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bee
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die Arbeit mit Ablegern - grosser Vorteil zu Beginn

#2746

Beitrag von bee »

Ich muss vorausschicken dass das „Arbeiten mit Ablegern“ nicht darauf beschränkt ist dass wir zB mit 5 Waben Ablegerkästen arbeiten. Mit normalen Zargen und Abtrennschied geht das noch viel besser. Wenn wir vom „Arbeiten mit Ablegern“ reden, geht es nur um die Art und Weise wie wir zu Beginn mit unseren kleinzelligen Völkern umgehen.
Zu Beginn sollten wir ausschließlich mit Ablegern arbeiten, bis 80% aus eigener Kraft überleben können. Das bedeutet, dass wir warten bis ein Volk eine Zarge gut füllt und dann anstatt eine 2. Zarge aufzusetzen, einen Ableger mit der Königin machen.
Das Wichtigste hierbei ist dass wir ALLE verdeckelte Brut nehmen und den Ableger MIT der Königin machen.
Wir nehmen dazu 3 oder 4 Waben verdeckelte Brut, die Königin, Honig und Pollen, geben das alles in eine andere Zarge oder Ablegerkasten und stellen sie am selben Stand auf, nur mit dem Flugloch in eine andere Richtung orientiert. Dh dass sich bei dem Muttervolk eine Brutpause einstellt, weil sie sich eine neue Königin ziehen müssen und beim Ableger ebenso, da ja alle Flugbienen zum Muttervolk zurückkehren. Damit haben wir bei beiden einen Vorteil in Bezug auf die Varroavermehrung geschaffen. Wenn das alles sehr stark, mit viel Bienen, viel verdeckelter Brut und viel Futter gemacht wird, können wir denselben Vorgang in Kürze wiederholen. So sind wir in der Lage, schnell einen schönen Bestand an kleinzelligen Völkern aufzubauen.
    Wenn wir zu Beginn nur mit Ablegern arbeiten, wird das Problem der Varroamilben in Grenzen gehalten.
Dazu muss ich hinzufügen was sich in dem Ableger dann abspielt.
Da wir ja den Ablegern mit 3 bis 4 verdeckelten Brutwaben machen, haben wir in Kürze sehr viele junge geschlüpfte Bienen.
Eine Langstrothwabe 4,9mm hat 8600 Zellen (eine 5,44mm hat nur 7000 Zellen) und wenn wir davon ausgehen dass eine Brutwabe 2/3 Brutzellen aufweist, kommen wir bei 3 Brutwaben auf 17.000 Bienen (bei 4 Brutwaben 23.000).
Da der Ableger am selben Stand aufgestellt wird und ja alle Flugbienen zum Muttervolk zurückkehrten, wird die Eiablage der Königin drastisch reduziert.
Und solch eine Anzahl von Jungbienen, die auch nicht viel Brutpflege zu absolvieren haben, hat zur Folge dass sie die Varroen sehr erfolgreich aus den neu befallenen Zellen ausräumen. Die Zusammenhänge zwischen Bienenzahl, Lebensdauer der Bienen, hygienischem Verhalten und Zellengröße stellen wir in unserem Vortrag vor.
Wir dürfen nicht vergessen diesen Ablegern genügend Futter mitzugeben, Pollen und Honig, denn das wesentlichste ist die Stärke des Volkes. Oder besser gesagt die Anzahl der Bienen für die notwendige Arbeit.
Und die ist ganz einfach bei kleinzelligen Bienen viel größer aus zwei Gründen.
Zum einen ist das Brutnest viel kompakter durch die kleinere Zellengröße und auch der Wabenabstand ist geringer. Somit sind weniger Bienen zur Brutpflege notwendig. Zum anderen ist die Lebensdauer der kleinzelligen Bienen um einiges größer als die der großzelligen, was ersichtlicherweise entscheidend dazu beiträgt dass ein Überschuss an  Bienen für die zu verrichtende Arbeit im Stock vorhanden ist.
Durch diese große Anzahl von Bienen wird das hygienische Verhalten stimuliert.
Nun sehen wir den entscheidenden Vorteil des Arbeitens mit Ablegern zu Beginn unseres Umstellens auf kleine Zellen.
Denn wie wir ja wissen MUSS jeder Stock durch eine (oder mehrere) Krisen bis er sich aus eigener Kraft gegen die Krankheiten verteidigen kann.
Und mit dieser Vorgehensweise erleichtern wir es unseren Bienen enorm.
Die Krise wird glimpflicher verlaufen.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ich machte am 8.2. einen Ableger von einem Mini+ Volk.
Es war schön stark und auf 4 Zargen  Mini+. Das  entspricht in etwa einer vollen Zarge Langstroth. Der Ableger wurde mit  8 verdeckelten Brutwaben und der Königin gemacht. Das ist das entscheidenste an diesem Vorgang. Dazu kamen noch Waben mit Futter, was dann in 2 Zargen Mini+ Platz fand. Darauf setze ich noch eine leere Zarge und der Ableger bekam einen neuen Platz in der Nähe,  sodass die Flugbienen zum Muttervolk zurückkehren konnten. Das ist sehr wesentlich. Im Muttervolk verblieb die offene Brut und dort wurde ebenfalls eine Leerzarge aufgesetzt.
Man kann sehen dass der Trick ist, dass alles sehr stark gemacht wird.
Nun sah ich den Stock am 20.2. wieder und es waren sehr viele Bienen geschlüpft. Die aufgesetzte Leerzage mit MW war schon gefüllt und bestiftet. sodass ich die 4.Zarge aufsetzen musste.
Nach 3 bis 4 Wochen kann ich also schon den nächsten Ableger mit der Königin machen. Das ist der Trick am „Arbeiten mit Ablegern“.
Und dabei lernen die Bienen sich aus eigener Kraft gegen die Varroamilben zu verteidigen, denn wir behandeln NICHT. Wenn wir behandeln und wäre es auch mit dem unschädlichsten Mittel das es gibt, so würden sie es nie lernen.
Jetzt versteht man warum wir so festhalten am „Arbeiten mit Ablegern“.


