollte also obigem Schema der Zellanordnung in Drohnen/Honigwaben folgen, relativ zur Arbeiterinnen/Pollen/Honig Zellanordnung.
Alle gut ausgebauten Waben mit Arbeiterinnenbau sollten in der Mitte platziert werden, dann die Waben/Rahmen mit Drohnenzellen (nicht mehr als 10%), dann zum Schluss die schlechter ausgebauten Übergangswaben. So hat der Imker schließlich etwa vier Waben mit Arbeiterinnenbau in der Mitte des Brutraumes, daran anschließend drei an jeder Seite für die Kombination aus Arbeiter/Drohnen und Pollen/Honig. Und nur an der äußerste dient für vermurkste Waben, die später ausgesondert werden müssen, wenn beim bearbeiten der Stöcke sich die Gelegenheit bietet, um dann ausgeschleudert zu werden und das Wachs geschmolzen wird, um es wieder zu verwenden.
Die Bedeutung die Housel Anordnung für die Betriebsweise
Wie ich schon früher anmerkte, war ich von Anfang an vom „Housel Positioning“ fasziniert. Als wir den Wert der Entdeckung erkannten, sortierten wir annähernd 35000 Waben in unseren Völkern um und wir werden weiter machen. Die neue Anordnung der Waben in unseren Völkern, nach dem System der wildgebauten Waben, führte dazu, dass einige Probleme der Bienen beim Ausbau von Mittelwänden und beim Wabenbau schlechthin weniger wurden oder ganz verschwanden.
Mein Mann und ich führen unsere Völkern auf Mittelwänden mit 4,9 mm Zellmaß. Bei zwei bis drei Bruträumen erfährt das Brutnest keine Einschränkung und bei ein bis zwei Honigräumen ist ein Volk etwa vier bis fünf Magazine groß. Wir sehen keine Probleme bei der Verwendung von 4,9mm Mittelwänden und der Anwendung des „Housel Positioning“-Prinzips, denn eigentlich ist es nur ein Nachahmen des natürlichen Wabenbaues, wie er gefunden wird, wenn ein Volk wilden Bau in einem Baum erstellt. Wir erreichen also eine Betriebsweise, die auch für die wilden Bienen eine biologische Harmonie darstellt, sowohl in der Zellgröße wie auch bei der Wabenanordnung.
Gleichzeitig können wir unverfälschte Bienenprodukte erzeugen. Wir müssen die verschiedenen chemischen Behandlungsmittel, Medikamente, ätherischen Öle oder organischen Säuren zur Milbenbehandlung oder der Behandlung von Sekundärinfektionen und anderen Bienenkrankheiten nicht einsetzen. Auch haben wir Bienen die in Harmonie mit der Natur leben.
Letztendlich werden folgende Probleme in den Völkern durch ein Anordnen der Waben nach der Housel Anordnung verringert oder sogar beseitigt:
1. Die Königin benutzt neu hinzugefügte, ausgebaute Waben nicht zur Eilage
Es ist allgemein üblich ausgebaute Waben zur Erweiterung des Brutnests ins Volk zu geben.
Dazu verwendet man trockene oder honigfeuchte Waben. Aber bei den folgenden Kontrollen, stellt der Imker fest, dass die Waben nicht benutzt wurden, die angrenzenden Waben jedoch voll Brut sind. Wegen des 21-tägigen Brutrhytmusses stellt aber jeder Verlust an gepflegter Brut, auch einen Verlust an zukünftigen Generationen von Arbeiterbienen dar.
2. Übermäßig ausgebeulte Waben neben Waben, die kaum ausgebaut oder mit Wirrbau versehen sind
Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Imker dicker ausgebaute, „verbeulte“ Waben im Honigaum findet, wenn er nur Mittelwände zugegeben hat. Die angrenzende Wabe, oder Mittelwand, wird kaum angerührt oder mit Wirrbau versehen.
Beim Heimtransport solcher Waben schlagen oder reiben diese aneinander, der Honig läuft aus den beschädigten Zellen durch den ganzen Stapel von Magazinen. Bevor man also zu Hause ist, hat man schon eine Schweinerei angerichtet, die wieder Arbeit macht.
Durch unsere Beobachtungen wissen wir nun, dass die Waben und Mittelwände falsch positioniert waren. Wir wissen, dass die kaum ausgebaute bzw. mit Wirrbau versehene Wabe umgekehrt zur natürlichen Position der anderen Waben eingehängt worden war.
3. Die Bienen nehmen einen aufgesetzen Raum mit Mittelwänden nicht an
Bei guter Tracht kommt dieses Problem nur selten vor. Bei durchschnittlichen oder mäßigen Trachten können die Bienen aber einen gewisse Abneigung zeigen, wenn sie in den aufgesetzten Raum ziehen sollen um dort Honig abzulagern, oder die Mittelwände auszubauen. Dieses Verhalten verringert die Aufzucht von Arbeiterinnen und schmälert den Honigertrag. Nachdem die Waben allerdings nach der „Y-Struktur“ angeordnet wurden, ziehen die Bienen ohne weiteres nach oben.
4. Gelegentlich werden neue Mittelwände oder Waben schlicht ignoriert.
