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Zuckersirup verkürzt die Lebensdauer der Bienen – wissenschaftliche Studie

#2706

Beitrag von bee »

eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Schluss:
Zuckersirup verkürzt die Lebensdauer der Bienen
Es ist eine gängige Angewohnheit der meisten Imker den Bienenstöcken allen Honig zu entnehmen und sie dann mit Zuckersirup aufzufüttern, damit sie über den Winter kommen.
Nun ist aber die Frage inwieweit dieses Kunstfutter den Bienen schadet.
Wir haben ja schon gezeigt daß die kleinzelligen Bienen eine längere Lebenserwartung als die künstlich vergrößerten aufweisen: längere Lebenserwartung kleinzelliger Bienen
Und erst durch diese längere Lebensdauer wird das hygienische Verhalten stimuliert.
Nun kommt aber bei einer wissenschaftlichen Studie heraus was wir schon immer proklamieren:
Künstliches Futter verkürzt die Lebensdauer der Bienen
Bienen wurden mit Honig und mit verschiedenen Ersatzsirup gefüttert:
Bild
Mit Honig gefüttert lebten diese Bienen im Durchschnitt 27 Tage, mit Zuckersirup nur 21 Tage und mit saurem Invertsirup nur ganze 12 Tage, weit weniger als die Hälfte der Lebensdauer als mit natürlichem Honig.
Und das war das zusammengefasste Ergebnis:
Bild
Zusammengefasst:
Es kann gesagt werden daß verschiedene Futterstoffe verschiedene Einflüsse vor allem auf die Darmwand der Bienen haben. Natürlicher Honig hatte keine Einwirkungen auf die Darmschleimhaut. Wogegen die Zufügung  von Hefen und Malz zum Sirup zu Schädigungen der Schleimhaut führten.

Eine weitere Studie zeigt:
Zuckerfütterung beeinflusst die Genaktivität
Eine frühere Studie hat bereits gezeigt, dass Honig Nährstoffkomponenten enthält, die das Erbgut der Bienen beeinflussen. Diese in Pflanzen gebildeten Substanzen aktivieren verschiedene Gene, die am Abbau von Giftstoffen beteiligt sind. Den stärksten Effekt bei der Aktivierung der Entgiftung-Gene zeigte die p-Cumarinsäure, die auch in Pollen und Propolis enthalten ist. Solche Inhaltsstoffe fehlen natürlich im Saccharose oder Fructosesirup.
Forscher der Universität in Illinois, USA, haben jetzt gezeigt, dass die Folgen der Ersatzfütterung noch viel weitreichender sind. Im Labor fütterten sie zunächst gleichaltrige Sammelbienen entweder mit Honig, Saccharose- oder Fructosesirup. Dann untersuchten sie Gewebe aus einem speziellen Speicherorgan (Fettkörper) der Bienen, in dem die Insekten Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße speichern.
Der Vergleich zwischen beiden Gruppen zeigte, dass sich die Aktivität von mehr als hundert Genen deutlich unterscheidet. Betroffen sind unter anderem Gene, die für den Eiweißstoffwechsel und die Weiterleitung von Signalen der Nervenbahnen zuständig sind oder im Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Offensichtlich sind im Honig wichtige Bestandteile enthalten, die die Abwehrkräfte der Bienen verbessern.
Die Forscher raten daher zur Zurückhaltung bei der Zuckerfütterung. Weitere Studien sollen nun genauer zeigen, auf welche Weise die verschiedenen Aktivierungsmuster der Gene den Gesundheitszustand der Bienen beeinflussen.

weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3353


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bee

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DER gangbare Weg zu resistenten Bienen, Grundlegendes von Ed&Dee Lusby