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bee

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Wie bekomme ich meine Bienen dazu dass sie kleine Zellen bauen?

#2745

Beitrag von bee »

Bild
Für Dee war das nicht so einfach, wie ich schon beschrieben habe und für uns auch nicht. Heute ist das viel einfacher zu lösen.
Wenn man großzelligen Bienen einfach 4,9mm Mittelwände gibt, werden die das nicht bauen können.
Dann kommt sowas raus:

Im Prinzip ist es so, daß eine Biene, die in einer kleinen Zelle schlüpft, sehr wahrscheinlich dieselbe Größe auch bauen kann.
Wir gingen also Schritt für Schritt vor. Zuerst von 5,4 nach 5,1, was fast gar kein Problem und dann von 5,1 auf 4,9. Das war ein komplettes Chaos zu Beginn. Nur einer von hundert machte das auf Anhieb.
Man muß auch folgendes beobachten:
Die Bienen bauen normalerweise im Naturbau verschiedene Maße. Groß für Honig und sehr klein im Brutnest. Das ist ein weiterer berechtigter Kritikpunkt unserer Arbeit, da wir die Bienen auch dazu zwingen, nur ein Maß anzunehmen. Aber das ist zu Beginn notwendig, um den Krankheiten Herr zu werden. Unter 4,9mm haben wir da keine Probleme mehr. 100 Jahre auf großen Zellen ist zu viel Zeit und die Bienen müssen erst mal wieder lernen klein zu bauen und sich von selbst gegen die Krankheiten zu wehren. Dazu brauchen wir zu Beginn notwendigerweise das Maß von 4,9 – später kann man sie dann frei bauen lassen.Das hab ich schon weiter vorn erwähnt.
Ein weiteres Problem ist, daß die Bienen bei starker Tracht, sehr schwierig kleine Zellen ausbauen.
Hatte zu Beginn 100 Ableger die sehr gut die 4,9 bauten. Dann ging der Frühling los und plötzlich konnte keiner mehr dieses Maß bauen. Ich war natürlich in heller Aufregung, hatte noch kaum Erfahrung, und kontaktiert sofort Dee in Arizona. Die fragte nur: Was hast du für eine Blüte gerade? Mandelblüte entgegnete ich. Sie meinte, warte eine Woche und schau wieder nach. Und sie hatte Recht, nach der Mandelblüte war wieder alles beim alten. Pufffffffff.
Also darauf achten, daß die Phase des Wabenbaus möglichst nicht mit zu starker Tracht zusammen fällt.
Des weiteren bauen die Bienen die kleinen Zellen besser an den Mittelwänden, die nahe der Brut sind.
Also geben wir oft, wenn die Stöcke sehr gut am wachsen sind, Mittelwände direkt an die Brut, wo sie innerhalb eines Tages ausgebaut und bestiftet werden.
Es ist also so. Wenn ich einem von euch, der beginnen will mit seinen großzelligen Bienen, 5 ausgebaute 4,9mm Waben gebe und er seine Bienen mit Königin darauf abfegt, hat er schon alles erreicht.. Die Königin hat ein flexibles Abdomen und kann in die kleinen Zellen ihre Eier legen. Nach 6 Wochen haben wir nur noch Bienen, die in kleinen Zellen geboren wurden. Und meist machen sie sogleich eine Umweiselzelle und die Königin ist dann auch schon kleiner. So einfach.
Aber wir haben keine ausgebauten Waben.
So kam nun wieder ein Kollege aus USA drauf, Waben aus Plastik zu bauen. Igitigit Plastik!!
Plastik im Bienenstock ist doch was wir gar nicht wollen. ABER wir können uns wirklich jahrelanges Kämpfen ersparen und schaffen es in ein paar Monaten. Die Plastikwaben werden dann bald wieder heraus genommen und können für den nächsten Umbau verwendet werden. Wenn ich diese Waben vor 10 Jahren schon gehabt hätte, hätte ich mir bestimmt 2 Jahre harter Arbeit erspart, keine Völker und kein Geld verloren durch den Ausfall von sehr vielen Stöcken.
Wir sagten ja dass es im Prinzip ist es so, daß eine Biene, die in einer kleinen Zelle schlüpft, sehr wahrscheinlich dieselbe Größe auch bauen kann. Die Plastikwaben haben nun genau das Zellenmaß 4,9mm. Jedoch sind die Wandstärken viel größer als bei Wachswaben. Somit erreichen wir nicht die Dichte die wir mit 4,9mm Wachswaben haben und auch der Abstand der Waben ist weit größer als 33mm. Das ist aber uninteressant weil wir diese Plastikwaben nur dafür verwenden die Bienen in einer relativ kurzen Zeit an die kleinen Zellen zu gewöhnen. So schnell wie möglich werden die Plastikwaben durch 4,9mm Mittelwände ersetzt, wie ihr unten sehen könnt.
Wir haben dann diese Plastikwaben, die HSC heißen, und die der Besitzer in China fertigen ließ, hier für Kollegen eingeführt. Ein weiteres Abenteuer kann ich euch sagen. Ich hab dann eine Probe gemacht mit 3 Stöcken und hab es aufgezeichnet wie man vorgeht.
Anleitung:
http://resistantbees.es/?p=3189


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grosser Vorteil – verlängerte Flugzeiten kleinzelliger Biene

#2744

Beitrag von bee »

ich möchte hier mal versuchen nach und nach all die Vorteile der kleinzelligen Bienen zusammenzustellen.