Von Zeit zu Zeit geben Imker eine neue Mittelwand in den Brutraum oder einen Raum mit ausgebauten Waben und die Bienen ignorieren diese einfach! Auch bei einer Zugabe von ausgebauten Waben und Mittelwänden kann diese Abneigung manchmal beobachtet werden. Durch unsere dargelegten Beobachtungen haben wir den Grund hierfür in der falschen „Y“ Anordnung gefunden. Die Bienen lassen die falsch positionierten Waben bei der Verarbeitung einfach aus.
5. Verbaute oder überbaute Mittelwände
Manchmal finden wir Imker Mittelwände die mit größeren oder kleineren Zellen überbaut wurden. Wir fanden auf gegen das „Y-System“ gegebenen Mittelwänden vergrößert überbaute Drohnen-/Honigzellen. Wenn man nun diese überbauten Zellen betrachtet, so sieht es aus, als würden sich die Bienen bemühen durch das Umarbeiten wieder ein richtiges „Y-System“ zu erzeugen.
An vielen Stellen zeigen die überbauten Zellen das gleiche „Y“-Muster wie die Mittelwand. An anderen Stellen versuchen die Bienen das Muster entgegen der Mittelwand umzudrehen. Jede Stelle einer überbauten Mittelwand erzählt uns eine neue Geschichte darüber wie die Bienen versuchen das „Y-System“ korrekt aufrechtzuerhalten. Lässt man die Waben weiter ausbauen, werden durch dieses Verhalten sog. Übergangswaben erzeugt. Wir stellen fest, dass unsere Bienen versuchen das „Y-System“ zu erhalten und fortzusetzen. Deshalb werden unsere Waben jetzt einheitlicher mit kleinen Zellen ausgebaut, wohl weil unsere Bienen gleichmäßiger gepflegt und versorgt werden.
6. Übergangswaben mit verschiedenen Zellgrößen werden gebaut
Ähnlich wie bei den vergrößerten Zellen auf neuen Mittelwänden, können auch auf den Übergangswaben Zellen in verschiedenen Größen gefunden werden. Diese Zellen werden meist bei Völkern gefunden, die auf falsch positionierten Mittelwänden sitzen. Diese Zellen sind im Durchschnitt 0,2 bis 0,3 mm größer.
7. Es werden plötzlich Königinnen herangezogen, zu falschen Zeiten des aktiven Jahres, was zu Schwarmproblemen führt
Nach der Zugabe von leeren, ausgebauten Waben oder von honigfeuchten Waben stellt der Imker manchmal ein Umweiseln des Volkes zu ungünstigen Zeiten des Jahres fest. Ähnliches kann passieren, wenn der Imker Mittelwände zum Ausbauen ins Brutnest hängt. Plötzlich werden Weiselzellen angepflegt. Auch wenn man seit dem Vorjahr gar nichts am Brutnest geändert hat, kann ein plötzliches Umweiseln einsetzen, obwohl man genau weiß, daß die Königin jung ist und so was nicht passieren sollte. Das kann besonders frustrierend sein, wenn gerade gute Tracht herrscht, oder wenn man wegen eines besonderen Zuchtprogramms, jedes Jahr die Königinnen auswechselt, gerade um dies zu verhindern. Welchen Grund sollten Völker haben, ihre Königin mehr als einmal im Jahr auszuwechseln?
Aus den Beobachtungen bei unseren Völkern sehen wir, daß es ein Problem mit verkehrt herum zugegebenen Waben ist. Wenn die Wabe „aus der Reihe tanzend“ ins Volk gegeben wird, kann der Imker spontanes Umweiseln auslösen .Die Imker müssen aufpassen und sich an folgendes halten: auf der einen Seite sind die Y-Muster umgedreht und zeigen nach unten „^“, was einen schrägen Boden bildet, auf dem die Larve ruht. Dies wird von den Bienen für eine schnelle Entwicklung genutzt, z. B. nach dem Schwarmakt.
Auf der anderen Seite der Wabe bzw. Mittelwand zeigt das Y-Muster nach oben und erzeugt so ein schräges Dach, um Brut und gesammelte Vorräte vor Sonne, Regen, etc. schützt. Doch das schräge Dach des aufrecht stehenden Y-Musters hat auch eine andere Funktion im Volk! Denn nur auf dieser Seite mit aufrecht stehendem Y-Muster, dort wo ein überstehendes Dach gebildet wird, werden nach unten zeigende Weiselzellen für die Umweiselung gebaut
Imker können also durch die Nichtbeachtung der natürlichen Anordnung der Waben ein spontanes Umweiseln anregen und dadurch ein eventuelles Schwärmen. Bei Völkern die schon durch Krankheiten, Schädlinge, Räuber oder auch Varroabehandlungen schon unter Stress stehen, wird die falsche Wabenanordnung jedoch leichter Probleme auslösen, wie z.B. das spontane Umweiseln.
Wessen Fehler ist es also! Der Bienen oder des Imkers, der nicht auf die richtige Anordnung der Waben in den von ihm betreuten Völkern geachtet hat?
Als letztes wollen wir anmerken, daß als wir zu den nach dem „Housel Positioning“ umsortierten Völkern zurückkamen, wir feststellten , daß die Völker sanftmütiger waren als zuvor.
http://resistantbees.es/?p=2986