#2705

Beitrag von bee »

     hier sind sehr umfangreiche Schriften von Ed&Dee Lusby, die Pioniere der biologischen, behandlungsfreien Bienenhaltung
.
Dee Lusby, arizona, Die Grundlagen unserer Arbeit
Viele wissen nun wohl schon, dass wir der Meinung sind, dass kleine Bienen besser sind. Aber die Frage ist warum und wie?
Da nun einige Fragen im Raum stehen, denke ich, das es hilfreich ist, dass ich zunächst den Grund erkläre, warum wir so denken.
Zu aller erst lasst mich mal postulieren, dass man einen Krieg nicht durch die Anwendung von einzelnen Taktiken gewinnen kann. Man gewinnt dann, wenn man alles einsetzt was einem zur Verfügung steht, indem man ein gewissenhaft entwickeltes Einzingeln einsetzt und von allen Seiten gleichzeitig angreift.
Wir befinden uns tatsächlich in einem Krieg in unserer Imker-Industrie und ob wir gewinnen können oder nicht, als eine sich weiterentwickelnde Imker-Industrie, hängt davon ab, ob wir in der Lage sind zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig zu helfen. Das beinhaltet den Austausch von Informationen und kein Zurückhalten von sogenannten Geheimnissen, denn was nützt es, wenn ihr die einzigen seid die übrig bleiben und alle eure Freunde verschwunden sind.
– Wir sind der Meinung, daß die Harmonie mit der Umgebung, durch die Verwendung der richtigen Zellgröße, ein Drittel des Problems darstellt. Denn vor der Anwendung von künstlich vergrößerten Waben gab es keine Probleme und danach stellten sich parasitäre Milben-Probleme und deren Folgekrankheiten und, nicht zu vergessen, auch Brutprobleme, ein.
 Wir sind weiter der Meinung, dass die Ernährung ein weiteres Drittel des Problems ausmacht. Mit künstlicher Diät erreichen wir unvollständige Ernährung. Schlechte Ernährung stellt einen ernsten Stressfaktor eines jeglichen Organismus dar, der zu Krankheit und parasitären Angriffen und auch Brutproblemen führen kann.
 Wir sind auch der Meinung, dass die Zucht, die nicht in Einklang mit der natürlichen Umgebung stattfindet, ein weiteres Drittel des Problems ausmacht. Falsch angewendete Zucht geht Hand in Hand mit der Provokation von Ernährungsbelastung und Umgebungsstress.
Man kann nicht nur einen der oben erwähnten Änderungen allein vornehmen, ohne die anderen beiden auch mit einzubinden. Deshalb müssen all diese Änderungen als ein insgesamt kombiniertes Programm ausgeführt werden, was impliziert das Problem von allen Seiten gleichzeitig in Angriff zu nehmen.
Ist dass nicht dasselbe, was die Natur mit uns gerade in Begriff ist zu tun? Uns von allen Seiten her anzugreifen? Ich denke das es so ist.
Viele haben über die Jahre hinweg gefragt und geschrieben:…………… „Werden die Bienen durch die Verkleinerung der Zellen weniger anfällig für die Verwüstungen der Varroa, für andere Krankheitserreger und Krankheiten? Warum?  Dies beinhaltet entschiedene Änderungen des chemischen Gefüges der Bienen, denn der Varroaauslöser funktioniert auf Basis von chemischen Abläufen oder von Pheromonen. Und die Zellgröße kann das beeinflussen? Ja das kann sie!“