Verlängerte Flugzeiten kleinzelliger Bienen

Heute hat Dee Lusby was interessantes geschrieben in ihrem amerikanischen Forum.

Es ging darum, dass ein Kollege schrieb, dass seine Bienen bei 14°C flogen und sogar etwas Pollen brachten.
Dee entgegnt,e dass die kleinzelligen Bienen bei diesen niedrigen Temperaturen an Stellen die Wärme speichern, wie Felsen etc, immer was finden ..
…..während die dicken grosszelligen Bienen das nicht tun können, denn die kleinen fliegen bei niedrigeren und auch bei höheren Temperaturen und auch früher am Morgen und später am Abend…..

http://resistantbees.es/?p=3764

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Bienenintelligenz, Brutnesttemperatur und Zellgröße

#2743

Beitrag von bee »

eine wissenschaftliche Studie besagt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Brutnesttemperatur und der Klugheit der Bienen gibt.

hier die komplette Studie

Bei höheren Brutnesttemperaturen kommen klügere Bienen zur Welt.

die Studie, geführt vom Bienenforscher Jürgen Tautz, kommt zu folgendem Schluss:
Bei den Honigbienen ist das Lernverhalten und die Kommunikationsfähigkeit abhängig von verschiedenen Faktoren. Entscheidend dabei ist die Temperatur, bei der sich die Bienenpuppen entwickeln.
Wachsen die Insekten bei höchstens 34,5 Grad Celsius heran, dann vergessen sie ihr angelerntes Wissen leichter und führen weniger wirksame Schwänzeltänze auf. Die „klügsten“ Bienen entwickeln sich dagegen aus Puppen, die bei 36 Grad Celsius gehalten werden.Das berichtet die Arbeitsgruppe des Zoologen Jürgen Tautz vom Biozentrum der Uni Würzburg in der neuen Ausgabe der „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).


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klarer Vorteil gegenüber den Varroen – verkürzte Brutdauer kleinzelliger Bienen

#2742

Beitrag von bee »

Um 24 Stunden verkürzte Brutdauer bei kleinzelligen Bienen
Es scheint, dass von 4,9mm nach unten die Bienen in ihr natürliches Gleichgewicht kommen. Bei 4,9mm und auf 32mm reduziertem Abstand zwischen den Waben, steigt die Temperatur im Nest, sodass wir einen Tag weniger Brutdauer bekommen. 20 statt 21 Tage, die Bienen laufen der Varroa davon. Das weiß natürlich die Milbe und geht im Sommer ausschließlich in die Drohnenbrut, weil sie sich in der Bienenbrut nicht vermehren kann. Die asiatische Biene cerana und die afrikanische, die keine Varroaprobleme haben, bauen kleine Zellen.
Beobachtungen von Michael Bush
Zeit bis zum Verdeckeln und verdeckelte Brutzeit und die Varroa
– 8 Stunden kürzere Zeit bis zum verdeckeln halbiert die Anzahl der Varroen die eine Brutzelle infizieren.
– 8 Stunden kürzere verdeckelte Zeit der Zellen halbiert die Anzahl der Varroanachkommen
Bushs Beobachtungen zum Verdeckeln und Schlupf bei 4,95mm Waben.
Ich habe bei kommerziell erhältlichen Carnicabienen und auch italienischen Bienen eine um 24h kürzere Zeit bis zum verdeckeln und eine um 24h kürzere verdeckelte Zeit der Brutzellen, beobachten können. Das war mit 4,95mm Zellengröße in einem Beobachtungsstock.
Bushs Beobachtung auf 4,95mm Zellengröße
– verdeckelt 8 Tage nach Eiablage – geschlüpft 19 Tage nach Eiablage


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wissenschaftliche Studie: hygienisches Verhalten verstärkt bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden

#2741

Beitrag von bee »

Hygienisches Verhalten bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden
Zusammenfassung
Das Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob Völker, die auf kleinen Zellen gehalten werden (Zellgröße von 4,93mm), in Verbindung mit natürlicher Selektion durch behandlunglose Haltung gegen Varroa destructor, zu einer Erhöhung des hygienischen Verhaltens führt. Wir versuchten ebenfalls herauszufinden, ob durch den Wechsel von Völkern, die gegen Varroa destructor behandelt wurden (ohne natürliche Selektion), auf kleinzellige Waben, zu einer Vermehrung des hygienischen Verhaltens führt. Das hygienische Verhalten wurde in den gegen Varroen behandelten Völkern, sowie in den unbehandelten Völker, überwacht, die beide auf kleinen Zellen saßen. Zusätzlich wurde dieselbe Überwachung in zwei Kontrollgruppen durchgeführt, die aus behandelten und unbehandelten Völkern bestanden, die auf Waben mit Standartzellgröße saßen (Zellgröße 5,56mm).
Unabhängig davon, ob sie behandelt worden waren oder nicht, entfernten die Völker, die auf kleinzelligen Waben saßen, die toten Bienenpuppen (Nadeltest) schneller als die Völker, die auf Standartzellgröße saßen. Auf diese Weise konnten wir zeigen, daß das hygienische Verhalten verstärkt werden kann, indem man Bienenvölker auf kleinzellige Waben bringt, auch ohne natürliche Selektion durch das Fehlen von Behandlung gegen Varroa destructor. Die praktische Anwendung dieses Verfahrens erfordert jedoch weitere Studien verschiedener Bienenpopulationen, da sie in der Intensität des hygienischen Verhaltens deutlich variieren können und vor allem auch in der Eignung variieren können, um auf kleinzelligen Waben gehalten werden zu können.
Hygienic behavior of colonies kept on small-cell combs*)
KRZYSZTOF OLSZEWSKI, GRZEGORZ BORSUK, JERZY PALEOLOG, ANETA STRACHECKA, MILENA BAJDA
Department of Biological Bases of Animal Production, Faculty of Biology and Animal Breeding, University of Life Sciences in Lublin, Akademicka 13, 20-950 Lublin, Poland