Vorteile kleiner Zellen bei den Bienen

Verfasst: Fr Jul 03, 2020 6:37 pm
von bee

Behandlungsfreie Imkerei – die unvermeidbare Krise: Zusammenbruch und Erneuerung

Verfasst: Mi Jul 01, 2020 2:21 pm
von bee
Zusammenbruch und Erneuerung: Die Lösung für behandlungsfreie Bienenzucht
(von unserem Kollegen Kirk Webster, der sehr viel Erfahrung hat mit resistenten, kleinzelligen Bienen)
Bild
Auf der Konferenz für behandlungsfreien Bienenzucht in Leominster, im Juli 2011, war es ganz klar, dass die Menschen, die erfolgreich und produktiv ihre Imkerei seit Jahren betreiben ohne zu behandeln, all ihre Methoden und Vorgehensweisen alleine herausgefunden haben und diese sehr auf ihre eigenen, einzigartigen Situationen zugeschnitten sind. Diese Bienenstände, in denen nicht behandelt wird, sind über die ganze Welt verstreut. Von den feuchten Tropen in Süd- und Mittelamerika bis zu der glühend heißen Sonora-Wüste von Arizona; von den Hochlagen der südlichen Rocky Mountains bis zu den feuchten Wäldern des Washington Westens. Weiter im Osten verbreiteten sie sich von den milden Klimazonen in Texas, North Carolina und in Europa von Frankreich, zu den kurzen Sommern und bitterkalten Wintern
von Skandinavien und im nördlichen Neu-England.
Das Wetter und die Honigernten sind sehr unterschiedlich. In dieser Bandbreite von unterschiedlichen Orten und dieser Vielzahl von Imkern, gibt es eine erstaunliche Vielfalt an Strategien zur Herstellung von Honig, Pollen, Propolis, Wachs, Bienen, Königinnen und Gift aus ihren Stöcken.
Es gibt jedoch eine Sache, die alle diese Imker gemeinsam haben – eine Erfahrung, die sie alle teilen: ob sie es wollten oder nicht, sie mussten alle zusehen, wie ihre Bienen durch mindestens zwei Zusammenbruch- und Erneuerungs-Zyklen gingen, bevor sich ihre Bienenstände genug stabilisiert hatten und Überschuss an Bienenprodukten hergaben, die ohne Behandlungen produziert waren.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=2778

Das Bienenwachs – praktisch alles Bienenwachs ist hoch verseucht mit Chemierückständen

Verfasst: Fr Jun 26, 2020 6:42 pm
von bee
Das größte Problem ist, daß durch die Jahrzehnte lange Anwendung von Chemie IM Bienenstock, praktisch alles Wachs, das auf dem Markt ist, belastet ist. Und das können wir nicht verwenden.
Imker Pestizidflasche gefunden in totem Bienenstand
auf einer griechischen Insel
 