Mit den meisten auf dem Markt befindlichen, künstlich hergestellten Mittelwänden, deren Zellgrößen näher an der natürlichen Größe der Drohnenzellen als an der natürlichen Arbeiterinnenzellen liegen, wurde ein Pseudo-Effekt geschaffen, indem dass die parasitierenden Milben nun die Arbeiterinnen als neue Futterquelle betrachten. Das gibt es in der Natur so nicht.
In der Natur ist die Vermehrung der Milben, bei der Apis cerana, hauptsächlich auf die normalerweise sehr geringe Anzahl der von ihnen gebauten Drohnenzellen beschränkt; und auch durch sehr wenige weibliche Milben, die sich in der Arbeiterinnenbrut entwickeln. Das wird nur am Rande des Brutnests durchgeführt, wo die Larven am kühlsten sind und dadurch eine genügend lange Entwicklungszeit aufweisen, damit die Entwicklungszeit für einige Milben lange genug ist, um die Geschlechtsreife zu erlangen.
Man weiß, daß man Apis cerana und Apis mellifera nicht erfolgreich kreuzen kann und lebensfähige Nachkommen erzeugen kann. Aber sie sind dennoch so eng verwandt, dass wir bei ihnen studieren, lernen und nachahmen können, um unsere Bienen wieder unter Kontrolle bringen.
Nun zum Thema des Pseudo-Effekts, der unsere Arbeiterinnenbienen als Drohnen erscheinen lässt, oder besser gesagt als neue Futterquelle gesehen wird. Das Aufnahmevermögen einer Drohnenzelle für Nahrung ist doppelt so groß wie das der Arbeiterinnenzelle, obwohl die Drohnenzelle im Verhältnis nur 20% größer ist. Der Inhalt der Drohnenzelle beherbergt auch mehr juveniles Wachstumshormon III, welches bei der Varroa, die vom Blut der Drohnenlarve frisst, die Eiablage auslöst. Bei der Apis cerana ist ungenügendes juveniles Wachstumshormon III vorhanden um die Eiablage der Milben in der Arbeiterinnenbrut stimulieren zu können.
Nun hat die Größe der A. cerana Bienen ein natürliches, durch die geografische Breite verursachtes, Spektrum. Genauso wie bei der Apis mellifera und zufälligerweise sind sie in erster Linie gleich. Indem wir nun unsere Apis Mellifera Völker zurücksetzen auf Zellgrößen, die vor 1900verwendet wurden, was dem oberen Limit der natürlichen 4,9 mm Größe entspricht, nähern wir uns der Zellgröße von A.cerana in Korea, Japan und nördlicher Westküste von Südostasien an, und erreichen eine natürliche Kontrolle, ähnlich wie bei A.cerana . Gleichzeitig reduzieren wir die Futteranlockung, aber auch den Auslöser für die Milbenreproduktion.
Es werden auch andere Dinge geschehen, wenn wir die Größe der Arbeiterinnnenzelle zurück zu natürlichen Parametern verkleinern. Man wird dadurch auch die Dichte der Zellen auf dem Brutrahmen vergrößern. Durch höhere Dichte erlangen wir höhere Temperatur, was auch dazu beiträgt, daß die Entwicklung der Milben mehr zum Rande des Brutnests verschoben wird. Das konnten wir jetzt in unseren Völkern beobachten und die, die uns besuchten, konnten dasselbe feststellen.
Wir empfehlen auch, Brutrahmen auszusondern, die mehr als 10% Drohnenbau im Brutnest aufweisen, um so die Brutnesthygiene bei unseren Apis mellifera Arbeiterinnenbienen auszulösen.
Dieses ständige Aussondern (das muss zur gängigen Angewohnheit werden) löst bei unseren Bienen des Ausputzen der Arbeiterinnen- und Drohnenbrut aus. Die Folge ist, dass das ständige Aufziehen von Drohnen stimuliert wird, durch die ganze aktive Saison hindurch, wenn die Bienen Brut aufziehen. Wir denken dass das auch eine große Hilfe darstellt, um unsere Königinnen zu begatten.