The width of bee comb cells in natural Northern European dark bee nests ranged from 4.90 mm to 5.10 mm (Cowan 1904 following 16). At present, such cells are considered as small cells (16). At the turn of the 19th century, following the introduction of the movable frame hive and the invention of the wax foundation, the cell width was changed and standardised (16). The currently applied, so to say standard, cell width usually ranges from 5.40 mm to 5.50 mm (12, 16). It was as- sumed that increasing the cell width by approximately 10% will cause an enlargement of the apian body (16), boosting the honey yield (12, 21).
As a result of the changes described above, the width of bee comb cells in the nests of honeybees currently kept in Europe is significantly different from the original one. Apidological literature contains few and fragmentary reports on whether these changes have influenced the biological mechanisms of bee colonies that have devel- oped over thousands of years of evolution. Nowadays, comb cell width is thought to potentially affect such parameters as the duration of the sealed brood stage, the fill rate of cells with pupae, the life-span of workers and the intensity of hygienic behaviour, which may modify the resistance of colonies to Varroa destructor mites (4,9, 15, 18, 19). V. destructor is currently the principal culprit responsible for supernormal worldwide losses in bee colonies (22, 23, 31).
A correlation was found between hygienic behavior and an increased tolerance of V. destructor by bees (2, 7, 30, 32). This seems to be the reason for choosing hygienic behaviour intensity as one of selection criteria in breeding bees resistant to V. destructor (5, 11, 14, 29).
This study was aimed at investigating whether keep- ing colonies on small-cell combs, in combination with natural selection caused by ceasing to fight V. destructor, leads to the intensification of hygienic behavior. We also sought to determine whether the very transfer of colonies onto small-cell combs, without the natural selection caused by the lack of anti-parasitic treatment, increases the intensity of hygienic behaviour, thus serv- ing as an effective tool to obtain bees with a higher resistance to diseases.
Material and methods
The assessments of hygienic behaviour were conducted in 2011-2013 at the apiary of the University of Life Sciences in Lublin (51°13’N, 22°38’E). In 2011, a group of colonies kept on small-cell combs (small-cell colonies, cell width of 4.93 mm) and untreated for varroatosis (SM-UT) was com- pared with two control groups of colonies kept on combs with standard-size cells (standard-cell colonies, cell width of 5.56 mm), both treated (ST-T) and untreated (ST-UT) for varroatosis. The SM-UT group included 5 colonies with natu- rally mated queens. They were colonies that had survived two seasons without treatment for varroatosis out of 16 colonies that had been transferred onto small-cell combs in 2008 and no longer treated. It can be assumed that there was natural survival selection in the colonies resulting from the lack of treatment against the parasite (selection intensity of 5/16). The ST-T control group included 10 colonies, whereas the ST-UT 5 group was made up of 5 colonies. The ST-UT group stopped being treated in 2009. The queens in the ST-T and ST-UT colonies were naturally mated. They were sisters and came from the same population as the queens in the SM-UT group, but from a queen representing a colony that had not been subjected to survival selection resulting from the lack of treatment against the parasite.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=3757


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Beweise dass die Bienenzellen früher kleiner waren – Verleugnung der Geschichte (Erik Österlund)

#2740

Beitrag von bee »

von Erik Österlund
vielen Dank an Naninana für die Übersetzung      -> weitere Beweise für die künstliche Vergrößerung der Bienenzellen

Immer wieder erscheinen besonders in deutscher Sprache Artikel, denen zufolge eine Vergrößerung der Zellmaße geschichtlich nie stattgefunden habe; vielmehr sei das, was passiert ist, eine Rückkehr zum normalen, größeren Zellmaß. Und die Verkleinerung der Zellgröße sei etwas unnatürliches. Wie kommt das?

In englischer Sprache gibt es viele Textquellen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die keinen Zweifel daran lassen, dass eine Vergrößerung des Zellmaßes stattgefunden hat. (Zu nennen sind hier: Wildman, Cowan, Root, Cheshire, Bee World aus den 1930ern, etc.)
Die Ikone Enoch Zander:
Eine der alten deutschen Ikonen der Bienenhaltung ist Enoch Zander (1873 – 1957). Sein Buch „Die Zucht der Biene“ wurde erstmals 1920 veröffentlicht. Nach seinem Tod erschienene Ausgaben wurden unter dem geänderten Titel „Haltung und Zucht der Biene“ herausgegeben; sie wurden von Friedrich K. Böttcher überarbeitet. 1989 erschien es in 12. Auflage. Dieses Buch ist das klassische Buch über  Bienenhaltung in Deutschland.
Bild
Das Foto zeigt einen Teil der Seite 236 der 5. Auflage von 1941. Clicken Sie das Bild zum Vergrößern an, dann können Sie es besser lesen (wenn Sie Fraktur lesen können). Um auf diese Seite zurückzugehen, drücken Sie bitte die „Zurück-Taste“ Ihres Browsers, gewöhnlich in der linken oberen Ecke.
Zur  Umrechnungen in mm habe ich folgende Formel benutzt:
X=100÷√(A÷2.315)
wobei X für die Zellgröße im mm und A für die Anzahl von Zellen pro dm² steht.
Überprüfung der Formel:
A=23150÷X2
Errechnung der Zellenanzahl pro Quadratdezimeter
Um die Anzahl der Zellen pro Quadratdezimeter zu erhalten in einer Bienenwabe von bestimmten Zellgrößen verwende diese Formel:
Anzahl der Zellen pro Quadratdezimeter = 2,3 x N²
wobei N die Anzahl der Zellen ist in einem Dezimeter (10cm), horizontal gemessen (maß über die senkrechten Zellenwände „richtig herum“.) Diese Formel ist von G. Muzzati , und wird in der Januar Ausgabe von  L’Apicoltore d’Italia veröffentlicht, (XV, Nr. 1, 1948)
 