Pestizidrückstände im Wachs (Studie von Erik Österlund)
Auf der Erde gibt es heute leider nur mehr wenige Orte, an denen es Wachs gibt, das frei von chemischen Rückständen ist. Diese chemischen Rückstände haben auf das Leben der Bienen verschiedenste negative Einflüsse. In sehr kleinen Mengen können die Bienen damit eventuell umgehen, wenn sie stark genug in anderen Richtungen sind. Speziell die (komplizierten, untereinander ablaufenden) synergetischen Effekte, also diese gegenseitigen Beeinflussungen der einzelnen Chemikalien, die verwendet werden, sind sehr schwer zu handhaben bzw. zu kontrollieren. Und noch schwieriger ist es, sich ein wissenschaftlich fundiertes Wissen über diese komplizierten chemischen Vorgänge anzueignen. Ich denke das Beste, was wir tun können, ist, uns zu bemühen, möglichst „sauberes“ Wachs zubekommen, das von jeglicher Art von Chemikalien frei ist. Es mag schwierig sein, aber die naheliegendste Vorgangsweise ist es, nur Entdeckelungswachs für die neue Wachsgrundlage zu verwenden und jene Waben, von denen wir annehmen, dass sie kontaminiert sind, durch gesunde Waben zu ersetzen. Eine weitere Quelle für sauberes Wachs ist Wachs aus Gebieten, in denen sich Mitizide (milbenabtötende Chemikalien) verwendet werden. Behalten Sie aber immer auch andere Kontaminationsmöglichkeiten im Auge.
Bild
Ein anderes Problem ist, daß sich in den Mittelwänden, die verkauft werden ein schwerwiegender Fehler entstanden ist.
Um das zu erklären, muß ich weiter ausholen. Ed und Dee Lusby (Ed war der Ehemann von Dee und der ist leider vor Kurzem gestorben, Dee sagt durch zu viel Stress – ich kann es nachfühlen) begannen in den 80er Jahren, nach intensivem Studium der alten Imkerliteratur, ihre 1000 Stöcke auf 5,05mm Zellenmaß umzustellen. Da sie das ganze Jahr mit 4 Zargen arbeiten, sind das 40.000 Rahmen neu zu bestücken. Unglaublich!! für 2 Personen. Sie waren so überzeugt von dem, was sie in der Literatur gefunden hatten und glaubten, daß die Zellen die verwendet wurden, zu groß waren für die Bienen. Sie hatten auch keine Form um die Mittelwände herzustellen und konnten den Besitzer der Firma Dadant davon überzeugen, der machte ihnen eine Walze aus Stahl, per Hand graviert! Reines Abenteuer. Als sie dann ihre Bienen auf 5,05mm hatten, gab plötzlich das Problem mit der Varroa nach und das Problem der Tracheenmilbe verschwand, doch die restlichen Krankheiten dezimierten ihr Stöcke immer mehr. Sie entschieden sich, nochmals alles umzustellen, nun auf 4,9mm und siehe da, die Krankheiten verschwanden. Und das blieb so bis heute. Heute hat Dee wieder fast 1000 Stöcke, ohne jegliche Behandlung seit 25 Jahren.
Und ich muß wiederholen, daß das nicht allein die Größe der Zelle ist, sondern viele andere Faktoren müssen geändert werden, aber ohne die veränderte Zellengröße ist es nicht möglich.
Dh daß ein und ein halbes Zehntel Millimeter den Bienen dazu verhalf, sich gegen die Krankheiten zu verteidigen. Alles blieb dann unter der 2% Schwelle. 
Nun zurück zu den käuflichen Mittelwänden.
Nehmt doch mal einen Meterstab und messt bei euren Mittelwänden, in den 3 Richtungen, 10 Zellen.
Und zu unserem Erstauen sind die Zellen, bei ALLEN käuflichen Mittelwänden, auch bei den Mittelwandpressen, in einer Richtung länger.
z.b. 5,4mm x 5,4mm x 5,7mm Warum?