Indem wir das Brutnest verdichten, erhalten wir mehr Arbeiterbienen bei jedem Brutzyklus. Wir erlangen größere Arbeitsteilung, was bedeutet, dass wir mehr Arbeiterinnen zu Verfügung haben für erweiterte Arbeiten, wie das oben erwähnte Ausräumen von infizierter Brut.
Da die Größe der Bienen durch die Größe der Zelle vorgegeben ist und die Größe der Zelle die Größe des Thorax der Arbeiterbiene regelt, haben wir auch die Tracheenmilben unter Kontrolle, indem wir die vorderste Atemöffnung verkleinern, wodurch sich diese Milben nicht mehr in die Lungen der Bienen begeben können.
Indem wir die Vermehrung der Varroamilben und Tracheenmilben vermindern (beides durch das USDA Tucson Laboratorium nachgewiesen), beide Milben sind in unserer Gegend bekannt auf unseren Bienen, können wir damit eine Verminderung der Folgekrankheiten erreichen. Das geschieht durch Verminderung von offenen Wunden, die von den Milben, die am Exoskelett der Bienen nagen und dies durchbeißen um ihr Blut trinken zu können, was zu Virus-, bakteriellen und Pilzinfektionen führt.
Indem wir die Dichte des Brutnests vergrößern, erreichen wir eine höhere Temperatur, die einen schnelleren Brutzyklus zur Folge hat, so dass die normale Zeit der verdeckelten Arbeiterinnenbrut um 24 Stunden verkürzt wird, bei normalem Nektarfluß, während der aktiven Saison. Damit wird die Varroa-Vermehrung noch weiter reduziert in unseren Völkern.
Indem wir die Zellengröße zurück zum natürlichen vorkommenden Spektrum verkleinern, passen wir uns besser der natürlichen Flora, die nicht vom Menschen hybridisiert worden ist, an. Dh die Bienen können in kleinere Blüten fliegen. Diese unberührte Flora ist vorherrschend in der Natur und verbessert somit die Nahrung, was sie ausgeglichener für den allgemeinen Gesundheitszustand des Volkes macht. Wir können beobachten dass ein größeres Sortiment an Pollen in die Völker eingebracht wird. Das führt auch zu einer größeren Vielfalt des eingebrachten Nektars, was auch einen Gesundheitsvorteil in sich birgt.
Indem wir die Zellengröße zurück zum natürlichen vorkommenden Spektrum verkleinern, können sich unsere Bienen mit den wildlebenden Bienen vermischen und wir erreichen dadurch größere Schwankungen für erweiterte Auswahlkriterien der Zucht. Wo man große Auswahl hat, kann man eher das auswählen was man benötigt.
Bild
Indem wir das alles zusammenfassen, können wir kontrollieren, dass die Ernährung unserer Bienen verbessert wird, dass wir die Krankheiten besser im Griff haben, indem ihre Körper weder innerlich noch äußerlich angefressen werden, was mit Virus, Pilz und bakteriellen Problemen einher geht. Wir gewinnen eine verminderte Vermehrung von Parasiten durch natürliche Einengung ihrer Ernährungsmöglichkeiten auf unseren Bienen und die Folge davon ist, dass wir nicht die verschiedenen chemischen Behandlungen verwenden müssen.
Wahrscheinlich hab ich hier etwas übersehen, hoffe aber nicht durch Fehler in der Darstellungsart.
Ich hoffe das hilft euch zu verstehen, warum wir es so machen.