Weiter vorn im Buch gibt es Zahlen, die diesen Aussagen widersprechen. Und zwar Zellgrößen, die von einigen russischen Imkern, Tuenin und Bogdanov angegeben werden. In der 12. Auflage von 1989 wird gesagt, dass Tuenin in Tula (das liegt 120 km südlich von Moskau) Zellgrößen zwischen 4,99 mm und 5,26 mm gemessen hat.
Bogdanov hat in Leningrad 5,53 mm bis 5,69 mm gemessen. (Ich bin nicht sicher, ob diese Zellgrößen in Rähmchen mit oder ohne Mittelwänden gemessen wurden. Und wenn sie von einem Stock ohne Mittelwänden gemessen wurde, waren die Bienen dieses Stocks in Waben mit großzelligen Mittelwänden erbrütet? Wenn die Leningrader Zahlen z. B. von einem Schwarm eines auf Zellgröße 5,4 mm – 5,7 mm sitzenden Bienenstocks stammen, kann es gut sein, dass die vorgegebenen Zellgrößen auch in der ersten Zeit ohne Mittelwände beibehalten werden. Die nächste Generation wird sie gleichmäßig kleiner ausziehen, wenn ihnen die Chance dazu gegeben wird.)
Der Widerspruch zwischen diesen Zahlen und den Schlussfolgerungen wird noch deutlicher, wenn wir mit der 5. Auflage vergleichen Hier sind als Größen von Tuenin aus Tula „4,74 mm bis 5,00 mm“ angegeben. Die Änderungen in der 12. Ausgabe lassen den Widerspruch durch kleine Zahlenänderungen kleiner erscheinen. (kann doch nicht so viel ausmachen, oder?)
Der Einfluss dieses Standardwerks
Die Mehrheit der deutschen Imker, denke ich, lesen immer noch dieses Buch und vertrauen natürlich dieser Autorität. Eine Ikone kann nicht falsch liegen, nicht wahr? Ich glaube, dieses Buch ist ein wichtiger Grund dafür, dass die Meinung immer wieder auftaucht, dass es nie eine Vergrößerung der Zellgröße gegeben habe.
Der Imker Tobias Stever hat einen Artikel über Zellgrößen auf  seiner website veröffentlicht. Seine Schlussfolgerung ist, dass keine Vergrößerung durchgeführt wurde und somit eine Rückführung auf eine kleinere Zellgröße heutzutage nicht natürlich ist.
http://www.bienenarchiv.de/veroeffentlichungen/2003_zellengroesse/zellengroesse.htm
Historische Messungen
Diese Schlussfolgerung von Stever steht im Widerspruch zu seiner eigenen Liste historischer Messungen von Zellgrößen. Beim Lesen seiner und anderer Artikel  über Zellgrößen ist es schwer ein Verständnis dafür zu gewinnen, dass unterschiedliche Zellgrößen im Bienenstock für einen unterschiedlichen Zweck von den Bienen gebaut werden.   Und dass unterschiedliche Größen oft an bestimmten Orten der Wabe und innerhalb des Stocke gefunden werden.
Die Zellgröße im Bienenstock
T. W. Cowan erwähnt in einem Buch (1890), dass größere Zellen normalerweise an den Rändern und kleinere im Zentrum der Wachswaben zu finden sind. Wenn man heute Top-Bar-Hives untersucht, bei denen die Waben ausreichend weit nach unten reichen, findet man die am größten gebauten Zellen grundsätzlich im obersten Bereich und am weitesten vom Flugloch entfernt. Also dort, wo hauptsächlich Honig abgelagert wird und wo keine Brut aufgezogen wird. Wenn ein solches Volk nicht aus  großzelligen Bienen gebildet wird, findet man wahrscheinlich 5,1 mm oder kleinere Zellmaße näher zum unterem Rand und zum Flugloch hin.