Weil die Mittelwände mit einer Walze hergestellt werden und in der Drehrichtung das Wachs gedehnt wird. Und die Mittelwandpressen werden auch mit diesen Mittelwänden geprägt. Also haben wir in ALLEN Bienenstöcken Fehler bis zu 3 Zehntel, oder sogar mehr, Unterschied in den Zellmassen. Und 0,15mm waren bei Dee der springende Punkt, als die Krankheiten verschwanden. Mir scheint daß das für die Bienen ein äußerst großer Stressfaktor ist, denn warum haben sie die sechseckige Zelle? Weil sie exakt ist und den Raum am besten einteilt.
Natürlich kann man sagen, daß die Biene auch nicht ganz exakt baut, aber was wir ihr vorgeben (und das ständig), ist ein zu großer Fehler, als daß es nicht bei ihr Stress auslösen müsste.
So ging nun Erik, aus Schweden, einer von uns der am meisten Erfahrung hat, daran eine Firma in Schweden zu überzeugen, Mittelwände herzustellen die 4,9mm haben und mit den exakten Maßen. Ein weiterer Vorteil ist, daß es in Schweden verboten ist, Gifte im Bienenstock anzuwenden und daher das Wachs praktisch unbelastet ist. Adriano aus Italien macht eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
die Firma mit den 4,9mm Mittelwänden in Schweden:
Mittelwände 4,9mm
Natürlich ist es am Besten eigenes, wenn unbelastetes, Wachs zu verwenden.
Hab dann von einem Mittelwandpressen Hersteller, der billige Silikonformen in Deutschland vertreibt, zu hören bekommen, daß ich doch nicht päpstlicher als der Papst sein soll!!! Aber für die Bienen ist es nicht so einfach.
Dann hab ich vor einigen Jahren mit B. G., der Firma G., kontaktiert und ihn überzeugen können, daß er seine 4,9mm Formen, die denselben Fehler aufwießen und die er für afrikanische Bienen herstellte, mit den Mittelwänden von Schweden baut. Nun kann man bei ihm Pressen mit richtigen Massen in 4,9mm beziehen. Es gibt auch einige andere Anbieter im Moment.
Hier sieht man wie wir unsere Mittelwände mit wassergekühlten Silikonformen Marke Eigenbau herstellen. Mit zwei Formen machen wir zu zweit ca 80 Mittelwände pro Stunde. das Problem ist der Wachsnachschub der im Wasserbad erhitzt wird.
Dadurch daß wir die Mittewände entnehmen, wenn sie noch ziemlich warm sind, ziehen sie sich zusammen und wir erhalten Maße zwischen 4,8 und 4,85. Das ist für die fortgeschritten kleinzelligen Bienen hervorragend. So haben wir auch Spielraum und können 4,9 oder 4,8 verwenden, je nach Notwendigkeit.
http://resistantbees.es/?p=2917

es gab früher 100 verschiedene Milbenarten im Bienenstock, die ohne Probleme zusammen lebten – was können wir daraus ler

Verfasst: Di Jun 23, 2020 5:41 pm
von bee
Dee Lusby zeigt uns wieder einmal sehr interessante Dinge auf.
Was haben die mehr als 100 verschiedenen Milbenarten, zu denen auch die Varroamilben und die Tracheenmilben zählen, für eine Beziehung zu den Bienen?

Mites associated directly and indirectly with honeybees…..
 Posted by:deelusbybeekeeper
This is for Marshall and others here since just gotta post this and stir
the pot now since the USDA mite survey with me I am considering they are
burying…………….!!!!Honeybees ALONE are associated, directly and indirectly with a hundred or
more different mite species although most of these mites appear to be
natural predators of other mites that live with bees (none of which attack Varroa
mites). Also some of the symbiotic associations are commensalistic while
others are parasitic. and this was published with Griffiths et
al….1983…Varroa–The acarologtists‘ view,….and cited by Cavallora, 1983…Varroa
jacobsoni Oud. Affecting Honey bees: Present Status and Needs. A. A.
Balkema, Rotterdam. p107Now to clarify more, though here might be stirring more:Two organisms living together in a close association with at least one of
them benefiting from the association are said to have a symbiotic
relationship. Examples of types of symbiotic relationships are mutualism, in which
both organisms benefit from one another; commensalism, in which one
organism benefits and the other neither benefits nor is harmed; and parasitism, in
which one organism benefits while the other is harmed. In a parasitic
association the parasite is usually referred to as the symbiont while the
organism being parasitized is generally called the host.Parasites are considered to be efficient parsites (as pointed out by
Southwick, 1988) when they approach a commensalistic existence, i.e. , when they
do not seriously harm their host. A parasite’s host is likewise an
efficient host if it does not strongly react to it’s parasite. Thus through long
period of time, if the populations are allowed to live together under natural
conditions, the parasite and the host population may adjust to one
another, and the parasitic symbiosis becomes more commensalistic. At one point
during these long-term adjustments, there usually becomes a thin line of
distinction between parasitism and commensalism , and the two organisms has less
difficulty in coexisting.So here to me this is like ticks grooming hairs on ALL KNOWN livestock,
including honeybees, which trachael mites did prior to upsizing being called
then VAGANS, and varroa mites did prior to upsizing being called head neck
and back mites pre-1917 times…….which I have gone over and over here,
again and again for noting…………..

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=4255