liebe Grüße
bee

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Falsche 4,9mm Mittelwandmaße in Europa

#2704

Beitrag von bee »

4,9mm Mittelwände auf dem europäischen Markt haben falsche Maße
Achtung!!
ALLE Mittelwände der Maße 4,9mm, die in Deutschland oder sonstwo in Europa verkauft werden (außer bei der Firma in Schweden), haben den besagten Fehler.
Liste der kleinzelligen Mittelwände auf dem Markt.
Und Vorsicht mit „Biowachs“. Das kommt sehr häufig aus Afrika (hat eigenartigen Geruch) und da dort der Preis für das Wachs bei weitem höher ist als der Honig, werden einfach Wildschwärme abgeflammt um das Wachs zu bekommen. Unglaublich und wird dann als Bio angeboten!!! Wenn wir schon dabei sind – hier könnt ihr sehen, wie man Silikonformen selber basteln kann.
Da zeichnet sich ein ganz gravierendes Problem ab.
4,9mm Mittelwände der Firma Muhr, Deutschland
5,0mm x 5,0mm x5,3mm
4,9mm Mittelwände der Firma
Miel Valle de los Pedroches, Córdoba –
4,9mm x 4,9mm x 5,3mm
Anscheinend haben die meisten Imker im europäischen Raum, die mit kleinen Zellen arbeiteten, gar keine kleinen Zellen verwendet.
Udo aus Köln hat bei der Firma Muhr 4,9mmMittelwände bestellt und folgendes gemessen: 53mmx50mmx50mm
Ich habe auch von verschiedenen Anbietern vor Jahren Muster angefordert und ähnliches gemessen.
Die einzige Alternative in Europa 4,9mm Mittelwände zu bekommen die die richtigen maße aufweisen ist im Moment die Firma in Schweden.
Adriano aus Italien machte eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
Wenn wir von kleinen Zellen reden, dann reden wir über das System von Dee Lusby und nur über das. Sie ist vor 25 Jahren, durch intensives Studium der alten Imkerliteratur, darauf gekommen, daß wir unsere Bienen, seit 100 Jahren, auf zu großen Zellen halten. Ihr System basiert darauf, daß wir Zellengrößen unter 4,9mm verwenden und zusätzlich alle anderen Änderungen vornehmen die sie auch gemacht hat um krankheitsresitente Bienen zu erhalten.
Und wenn wir davon ausgehen, daß die verwendeten Zellenmasse bei den Imkern im deutschen Raum, die mit angeblich kleinen Zellen arbeiteten, um die 5,05mm waren, können wir sagen, daß das nur den ersten Schritt darstellt. Bei 5,05 mm verbesserte sich bei Ed und Dee Lusby das Problem der Varroa und das Problem der Tracheenmilbe verschwand. Aber die restlichen Krankheiten reduzierten iher Völker beträchtlich. Nachdem sie auf 4,9mm umgestellt hatten, verschwanden diese Krankheiten und blieben unter der 2% Schwelle. 
Zudem konnte ich feststellen, dass es für beinah alle Stöcke problemlos war die 5,1mm Mittelwände auszubauen. Aber bei 4,9mm konnte es nur einer von hundert am Anfang. Das war ohne die Hilfe der Plastikwaben, mit denen es viel schneller geht.
Unsere Zellenmasse liegen jetzt zwischen 4,8 und 4,85mm. Das erreichen wir, indem wir die Mittelwände noch sehr warm aus der Mittelwandpresse nehmen, wodurch sie dann etwas schrumpfen.
 
Wie mißt man die Größe der Zellen?
Die Übereinkunft Zellen zu messen besteht darin, daß man 10 Zellen von Wandmitte zu Wandmitte mißt und das Resultat durch den Faktor 10 teilt. Das muß man in allen 3 Richtungen, die durch die Form des Sechsecks hervorgerufen sind, vornehmen. Alle 3 Größen müssen unter 4,9mm liegen.
Ich muß nochmals wiederholen daß ich niemanden überreden will kleine Zellen zu verwenden. Das nützt gar nichts, wenn man das andere alles wegläßt. Ich will nur zeigen, daß es einen (unter vielen) Weg gibt, krankheitsresistente Bienen zu erhalten.

weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=2913


liebe Grüße
bee

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kleinzellige Mittelwände auf dem Markt

#2703

Beitrag von bee »

sehr wichtig:
wie misst man die Zellgröße?
Mittelwände von Thorne (England)
4,9mm gemessen: 4,97mm x 4,85mm x 4,89mm


 
Mittelwände mit Gussform von Alfranseder gegossen:
5,1mm gemessen: 5,13mm x 4,99mm x 4,94m

 
Mittelwände mit Gussform von Alfranseder gegossen:
4,9mm gemessen: 4,83mm x 4,79mm x 4,81m
das ist viel zu klein, das schaffen nicht mal viele unserer Stöcke


.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=3558


liebe Grüße
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Re: Mittelwandstruktur

#2702

Beitrag von bee »

hallo JW,
JW. hat geschrieben:
Wenn nun 10% Drohnenzellen "ideal" erscheint - hat schon einmal jemand ausprobiert, auf einer Matritze 90% kleine Zellböden mit 10% größeren zu kombinieren?
ja das wurde alles schon ausprobiert, aber das ist viel zu viel Aufwand. Das machen die Bienen von alleine viel besser und vor allem machen die so viel Drohnenbrut wie sie brauchen - wenn sie es einmal gelernt haben :wink:


liebe Grüße
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JW.