Eine Top-Bar-Wabe von Dennis Murrel in Montana. Die kleinsten Zellgrößen am unteren Rand nahe des Fluglochs. Die größten weit weg vom Flugloch am oberen Rand.
Beispiele für Messungen
Bei diesen ganzen Messungen: wo wurden die Beispielmessungen vorgenommen? Und wie viele Beispielmessungen wurden vorgenommen? Wurden im gesamten Stock Messungen vorgenommen? Haben die Bienen die vermessenen Waben ohne die Hilfe von Mittelwänden gebaut? Stammt  der Schwarm aus einem großzelligen Volk oder von einem Bienenvolk, das seit einigen Generationen auf selbstgebauten Waben (d. h.: ohne Mittelwandgaben) lebt)?
In einigen Beispielen werden die kleinsten und die größten Zellgrößen genannt, die gefunden wurden. In diesen Fällen weiß man, dass mehr als eine Messung vorgenommen wurde, aber selten gibt es Angaben über die Anzahl der vorgenommenen Messungen und wo sie innerhalb des Stocks vorgenommen wurden.
Folgerichtig muss man die Originalbücher und -artikel lesen, um herauszufinden, wie akkurat die Messungen waren in Bezug auf die Frage, wie natürlich die Zellgrößen dieser Bienen sind.
Cowan
Ein in dieser Hinsicht gutes Buch ist ”The Honey Bee-Its Natural History, Anatomy and Physiology”, Houlston & Sons (1890), von T. W. Cowan, auf den Seiten 179-181. Dieses Buch kann hier online gelesen werden:
http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=wu.89094199411;view=1up;seq=10
Weitere Literatur
Thomas Wildman aus England nennt in “A Treatise on the Management of Bees” (1770) Zellgrößen von 4,6 mm bis 5,1 mm. T. W. Cowans aus England in  ”The Honey Bee-Its Natural History, Anatomy and Physiology” (1890) nennt 4,72 mm [1,86 inch auf 10 Zellen] bis 5,36 mm [2.11 inch auf 10 Zellen], Seite 181). Cowan gibt auch eine Durchschnittsgröße an: 1/5 eines  inch ≈ 5,08 mm. Das ist eine einfache Zahl  – 5 Zellen auf 1 inch (eine übliche Umrechnung auf die Größen von Mittelwänden war 900 Zellen pro dm²; das war einmal eine Einheit, nach der Mittelwände klassifiziert wurden, nämlich danach, wieviele Zellen pro dm² sie enthielten). A. I. Root aus den USA übernahm die Größe von 5 Zellen pro inch als Maß für die ersten Walzen zur kommerziellen Mittelwandherstellung (1876).
Vergrößerung
Im späten 19. Jahrhundert propagierte Usmar Baudoux aus Belgien die Vergrößerung der Bienen und damit der Bienenrüssel zur Steigerung des Honigertrags. Er hielt 700 Zellen/dm2 für eine gute Größe (Zellgröße: 5,74 mm). Er veröffentlichte zu diesem Thema 1933 und 1934 eine Reihe von Artikeln in der Zeitschrift „Bee World“. H. Gontarski veröffentlichte 1935 seine Arbeit über den Gebrauch größerer Zellen. Sein Schluss war, dass eine Zellgröße von 5,8 mm die obere Grenze des Möglichen sei. Bei größeren Zellen könne ein Bienenvolk sich nicht stark entwickeln. Wir sprechen hier über die Größe von BRUTzellen.
Bild
Eine Abbildung aus „Bee World“ vom Januar 1934 von Baudoux. Sie zeigt die unterschiedlichen Größen von Arbeiterinnen, die in unterschiedlich großen Zellen erbrütet wurden. Die größte Biene (Nr. 1) stammt aus einer Zelle von 6,0 mm, die kleinste (Nr. 9) aus einer Zelle von 4,7 mm)
Alle bis auf  Frank Cheshire aus England strebten größere Bienen an. Er verteidigte (dagegen) in seinem klassischen Buch in 2 Bänden 5 Zellen pro inch. “Bees & bee-keeping : scientific and practical”, L Upcot Gill (1886-1888), Frank R. Cheshire, Teil 1, S. 176, Teil 2, S. 315-318. Dies kann über den folgenen Link nachgelesen werden:http://catalog.hathitrust.org/Record/005782980
Bild
Einige Textbeispiele aus  dem Buch von Frank Cheshire.
Was passierte dann?
Das Verständnis für verschiedene Zellgrößen sogar auf (ein- und) derselben Wabe schien zu fehlen. Verschiedene Zellgrößen dienen oft verschiedenen Zwecken, Brut in den kleinsten Zellen, Honig in den größten Zellen.
Den Bienen wurden neue Mittelwände oft in den Honigräumen oberhalb der Brut gegeben, dort, wo die Zellgrößen natürlicherweise größer sind als im Brutnest. Zur Erinnerung: eine Zellgröße von 5,1 mm (5 Zellen pro inch) war der Durchschnitt aller Zellgrößen im Bienenstock. Jetzt gab es diese wie früher in kleineren Zellen erbrüteten Bienen nicht mehr, die diese kleineren Zellen hätten korrekt bauen können. Mit der Einführung von Mittelwänden waren sie nicht mehr vorhanden.
Die Größe, die Bienen natürlicherweise bauen, hängt von vielem ab:
  •  wie groß die Bienen selbst sind,
  •  ihrer eigenen Genetik,
  • das Futter, das sie erhalten. Und das Futter hängt wiederum ab von der Zellgröße.
Manchmal hat das zu Problemen für die Bienen dabei geführt, die Mittelwände gut genug auszubauen, insbesondere dann, wenn es reiche Tracht gab – die Bienen wollten Zellen, um Honig abzulagern.
Der beste Ort um kleine Zellen auszuziehen, ist UNTER dem Brutnest, der nächstbeste IN DER MITTE oder AN DEN SEITEN und NAHE DEM BRUTNEST.
In „Gleanings of Bee Culture“ vom Dezember 1938, plädierte der Sohn von A. I. Root, E. R. Root, für zweierlei:
  •  die Zellgröße sollte nicht kleiner sein als 5,2 mm und
  • die Zellgröße sollte nicht größer sein als 5,2 mm.
Das Argument dafür, dass die Zellen nicht kleiner sein sollten, war, dass die Bienen 5,2er Mittelwände besser ausbauten als 5,1er.
Das Argument dafür, dass die Zellen nicht größer sein sollten, war dasselbe, das Frank Chesire aus England vorbrachte.
Cheshire argumentiert entschieden gegen eine Vergrößerung, da die Bienen aus dem Takt der Natur gerieten. Aber Cheshire argumentierte gegen eine Vergrößerung ausgehend von 5,1 mm.
Einige neuere Messungen
Thomas Seeleys Messungen von wilden Bienenvölkern im Wald von  Arnot im Nordwesten der USA werden manchmal als Argument gegen kleine Zellen genannt. Sein Ergebnis ist jedoch 5,2 mm – im Durchschnitt. Und Sie wissen, was Durchschnitt meint, nicht wahr? Kleinere Zellgrößen, wo sich die Brut befindet und größere, wo der Honig abgelagert wird. Dazwischenliegende Größen für beide Zwecke, je nach Notwendigkeit.
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Tom Seeley hat im Rahmen der Londoner Honig-Ausstellung im Oktober 2011 eine Reihe von ausgezeichneten Vorträgen gehalten, denen ich beiwohnen konnte. In einem davon beschrieb er detailliert seine Arbeit der Untersuchung wilder Bienenvölker im Wald von Arnot.
Im Jahr 2002 kümmerte sich Leif Hjalmarsson in Südschweden um ein Bienenvolk einer Witwe, die  ihren Ehemann 10 Jahre zuvor verloren hatte. Er war Imker mit 10 Völker. Keiner hatte sie nach dessen Tod angerührt. Es könnte ein Schwarm gewesen sein, der sich in einer der Beuten niedergelassen hatte oder ein überlebendes Volk, um das sich Leif kümmerte. Viele Waben waren von den Bienen erneuert worden. Augenscheinlich war die Zellgröße der ursprünglichen Mittelwand 5,4 mm. Jetzt bewegten sich die Zellgrößen zwischen 4,77 mm und 5,4 mm.