Mittelwandstruktur

#2701

Beitrag von JW. »

Wenn ich es richtig verstehe, richten die Bienen sich beim Bau der Zellengröße (innerhalb ihres Toleranzbereichs) sozusagen nach dem "Boden", den die Mittelwandstruktur vorgibt. Die Königin wiederum wählt nach Größe der Zelle aus, ob sie ein befruchtetes oder unbefruchtetes Ei hineinlegt.

Wenn nun 10% Drohnenzellen "ideal" erscheint - hat schon einmal jemand ausprobiert, auf einer Matritze 90% kleine Zellböden mit 10% größeren zu kombinieren?



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Problemlösung Zellenbau

#2700

Beitrag von bee »

Es ist absolut notwendig, dass die Bienen gut die kleinen Zellen bauen können.

Gerade hat eine Kollegin geschafft, daß grozellige Bienen auf Anhieb 4,9mm Mittlewände gut ausgebaut haben. Das kommt sehr selten vor:
http://www.forum.resistantbees.com/view ... 596#p17621
:aplauso:

Bild


Das schwierigste an der Arbeit eine Biene zu erlangen, die sich von selbst gegen die Varroen und die anderen Krankheiten wehrt , ist dass die Biene die kleinen Zellen gut bauen kann.
Wenn ein Stock die kleinen Zellen bauen kann, ist es sehr wahrscheinlich, dass er sich von alleine verteidigen kann, ohne die Anwendung von Chemie.
Es scheint, dass das Maß von 4,9mm eine Grenze darstellt, unterhalb derer sich die Bienen von alleine gegen die Krankheiten wehren können.
Eine Biene die in einer 4,9mm Zelle zur Welt kommt, kann sehr wahrscheinlich wieder dieses Maß bauen.
Dies können wir sehr schnell durch den Gebrauch der voll ausgebauten Plastikwaben erreichen.
Aber in der Praxis werden einge Stöcke Probleme haben dieses Mass gut zu bauen.
Die Probleme beim bauen der kleinen Zellen treten vor allem zu Zeiten starken Nektarflusses auf. Das müssen wir immer berücksichtigen und stellen unsere Arbeit darauf ein, dass die Bienen womöglich nicht viele Waben ausbauen müssen, wenn starker Nektarfluss herrscht. Hier bei uns war das größte Problem während der Mandelblüte. Es schien, dass die Bienen plötzlich alles Erlernte vergessen hatten, aber sobald diese Blüte vorüber war, normalisierte sich alles wieder sofort.
Auch müssen wir mit einkalkulieren, dass die kleinen Zellen am besten IM Brutnest gebaut werden. So müssen wir neue Rahmen mit Mittelwänden immer direkt neben einer Brutwabe einhängen, oder wenn der Stock sehr stark ist, können wir diese auch mitten ins Brutnest geben.
Es gibt verschiedene Ausmaße von Defekten beim Ausbau der kleinen Zellen.
 
Dies ist eine Wabe die leichte Defekte im oberen Teil aufweisst. Das Zentrum ist gut gebaut und wir können diese Wabe verwenden.  
weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3195
Dateianhänge
Mittelwandausbau__4^J9__in_Brutnest_Wirtschaftsvolk_5^J4_nach_1_Woche_kleiner.jpg


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Eine Million Dollar für Erforschung kleinzelliger, resistenter Bienen

#2699

Beitrag von bee »

Varroa-resistente, kleinzellige Bienen erhalten in Norwegen 1 Million US-Dollar zur Erforschungszwecken

Veröffentlicht in Bee Culture, Mai 2020, Seiten 75 – 77 - Artikel von Erik Österlund
Dr. Melissa Oddie, eine kanadische Forscherin, wird ihre Forschung an den Varroa-resistenten Bienen mit Terje Reinertsen in Mittelnorwegen mindestens zwei Jahre lang fortsetzen. Ihre Doktorarbeit basierte auf der Forschung mit diesen Bienen. Die norwegischen Behörden haben 1 Mio. USD (8,5 Mio. NOK) für diese Forschung bereitgestellt.
 