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Einige der Messungen an erneuerten Waben vom Bienenvolk, um das sich Leif Hjalmarsson kümmerte.
Ich selbst habe dort, wo meine Bienen Rähmchen ohne Mittelwände oder ähnliches zur Verfügung hatten Zellgrößen hinunter bis 4,55 mm gemessen. Ganz übliche Größen waren um 5,0 mm herum herauf bis zu 5,4 mm. Normalerweise benutze ich 4,9 mm Mittelwände für das Brutnest. Die meisten meiner Bienen haben keine Probleme, 4,9mm-Mittelwände gut auszubauen. Nach der Selektion auf Varroa-Resistenz bauen sie sogar 4,9er Mittelwände im Honigraum gut aus. Zufall oder Nebeneffekt? Sie überwintern gut, geben eine gute Honig-Ernte und schwärmen nicht mehr als in den Zeiten, als ich sie auf großen Zellen hatte.
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Hier sind meine Bienen nicht der 4,9mm-Mittelwand-Vorgabe gefolgt, als sie einige Zellwände erneuert haben, die ich abgetragen hatte um einfacher an Larven zur Königinnenzucht zu gelangen. Hier haben sie die Zellen in der Größe von 4,55 mm ersetzt und die Königin hat diese Zellen bestiftet.
Ich gehe mal davon aus, dass meine kleinzelligen Bienen in höherem Maße im Einklang mit der Natur sind, stärker biologisch optimiert und deshalb besser gerüstet sind, ein gesundes Leben mit wenig oder keiner besonderen Hilfe durch mich zu führen.

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Beweise daß die Zellenmaße der Bienen künstlich vergrößert wurden

#2739

Beitrag von bee »

-> weitere Beweise für die künstliche Vergrößerung der Bienenzellen
Die Zellenmaße im Bienenstock wurden durch die Imker schon vor über hundert Jahren künstlich vergrößert.
Die heutigen Problematiken der Bienen und vor allem das Varroaproblem gründen sich auf diesen vergrößerten Zellen, die nun seit über 100 Jahren beibehalten wurden. Und keiner weiß warum.
Viele Imker bezweifeln überhaupt heutzutage daß die Zellen vergrößert wurden und daß sie früher sehr viel kleiner waren. Hier ist ein Beweis für die Bewegung „Größer ist Besser“, die von Professor Baudoux 1893 in Belgien eingeleitet wurde.
Im Jahre 1965 hielt Constantin Antonescu auf dem Jubiläumskongress der Apimondia in Bukarest einen Vortrag:
Erfolg der Anwendung von Waben mit vergrößerten Zellen unter den Bedingungen der sozialistischen Republik Rumänien
Er schreibt:
Die „große Zelle“ war und ist der Gegenstand des Interesses vieler Imker und Wissenschaftler zahlreicher Länder………
auf die Bilder klicken um sie größer zu sehen:
Auszug aus dem Buch „der XX. Internationale Jubiläumskongress der Bienenzüchter“, Herausgeber Dipl Ing Dimitrie Georgescu, verantwortlicher schriftführer des Organsationskomitees der Apimondia 1965.

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Schwarmverhalten sehr reduziert bei kleinzelligen Bienen mit natürlicher Wabenanordnung

#2738

Beitrag von bee »


Ich war früher der Meinung, wie allgemein bekannt, daß das Schwärmen eine natürliche Vermehrung der Bienen ist. Hab mir sogar vor Jahren einen Apidictor gebaut, das ist eine Maschine, die durch die Änderung der Töne im Stock anzeigt, ob und wann die Bienen schwärmen.
Doch seitdem ich die Stöcke auf Housel Anordnung habe, wollen die Bienen kaum mehr schwärmen.
Es scheint, daß es ihnen ihr Zuhause gefällt. Ich wende immer den Vergleich an: Wenn sie dir das Bett an die Decke hängen, verläßt du auch das Haus, oder nicht?
Wenn die Bienen nun sehen, daß die alte Königin nicht mehr taugt, machen sie einfach einige Umweisselzellen und in Kürze ist eine neue Königin da. Natürlich müssen wir davon ausgehen, dass jeder Stock schwärmen wird, wenn wir ihm nicht genügend Platz lassen, dass die Königin die nötige Anzahl von Eiern legen kann. Deshalb arbeiten wir mit unbegrenztem Brutnest, kein Absperrgitter, doch zu dem Thema später.
Früher schwärmten ca 40% der Völker, jetzt sind es ca 5%.
Und der Grund dafür ist zweifelsohne die richtige, natürliche Anordnung der Waben, so wie es die wilden Schwärme machen.

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hygienisches Verhalten oder Putztrieb der Bienen

#2737

Beitrag von bee »


In der Sommerzeit kümmert es die Bienen eigentlich kaum, was die Varroa so macht, denn sie konzentriert sich in den kleinzelligen Völkern va auf die Drohnenbrut. Fortgeschrittene Völker putzen auch hier laufend die Milben aus. Doch solange die Drohnenbrut da ist, besteht kaum ein Verlangen von seiten der Biene da einzugreifen. Im Grunde ist ja auch nicht nur die Varroa die Gefahr, sondern vor allem auch die Folgekrankheiten.
Erik, aus Schweden, erzählt dass die Bienen dort, als die Varroa ankam, bis zu 20.000 Milben pro Stock überstanden, ohne dem DWV Virus (Virus derdeformierten Flügel) zum Opfer zu fallen. Dann fingen sie an, mit Säuren zu behandeln und die Folge war, dass sie die Bienen dadurch derart schwächten, dass schon mit 1000 oder 2000 Milben deformierte Bienen auftauchten. Also sehen wir, dass das alles sehr viel mit Stress zu tun hat und durch die Chemie das Abwehrsystem enorm geschwächt wird.
Das Interessante ist jetzt, dass in Spanien die Resistenz auf den DWV Virus zunimmt (nach Dr. Fernando Calatayud, Biologe, Valencia, Spanien). Dort wird nicht mit organischen Säuren gegen die Varroamilben behandelt., doch in Schweden werden sie ausschließlich eingesetzt. Das bedeutet, daß sehr wahrscheinlich die Anwendung von Säuren die Resistenz gegen den DWV Virus herabsetzt. Das erscheint logisch, wenn man bedenkt, dass diese Löcher in das Exoskelett der Bienen fressen.
Zurück zur Brutdauer.
Dadurch dass sich, bei den kleinzelligen Bienen, die Milben in der Drohnenbrut konzentrieren, ist die Brutdauer der Biene in dieser Zeit nur indirekt entscheidend. Da ja die Milben nicht in der Bienenbrut sind, kann das keinen Einfluß auf die Entwicklung der Varroa haben. Aber warum geht die Milbe nicht in die Bienenbrut? Weil sie weiß, dass sie sich dort, durch die verkürzte Brutdauer, nicht vermehren kann und bevorzugt die Drohnenbrut. (da gibts noch andere Gründe wegen des zu geringen Platzes in der Zelle, aber das ist hier nicht so von Bedeutung) Die Drohnenzellen haben auch das doppelte Volumen an Nahrung als die Arbeiterinnenzellen, was die Milben mehr anzieht.. Dee Lusby spricht vom Pseudo-Drohnen Effekt und komentiert dass bei den großzelligen Bienen die Milben die Bienenbrut mit der Dohnenbrut verwechseln. Diese Zellen der herkömmlichen Bienen sind beinah so groß wie die der Drohnen der kleinzelligen Bienen und auch der Biene apis cerana, wo ja die Varroa herkommt.
Und da kommt der springende Punkt.
Dee kommentiert, dass das Putzverhalten (wir nennen das die kahlköpfige Brut) vor allem abhängt von der Anzahl der Bienen für die notwendige Arbeit.
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Da gibt es Prioritäten, oder sagen wir mal eine Hierarchie. Brut füttern ist wichtiger als putzen zum Beispiel.
Doch da die Lebensdauer der kleinzelligen Biene erheblich länger (8-12 Wochen)
ist als die der großzelligen, haben wir viel mehr Bienen für dieselbe Anzahl von Arbeiten verfügbar.
Und stellen wir uns mal vor, was die alles tun müssen, Brut füttern, Zellen säubern, alles mit Propolis schellackieren, Honig trocknen, ventilieren, Nektar, Wasser, Pollen holen, Eingang bewachen etc etc.
Das heißt, dass bei den kleinzelligen Bienen viel früher damit begonnen wird, die Varroa aus den befallenen Zellen zu entfernen. Und das stimmt vollkommen mit unseren Erfahrungen überein. Wenn wir kleinzellige und großzellige Stöcke, die dieselben Mütter haben, betrachten, sehen wir in den ersteren die kahlköpfige Brut und in den letzteren keine. Das kommt erst dann, wenn es schon zu spät ist.
Natürlich kann und muß man auch auf das Putzverhalten züchten, aber nach unserer Erfahrung ist das oben beschrieben weitaus wichtiger und grundlegender.
Wir sehen also, dass wir mit den kleinen Zellen eine viel bessere Ausgangssituation haben und können dann viel einfacher mit der Zuchtauswahl in die richtige Richtung lenken.
Michael Bush machte einige Tests. Er kaufte normale kommerzielle Königinnen verschiedener Rassen und brachte einen Teil auf kleine Zellen und den anderen Teil auf gängige, große Zellen. Alle kleinzelligen Völker zeigten das hygienische Verhalten, die grosszelligen nicht. QED.
Warum leben die kleinzelligen Bienen länger?
Wir lernten dass die Bienen normal im Sommer 6 Wochen leben. Die Erfahrung zeigt heute, dass die Lebensdauer der Bienen, die in mit Chemie und Säuren behandelten Stöcken wohnen, erheblich kürzer ist.
Im Winterhalbjahr kann eine Biene mehr als 6 Monate leben.
Warum so lange?
Weil sie sich nicht durch so viel Arbeit erschöpfen muss.
Bei den kleinzelligen Bienen haben wir ein viel kompakteres Brutnest durch die kleinere Zellengröße und auch durch den kleineren Wabenabstand.
3 Zargen Langstroth kleinzelliger Bienen haben genausoviele Zellen wir 4 Zargen großzelliger Bienen.
Somit ist das Volumen des Brutnests entschieden geringer und es sind weniger Bienen für dieselbe Arbeit nötig.
Es gibt eine wissenschaftliche Studie, die auch zu dem Schluss kommt, dass kleinzellige Bienen länger leben.

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