Published in Bee Culture, May 2020, pages 75 – 77
Dr Melissa Oddie, a Canadian researcher, will continue her research for at least two years based on the Varroa resistant bees with Terje Reinertsen in central Norway. Her doctoral dissertation was based on research with these bees. The Norwegian authorities have allocated $ 1 million (NOK 8.5 million) for this research.
February 21-23 the commercial beekeepers in Sweden (Biodlingsforetagarna) had a conference in Sunne in western Sweden close to the Norwegian border at the newly built hotel Selma Spa. It was fully booked. Beekeepers from Sweden, Norway and some from Finland were listening to Terje and Melissa and many others, from the University of Agriculture in Sweden (SLU), from Belgium and Canada to mention a few. Sunne is the place where Selma Lagerlöf lived, a famous author, the first woman to get the Nobel Prize in literature.

Dr. Melissa Oddie and Terje Reinertsen in Sweden.
Dr. Oddie discovered a salient trait in Terje Reinertsen’s bees which expresses itself in that bees uncap pupae in which there are mites and recap them again without damaging the pupae. This apparently interferes with the mites’ reproduction. The characteristic that is otherwise very much in focus today is called VSH (Varroa Sensitive Hygiene). Here, the bees remove pupae that are invaded by mites (mites that have offspring). VSH is not a prominent feature of the resistant Norwegian bees.
Visit in Norway
In the Fall of 2019, my wife Gunvi and I visited Anita and Terje Reinertsen. They don’t have a lot of suitable agriculture land for growing crops in Norway so they use every little piece of land possible to grow food. Quite steep slopes had recently been harvested. Norway is no longer Sweden’s little brother as it’s been for many years. It’s the big brother now, with oil and gas and Varroa resistant bees!

Anita and Terje Reinertsen
The Varroa resistant bees
Some years ago, researchers began to be interested in a population of Varroa resistant bees in Norway around Terje Reinertsen. The important thing is that you don’t have to treat them at all against the Varroa mite, and they are therefore not treated. The mite population in a hive of Terje can vary during the season. His bees havn’t been treated for about 25 years. It was about the time when the mite came to Norway. When I became aware of this, I wondered why we hadn’t heard or read more about his bees during these many years.
Now there has been some exciting research reports from the works of Dr. Melissa Oddie and her coworkers.1,2,3,4 Research on these bees was the basis for her doctoral dissertation. Since then, articles and reports of the bees of Terje Reinertsen have been published.
He has been focused on developing a stock of Varroa resistant bees since the mite began to create problems in Norway. And he has done that together with beekeepers in his vicinity. In April 2019, he was one of the speakers at a conference in southern Sweden on healthy bees that do not need to be treated against parasites and diseases, and how to get there. Melissa Oddie participated, together with several other speakers including also Kirk Webster from Vermont. And now in February 2020 he and Melissa Oddie were speaking in Sunne.
Varroa in Norway
In 1994, the Varroa mite had made its presence so well known among beekeepers in Norway that it was decided that bee colonies had to be treated against the mite. The central association took help from countries where they had had more experience of the mite. Among other things, it was recommended to use ”Krämerplatten” that evaporate formic acid in the bee colony.5 Terje listened carefully to the advice and treated his bees in the recommended way in the Autumn of 1994. He lost 70% of his colonies in the Winter of 1994-95. Other beekeepers also lost about the same amount of beehives. Several lost 100%. Spring treatment with formic acid was then mentioned as an additional alternative to save colonies that survived the Winter. Then fewer holes in the plastic around the formic acid soft board plate were used so that the evaporation speed would not be so high.5 Terje applied this method to the survivors.
Decision not to treat
After analyzing the results of all the treatments, Terje and a some other beekeepers concluded that if you were to loose so many bee colonies after treating, you could just as well not treat, because you didn’t lose more colonies if you didn’t treat.
At that time, little was known about the importance of the balance between all different types of microorganisms (bacteria, viruses, and other types of microbes) for the immune system. Such an ecological system of microorganisms in and on a living being is called a microbiome. For example, we humans have about 2 kg of microbes on and in us. Without them we die.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=4468


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wissenschaftliche Studie: hygienisches Verhalten verstärkt bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden

#2698

Beitrag von bee »

Hygienisches Verhalten bei Bienenvölkern, die auf kleinen Zellen gehalten werden
    Zusammenfassung
Das Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob Völker, die auf kleinen Zellen gehalten werden (Zellgröße von 4,93mm), in Verbindung mit natürlicher Selektion durch behandlunglose Haltung gegen Varroa destructor,  zu einer Erhöhung des hygienischen Verhaltens führt. Wir versuchten ebenfalls herauszufinden, ob durch den Wechsel von Völkern, die gegen Varroa destructor  behandelt wurden (ohne natürliche Selektion), auf kleinzellige Waben, zu einer Vermehrung des hygienischen Verhaltens führt.  Das hygienische Verhalten wurde in den gegen Varroen behandelten Völkern, sowie in den unbehandelten Völker, überwacht, die beide auf kleinen Zellen saßen. Zusätzlich wurde dieselbe Überwachung in zwei Kontrollgruppen durchgeführt, die aus behandelten und unbehandelten Völkern bestanden, die auf Waben mit Standartzellgröße saßen (Zellgröße 5,56mm).
Unabhängig davon, ob sie behandelt worden waren oder nicht, entfernten die Völker, die auf kleinzelligen Waben saßen, die toten Bienenpuppen (Nadeltest) schneller als die Völker, die auf Standartzellgröße saßen. Auf diese Weise konnten wir zeigen, daß das hygienische Verhalten verstärkt werden kann, indem man Bienenvölker auf kleinzellige Waben bringt, auch ohne natürliche Selektion durch das Fehlen von Behandlung gegen Varroa destructor. Die praktische Anwendung dieses Verfahrens erfordert jedoch weitere Studien verschiedener Bienenpopulationen, da sie in der Intensität des hygienischen Verhaltens deutlich variieren können und vor allem auch in der Eignung variieren können, um auf kleinzelligen Waben gehalten werden zu können.
 
weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=3757


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Die Wichtigkeit der Drohnen oder die wahren Helden im Bienenstock

#2697

Beitrag von bee »

Ich will gleich mal von vornherein zusammenfassen:
Die Drohnen haben, unter anderem natürlich, im Bienenstock die Aufgabe die Krankheiten zuerst auf sich zu ziehen und von den Bienen abzuhalten.
Daraus wird ersichtlich, daß die Drohnenbrut so gestaltet sein muß wie es die Bienen brauchen und nicht so wie wir es wollen!


Wir können nun durch die letzten Untersuchungen in unseren Überlebensvölkern voll bestätigen was uns Dee Lusby schon seit vielen Jahren gezeigt hat:
Das Zusammenspiel von kleinen Zellen und der richtigen Anzahl von Drohnenbau auf jeder Wabe ist die Grundlage der Varroaresistenz.
.Zum Varroaproblem und den Drohnen:
Wie ja schon besprochen bevorzugt die Varroa bei den kleinzelligen Bienen die Drohnenbrut, weil sie sich durch den um einen Tag verkürzten Brutzyklus der kleinzelligen Biene, dort nicht vermehren kann. Das weiß sie.
Eine Varroa rein und eine raus, im Gegensatz bei den großzelligen Bienen ist das Verhältnis im Schnitt eine rein und eineinhalb raus. Es ist so, daß die konventionellen Bienen (5,4mm Zellenmaß) fast so groß sind wie die Drohnen der kleinzelligen Bienen. So verwechselt nun die Varroa die Bienenbrut mit der Drohnenbrut bei den großzelligen Bienen, dh sie meint daß die Bienenbrut Drohnenbrut sei. Denn in der asiatischen Biene, die ja auch kleine Zellen baut, geht die Varroa auch bevorzugt in die Drohnenbrut. Dee nennt das den Pseudo-Drohnen Effekt. Und dann vermehrt sie sich plötzlich explosionsartig in unseren großzelligen Bienenstöcken, wo sie sich in der Bienenbrut einnistet.
Hab vor ein paar Jahren den Versuch gemacht, nach einer Diskussion zu diesem Thema in einem Imkerforum und habe in mehreren Stöcken 100 Drohnenzellen geöffnet und 100 Bienenzellen:
weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=2996


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